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Rentenversicherung Test 2016: Vernichtendes Urteil für neue Produkte

Der aktuelle Rentenversicherung Test 2016 von Öko-Test stellt neuen Vorsorgeprodukten ein schlechtes Zeugnis aus. Indexpolicen und Klassiktarife bieten Sparern demnach kaum Gewinne. Oft lohnen sich die Angebote nur für die Versicherer. Selbst die besten Produkte im Test erreichen nur ein befriedigend. Zu viel sollten Verbraucher von diesen Tarifen also nicht erwarten.
Rentenversicherung Test 2016: Ökotest kritisiert neue Vorsorgeprodukte
Rentenversicherung im Test: Kapitalaufbau schwer gemacht

Der aktuelle Rentenversicherung Test von Öko-Test (3/2016) spart nicht mit eindeutigen Urteilen zu Indexpolicen und neuen klassischen Rententarifen. Von „übelster Verbrauchertäuschung“ und „einem extrem schlechten Geschäft für die Kunden“ ist die Rede. Dabei setzen in der Niedrigzinsphase viele Verbraucher Hoffnungen auf diese neuen Altersvorsorgeprodukte, die mehr Rendite versprechen. Doch laut Ansicht der Tester müssen Kunden bei den neuen Produkten hohe Einbußen bei den Garantien hinnehmen, um im Gegenzug nur geringfügig erhöhte Renditechancen zu erhalten. Auch für Indexpolicen gibt es im Test maximal ein „befriedigend“.

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Immerhin befriedigend: Allianz „Perspektive“ ist beste neue klassische Rente

Im Rentenversicherung Test 2016 wurden Indexpolicen und neue klassische Rentenversicherungen untersucht. Letztere bieten geringere Garantien als herkömmliche Klassiktarife, werben dafür aber mit höheren Renditemöglichkeiten. In Anbetracht der Tatsache, dass an den Kapitalmärkten derzeit kaum sichere Erträge zu erwirtschaften sind und Geldanlageformen wie Tagesgeld und Festgeld fast keine Rendite bringen, hören sich die Versprechungen der neuen Altersvorsorgeprodukte für Verbraucher sicherlich verlockend an. Allerdings kann im Test kein einziger Tarif wirklich überzeugen. Lediglich der Tarif Allianz „Perspektive“ erreicht ein „befriedigend“. Die „SI Flexible Rente“ von Signal Iduna wurde mit ausreichend bewertet.

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Rentenversicherung Test 2016: 4 Indexpolicen erreichen befriedigende Bewertung

Etwas besser sind die Bewertungen im Test bei den Indexpolicen. Bei diesen werden die Überschüsse in eine „Indexpartizipation“ gesteckt. Wie dies genau erfolgt, lässt sich für Verbraucher kaum erschließen. Öko-Test kritisiert hier vor allem, dass der Eindruck entsteht, die Beiträge der Kunden würden direkt in Indexfonds investiert. Dabei erfolgt die Investition meist eher indirekt über Finanzderivate. Auch dass nur die Überschüsse in dieser Art und Weise angelegt werden, ist nachteilig für den Verbraucher. Denn fallen die Überschüsse gering aus, kann auch nur wenig Geld in die ertragreichere Indexpartizipation angelegt werden. Die Folge: Die Renditechancen sind ähnlich niedrig wie bei klassischen Rentenvarianten.

Dennoch erreichen vier Indexpolicen eine befriedigende Bewertung im Test:

  • Condor – Index Rente
  • LV 1871 Liechtenstein – Rente Garantie Plus
  • R+V – Index Invest
  • Stuttgarter – Index Safe

Die Tarife Axa „Relax Rente“, HDI „Two Trust Selekt“ und Volkswohlbund „Klassik modern“ fallen im Rentenversicherung Test 2016 zwar nicht durch, erzielen allerdings nur eine ausreichende Bewertung.

Rentenversicherung Test 2016: Das sind die Kritikpunkte der Öko-Test

Auch wenn einige Produkte wie Allianz „Perspektive“ oder Condor „Index Rente“ im Rentenversicherung Test 2016 eine befriedigende Bewertung erzielen konnten, fallen doch viele Angebote durch. Selbst mit den besseren Tarifen ist nicht einmal ein Inflationsausgleich sicher. Vor allem aber werfen die Tester der Öko-Test den Versicherern Augenwischerei vor. Bei den Kunden würden mit Werbeversprechen falsche Erwartungen geweckt, die die Angebote auch bei guten Voraussetzungen kaum erfüllen können. Jedoch bietet der Rentenversicherung Test 2016 keinen umfassenden Marktüberblick. Neben den getesteten Vorsorgeprodukten gibt es noch immer herkömmliche klassische Rententarife sowie fondsgebundene Varianten. Zudem wurden längst nicht alle „neuen“ Produkte getestet.