Nachdem einige Stromanbieter das Jahr 2012 bereits mit Stromkostenerhöhungen von bis zu 3,5 Prozent begonnen haben, ist in den kommenden Monaten bei zahlreichen weiteren Versorgern mit Preiserhöhungen zu rechnen. Da die Anbieter nach und nach auf die neuen Netznutzungsentgelte und die höheren Beschaffungspreise reagieren, kommen spätestens im März dieses Jahres zusätzliche Stromkosten auf Millionen deutscher Haushalte zu. Laut Verivox muss der Durchschnittshaushalt dann mit einer Mehrbelastung von etwa 36 Euro pro Jahr rechnen.
Bisher kündigten erst 245 der 854 Grundversorger Preissteigerungen für Strom an. Die restlichen Stromversorger haben bis jetzt noch nicht auf die Erhöhung der Netzgebühren reagiert, viele werden dies nun nachholen. Die neue Netzgeldumlage war erst zum Ende des vergangenen Jahres endgültig auf 0,151 Cent pro Kilowattstunde festgelegt worden. Im Vergleich zum Vorjahr wurde das Entgelt für die Netznutzung damit um durchschnittlich fünf Prozent erhöht. Die teureren Netzgebühren führen nun dazu, dass die Stromversorger ihre Preise für die Verbraucher erhöhen müssen.
Seit Jahren steigen die Preise für Strom kontinuierlich an, die Energieversorgung wird für den Endverbraucher immer teurer. Private Haushalte haben seit einigen Jahren die Möglichkeit, den Anbieter zu wechseln. Wer sich als Stromkunde für einen neuen Tarif entscheidet, sollte neben dem günstigeren Preis allerdings auch auf die Vertragsbedingungen und die Finanzstärke des Anbieters achten. Zuletzt verärgerte die Pleite des Billigstromanbieters Teldafax zahlreiche Kunden.