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Berufsunfähigkeits- oder Unfallversicherung: Das sind die Unterschiede

Berufstätige sind auf eine Absicherung gegen die finanziellen Folgen von Unfällen und Erkrankungen angewiesen. Dabei ist vielen Menschen nicht klar, ob die Berufsunfähigkeitsversicherung oder die Unfallversicherung besseren Schutz bietet. Zudem zeigt eine neue Untersuchung, dass es auch bei der Auswahl eines geeigneten Tarifs einiges zu beachten gibt.
Berufsunfähigkeits- oder Unfallversicherung: Diese lohnt sich
Berufsunfähigkeits- oder Unfallversicherung: Eine kann mehr
  • Egal ob Berufsunfähigkeitsversicherung oder Unfallversicherung: Beide bieten den Versicherten finanziellen Schutz.
     
  • Eine effektive Absicherung der Arbeitskraft kann allerdings nur die Berufsunfähigkeitsversicherung leisten.
     
  • Eine neue Untersuchung zu den Marktstandards der Berufsunfähigkeitsversicherung zeigt zudem, dass nicht jeder Tarif alle empfehlenswerten Leistungen vorweisen kann.

Die Vorstellung, infolge eines Unfalls dauerhaft nicht mehr arbeitsfähig zu sein, ist wohl für die meisten Berufstätigen beunruhigend. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich zumindest gegen die finanziellen Folgen abzusichern. Ob sich allerdings eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine Unfallversicherung dafür eignet, sorgt oftmals für Unsicherheiten bei Vorsorgeinteressierten. Tatsächlich ist es wichtig zu wissen, wann welche Versicherung zahlt. So handelt es sich bei den meisten Ursachen für Berufsunfähigkeit nicht um Unfälle. In solch einem Fall ist die Unfallversicherung zur Absicherung weniger geeignet.

Berufsunfähigkeitsversicherung oder Unfallversicherung: Nur eine zahlt bei Krankheiten

Die Unfallversicherung zahlt, wie es der Name vermuten lässt, hauptsächlich bei UnfällenKommt es etwa bei einem Versicherten durch einen Tauchunfall zum Verlust der Hörkraft auf einem Ohr, erhält er von der Unfallversicherung eine finanzielle Entschädigung. Zwar leisten einige Tarife, die eine sogenannte Infektionsklausel enthalten, ebenfalls bei gesundheitlichen Folgen von Insektenstichen und Tierbissen. Allerdings wird eine Berufsunfähigkeit weitaus häufiger durch psychische Erkrankungen oder Krankheiten des Bewegungsapparats sowie des Herz-/Kreislaufsystems verursacht. Diese Fälle deckt jedoch nur eine Berufsunfähigkeitsversicherung ab.

Zudem spielt die Form der finanziellen Unterstützung bei der Entscheidung, ob sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine Unfallversicherung zur persönlichen Absicherung besser eignet, eine wichtige Rolle. Die Unfallversicherung zahlt meist nur eine einmalige Versicherungssumme, die gerade bei einer dauerhaften Berufsunfähigkeit irgendwann aufgebraucht ist. Eine monatliche Unfallrente ist nur bei manchen Versicherern gegen Aufpreis möglich. Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) umfasst hingegen eine monatliche BU-Rente für die gesamte Dauer der Berufsunfähigkeit. Dadurch sind Versicherte auch bei langfristigen gesundheitlichen Problemen finanziell abgesichert.

Daher ist die Berufsunfähigkeitsversicherung der Unfallversicherung vorzuziehen. Die Unfallversicherung ist hingegen Menschen zu empfehlen, die beispielsweise aufgrund von Vorerkrankungen keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können.

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BU-Zertifikat bescheinigt mehr als 240 Tarifen Marktstandard

Nicht jede Berufsunfähigkeitsversicherung schützt optimal vor den finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit. Schließlich unterscheiden sich die verschiedenen Tarife teilweise erheblich hinsichtlich der genauen Vertragskonditionen. Das Infinma-Institut hat beispielsweise 484 Angebote von 79 Versicherern überprüft. Tarife, die alle 18 Qualitätskriterien in der Untersuchung erfüllen oder sogar übertreffen, erhalte das Zertifikat „Marktstandards in der BU“. Zu diesen Kriterien gehört neben dem Verzicht auf die abstrakte Verweisung beispielsweise ein kurzer Prognosezeitraum für die Berufsunfähigkeit von sechs Monaten sowie die Möglichkeit, die vereinbarte BU-Rente ohne Anlass zu erhöhen. 242 Tarife verdienen sich das Zertifikat und erfüllen somit die Marktstandards in allen untersuchten Kriterien.

Leider bedeutet das ebenso, dass die Hälfte der Angebote in mindestens einer Kategorie unzureichende Leistungen bietet. Daher ist es umso wichtiger, sich vor einem Vertragsabschluss hinsichtlich leistungsstarker Tarife beraten zu lassen. Auf diese Weise gehen Interessierte sicher, dass sie im Falle einer Berufsunfähigkeit eine optimale Unterstützung durch den Anbieter erhalten.