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Sonderkündigungsrecht Kfz-Versicherung: Jetzt noch wechseln und sparen

Autofahrer, die die Kündigungsfrist ihrer Autoversicherung verpasst haben, können mit dem Sonderkündigungsrecht jetzt noch ihre Kfz-Versicherung wechseln. Dies gelingt jedoch nur, wenn der Versicherer die Beiträge erhöht hat. Zwar werden die Prämien im Schnitt nur um drei Prozent angehoben. Doch das wahre Sparpotential beträgt oft 20 Prozent.
Sonderkündigungsrecht Kfz-Versicherung: Ausweg bei Beitragserhöhung
Sonderkündigungsrecht: Kfz-Versicherung jetzt wechseln

Durch das Sonderkündigungsrecht für die Kfz-Versicherung haben viele Autobesitzer jetzt noch die Möglichkeit ihre Autoversicherung zu wechseln, obwohl die reguläre Kündigungsfrist seit zwei Tagen verstrichen ist. Denn erhöht der Versicherer die Beiträge, kann auch außerordentlich gekündigt werden. Allerdings scheuen sich einige Versicherte davor, einen neuen Tarif zu finden und zu wechseln.

Doch auch wenn die Beitragserhöhungen zum Jahreswechsel moderat ausfallen sollen, können Versicherte ihre Beitragslast erheblich reduzieren. So sagte der Hannover-Rück-Manager Andreas Kelb bei einem Branchentreffen in Baden-Baden, er rechne Anfang 2017 mit einer durchschnittlichen Steigerung um etwa drei Prozent in der Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Schätzungen zufolge sparen Neukunden in der Kfz-Haftpflichtversicherung bei einem Wechsel aber im Schnitt 20 Prozent.

So funktioniert das Sonderkündigungsrecht der Kfz-Versicherung

Das Sonderkündigungsrecht der Kfz-Versicherung gibt den Versicherten unter anderem die Möglichkeit, ihren bisherigen Versicherungsvertrag zu kündigen, sollte der Versicherer erst nach der sonst üblichen Kündigungsfrist am 30. November über eine Beitragserhöhung informieren. Häufig landet die Beitragsberechnung für das Folgejahr erst im Dezember im Briefkasten. Autobesitzer haben dann einen Monat ab Erhalt des Schreibens Zeit, die Sonderkündigung geltend zu machen. Aber Achtung: Da es sich bei der Kfz-Versicherung um eine Pflichtversicherung handelt, wird die Kündigung unwirksam, wenn bis zum Jahreswechsel kein neuer Versicherer gefunden ist.

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Sonderkündigungsrecht: Kfz-Versicherung auch bei geringer Erhöhung überprüfen

Sollte der Beitrag zur Kfz-Versicherung nur um wenige Euro gestiegen sein, kann es sich dennoch lohnen, das Sonderkündigungsrecht in Anspruch zu nehmen. Das gilt insbesondere für Verträge, die seit drei oder mehr Jahren bestehen. Die Autoversicherer befinden sich seit Jahren in einem Preiskampf, wodurch Neukunden oft besonders günstige Angebote erhalten. Je nach Fahrzeugmodell und Wohnort liegt das Einsparpotential im zweistelligen Prozentbereich.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, zu überprüfen, ob inzwischen Rabatte bei der Kfz-Versicherung infrage kommen, um den Beitrag zu reduzieren. Wer beispielsweise das Auto mittlerweile ausschließlich am Wochenende nutzt, da unter der Woche ein Dienstwagen zur Verfügung steht, zahlt gegebenenfalls weniger für die Absicherung des Privatfahrzeugs. Auch eine neue Garage kann die Prämie erheblich reduzieren.

Wann tritt das Sonderkündigungsrecht für die Kfz-Versicherung noch in Kraft?

Unter bestimmten Bedingungen haben Versicherte die Möglichkeit, ihre Kfz-Versicherung außerordentlich zu kündigen: bei einer Beitragserhöhung, Vertragsanpassung und im Rahmen einer Schadenregulierung. Im letztgenannten Fall spielt es im Übrigen keine Rolle, ob die Versicherung sich weigert einen Schaden zu übernehmen oder nicht. Auch wenn die Regulierung problemlos erfolgt, kann gekündigt werden. Jedoch gilt das Kündigungsrecht auch für den Versicherer. Kommt es zu oft zu Schäden, ist es daher keine Seltenheit, dass das Versicherungsunternehmen von seiner Seite aus aufkündigt.