finanzen.de Nachrichten-Archiv

Dezember 2009

finanzen.de Nachrichten
Ab 2010 haben viele Arbeitnehmer mehr Geld im Portmonee. Mit mehren Gesetzesänderungen werden die Bürger entlastet.
Das vernichtende Finanztest-Urteil über die Beratung von 21 Banken hat Konsequenzen. Die oberste Finanzaufsichtbehörde BaFin will den Vorwürfen der Stiftung Warentest nachgehen.
Ein bewegendes Jahr geht zu Ende. In der Weltpolitik, auf den Finanzmärkten und in Deutschland ist viel passiert. Der Ausbau des Portals finanzen.de ist ein weites Stück vorangekommen. Nicht nur wegen der Finanzkrise wird uns 2009 als ganz besonders spannendes Jahr in Erinnerung bleiben.
Die Samstagsarbeit ist in Deutschland seit 1991 um 45 Prozent gestiegen. 2008 mussten rund 14 Millionen Beschäftigte samstags arbeiten. Das ergab eine aktuelle Studie der Hans-Böckler-Stiftung.
Die Kauflaune der Bundesbürger geht zurück. Der Konsumklima-Index der Gesellschaft für Konsumforschung (GFK) sinkt um 0,3 Punkte auf 3,3 Punkte.
Im Vergleich zum Rekordjahr 2008 haben im aktuellen Jahr die privaten und öffentlich-rechtlichen Bausparkassen weniger Bausparverträge verkauft.
Trotzt der anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrise sind in diesem Jahr weniger Immobilien zwangsversteigert worden. Laut dem Argetra-Verlag sank die Anzahl um 2 Prozent gegenüber 2008.
Verbraucherschützer bemängeln die Beratung der Banken. Daran können andere gesetzliche Regeln etwas ändern. Aber am meisten hilft es, sich selbst zu informieren und Vergleiche anzustellen.
Die Teilnehmer des Klimagipfels in Kopenhagen sollen sich auf verbindliche CO2-Reduktionsziele einigen. Das fordert der Gesamtverband der Deutschen Versicherer (GDV).
2010 sinkt die durchschnittliche Verzinsung der Lebensversicherungen leicht um 0,11 Prozentpunkte. Viele Gesellschaften können aber die Höhe der Überschussbeteiligungen beibehalten.
In 2009 haben die Stromanbieter durchschnittlich 6,8 Prozent mehr für die Stromlieferung verlangt. In Bayern mussten die Verbraucher die höchsten Preissteigerungen verkraften.
Im Jahr 2008 belief sich der Gesamtschaden aus Einbrüchen und Diebstahlen in Gewerbeobjekte auf mehr als 302 Millionen Euro. In einer Broschüre klären die deutschen Versicherer zusammen mit der Polizei über Präventionsmaßnahmen auf.
In einer aktuellen Untersuchung bescheinigt Finanztest 21 Filialbanken und Sparkassen keine guten Beratungsleistungen. Zwei Banken erhalten sogar die Note "mangelhaft".

Internet über DSL oder andere schnelle Verbindungen wird in Deutschland zur Normalität. Schon 60 Prozent der Haushalte nutzen einen Breitband-Anschluss für schnelle Datenverbindungen. Das sagte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, bei der Vorstellung des Jahresberichtes 2008/2009 für den Telekommunikationsbereich.

Insgesamt gibt es derzeit mehr als 24 Millionen schneller Internet-Anschlüsse. Deutschland liege bei der Versorgung mit schnellem Internet weit über dem europäischen Durchschnitt, sagte Kurth bei der Vorstellung des

Knapp die Hälfte der Deutschen hält die selbstgenutzte Immobilie für die beste Anlageform, um für das Alter zu sparen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage von Clerical Medical Europe Financial Services.
Für 2010 hat sich mehr als die Hälfte der Bundesbürger vorgenommen, sich weniger vom Beruf stressen zu lassen und mehr Zeit für Familie und Freunde aufzubringen.
Im kommenden Jahr wird die Kaufkraft um durchschnittlich 42 Euro in Deutschland sinken. In Bayern und Baden-Württemberg fällt der Rückgang am stärksten aus. In Ostdeutschland wächst die Kaufkraft gegen den allgemeinen Trend.

Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein rät Besitzern von Zertifikaten, noch vor 2010 zu überprüfen, ob sie Ansprüche wegen Falschberatung anmelden können. Vor allem Anleger, die Anfang 2007 Zertifikate erwoben haben, sollten schnelle Schritte in Erwägung ziehen, da bei Bankgeschäften Ansprüche nach 3 Jahren grundsätzlich verjährt sind.

