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IKK Südwest und Securvita erhöhen Zusatzbeitrag zum 1. Juli 2017

Bei der IKK Südwest, der Innungskrankenkasse für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland, steigt der Zusatzbeitrag zum 1. Juli 2017 von 1,2 Prozent auf 1,5 Prozent. Für Arbeitnehmer erhöht sich der Krankenkassenbeitrag somit auf 8,8 Prozent ihres Bruttogehalts. Insgesamt liegt der Beitragssatz der Krankenkasse ab Juli bei 16,1 Prozent.
IKK Südwest erhöht Zusatzbeitrag zum Juli 2017
Mitglieder der IKK Südwest zahlen ab Juli einen höheren Beitrag

Für die knapp 500.000 Mitglieder der IKK Südwest erhöht sich der Beitrag für die gesetzliche Krankenkasse. Nachdem die Innungskrankenkasse ihren Zusatzbeitrag seit Januar 2015 stabil bei 1,2 Prozent gehalten hatte, folgt zum 1. Juli 2017 eine Anpassung um 0,3 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent. Arbeitnehmer, die beispielsweise brutto monatlich 2.500 Euro verdienen, zahlen somit 7,50 Euro mehr im Monat für den Versicherungsschutz der IKK Südwest.

Mit der Erhöhung des Zusatzbeitrags bei der im Saarland, in Rheinland-Pfalz und in Hessen geöffneten Krankenkasse erheben nun mit der KKH und der DAK-Gesundheit drei Kassen einen Beitragssatz von 16,1 Prozent. Nur bei der BKK Henschel Plus (16,2 Prozent), Viactiv (16,3 Prozent) und BKK Vital (16,4 Prozent) liegt der Krankenkassenbeitrag derzeit höher.

Update 01. Juli 2017: Auch die Securvita Krankenkasse hat zum Monatswechsel ihren Zusatzbeitrag angepasst. Sie erhebt nun einen Beitrag von 16,3 Prozent, was einem Zusatzbeitrag von 1,7 Prozent entspricht. Mitglieder müssen somit 0,3 Prozent mehr von ihrem Bruttoeinkommen zahlen.

Durch die Beitragsanpassung haben Versicherte der IKK Südwest und Securvita ein einmonatiges Sonderkündigungsrecht, um der Kasse zu kündigen und zu einer günstigen Krankenkasse zu wechseln. Die Frist beginnt mit dem Monat, in dem der neue Beitrag erstmals erhoben wird.

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IKK Südwest: Beitragsanpassung wegen Schieflage im System

Wie die Saarbrücker Zeitung berichtet, begründet die IKK Südwest die Anpassung des Zusatzbeitrags zum 1. Juli 2017 mit einer „Schieflage im Verfahren, nach dem der Gesundheitsfonds die bundesweit gesammelte Beiträge an die gesetzlichen Kassen verteilt.“

In der Vergangenheit geriet beispielsweise der Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA), mit dem Kassen mit vielen kranken Versicherten mehr Geld aus dem Fonds erhalten als Krankenkassen mit gesunden Kunden, in die Kritik. So wies Jens Baas, Chef von Die Techniker, im vergangenen Jahr in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung darauf hin, dass manche Krankenkassen Ärzte belohnen würden, wenn sie Patienten auf dem Papier kränker machen. Worauf sich die Aussage der IKK Südwest bezieht, ist allerdings unklar.