Das Jahr 2011 war für die gesetzliche Krankenversicherung
das Jahr der Insolvenzen und Fusionen. Auf der einen Seite mussten die City BKK
und die BKK für Heilberufe ihre Pforten schließen. Auf der anderen fanden
mehrere Fusionen statt, so zum Beispiel die der DAK mit der BKK Gesundheit und
der BKK Axel Springer zur neuen Großkasse DAK Gesundheit.
Experten befürchten nun, dass solche Fusionen langfristig
entgegen der Aussagen der Krankenkassen zu einer schlechteren regionalen
Versorgung führen können. Zwar haben größere Kassen ein höheres Potential auch
regional für eine ausgebaute Versorgungsstruktur zu sorgen. So gibt es immer noch
eine Vielzahl von sehr kleinen Krankenkassen, die in dieser Hinsicht kaum Möglichkeiten
haben und ohnehin als mögliche Fusionspartner gelten. Aber auch bei den
bestehenden und im Entstehen befindlichen Großkassen, ist fraglich inwiefern
wirkliches Interesse an Verträgen mit den Leistungserbringern besteht. Solche
Modellvereinbarungen werden regional aber von kaum einer Krankenkasse
getroffen, so Schleswig-Holsteins KV-Vorstand Dr. Ralph Ennenbach gegenüber der
Ärztezeitung.
Es steht also zu erwarten, inwiefern die aktuellen Fusionen
tatsächlich zu einer besseren Versorgung der Patienten führt oder ob es mehr um
Kostenersparnis geht. Auch für das Jahr 2012 ist mit weiteren Fusionen zu rechnen,
allein in den letzten drei Jahren hat sich die Zahl der Gesetzlichen
Krankenkassen von 202 auf 137 verringert.