Die Kosten der Krankenversicherung steigen unaufhaltsam. Sowohl bei den Gesetzlichen wie bei den Privaten kennen die Preise nur eine Richtung: Stramm nach oben. Wenn es so weitergeht, wird der Beitragssatz bald Richtung 20 Prozent marschieren.
Ein Gutachten kommt zu einem negativen Urteil über die Riester-Rente. Kunden könnten die Kosten oft nicht transparent erkennen und die Resultate seien in vielen Fällen schlecht. Die Verbraucherzentrale Bundesverband forderte Bundesarbeitsministerin von der Leyen auf, das System der Alterssicherung zu prüfen.
Im Streit um die Benutzung ihrer Geldautomaten haben die Sparkassen einen Etappensieg errungen. Das Landgericht München urteilte, dass Sparkassen ihre Geldautomaten für Visa-Karten von Direktbanken sperren dürfen. Die Direktbanken wollen in Berufung gehen.
Der Schätzerkreis der gesetzlichen Krankenkassen prognostiziert für 2010 eine Finanzierungslücke von 4 Milliarden Euro bei den gesetzlichen Krankenkassen. Bezahlt werden muss dieses Defizit voraussichtlich durch Zusatzbeiträge.
Der anhaltende Nachfragerückgang und die Überversorgung durch Erdgas lassen die Preis auf dem Gasmarkt purzeln. Laut Eon-Ruhrgas-Chef Bernhard Reutersberg wird dieser Trend anhalten. Unklar ist aber, ob die Verbraucher davon profitieren.
Die GEZ-Gebühren für PCs, Laptops, Handys und andere "neuartige Rundfunkgeräte" sollen von 5,76 Euro auf 18 Euro angehoben werden.
Die Zahl der Insolvenzen hat im September im Vergleich zum Vorjahresmonat stark zugenommen. Das Statistische Bundesamt berichtet von einem Anstieg um 17,4 Prozent auf 2.910 Firmenpleiten.
Am Donnerstag war ein Gutachten der Uni Bamberg bekannt geworden. Darin wurden die Riester-Produkte als zu teuer befunden. Das Bundesarbeitsministerium droht jetzt mit der Deckelung der Gebühren .
Nach Angabeben des Gesamtverbandes des Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) brennt es dieses Jahr 12.000 Mal in der Adventszeit. Das sind 20 Prozent weniger Brände als im vergangenen Jahr.
In den letzten Tagen haben viele private Krankenversicherungen angekündigt, die Versicherungsbeiträge massiv zu erhöhen.
Kunden von Versicherungen, Stromanbietern oder sonstigen Unternehmen haben noch bis Ende des laufenden Jahres Zeit offene Forderungen aus 2006 einzufordern. Danach sind diese verjährt.
Arme Politik, sie will den Banken unbedingt unsere Milliarden unterjubeln. Aber die zieren sich so sehr, dass ein Herr Schneider von der SPD sie jetzt zur Annahme zwingen will. Arme Bürger, womit haben sie das verdient?
Am Mittwoch haben sich die EU-Finanzminister darauf geeinigt, aus dem bereits bestehenden Ausschuss für Versicherungsaufsicht eine EU-Behörde (EIOPA) zu machen. Die deutsche Versicherungswirtschaft begrüßte diese Maßnahme.
Nach der neuesten Prognose der Europäischen Zentralbank soll die Wirtschaft im Euroraum 2010 um 0,8 Prozent wachsen. Damit korrigieren die Zentralbänker ihre Erwartungen um 0,6 Prozentpunkte nach oben.
Im kommenden Jahr muss ein Großteil der rund 70 Millionen gesetzlich Versicherten mit Zusatzbeiträgen rechnen. Der Spitzenverband der Krankenkassen sieht kaum eine andere Möglichkeit, um das zu erwartende massive Defizit der gesetzlichen Kassen abzubauen.
Die Verbraucherzentrale Hamburg gab am Dienstag bekannt, dass sie E.on Hanse gerichtlich dazu zwingen will, 50.000 Gaskunden zuviel bezahlte Beträge rückzuerstatten.
Um das Verlustrisiko bei Handys und anderen technischen Begleitern zu reduzieren, hat der Schutzbriefanbieter Assona einen Lost & Found Service eingerichtet.
Nachdem die EU grünes Licht gegeben hat, kann das SWIFT-Abkommen im Februar 2010 in Kraft treten. Die auf zunächst 9 Monate befristet Vereinbarung erlaubt den USA, bei Terroverdacht auf die Daten von internationalen Banktransaktionen zuzugreifen.
Die Aussetzung des Riester-Faktors im März 2009 hat zu einem Defizit von 8 Milliarden Euro in der Rentenkasse geführt. Langfristig kann die Finanzierungslücke nur durch Abstriche bei der Rente oder durch massive Beitragerhöhungen beseitigt werden.
Laut einer aktuellen Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung sind die deutschen Arbeitskosten im europaweiten Vergleich unterdurchschnittlich gewachsen.