Regionale Gesundheitsversorgung

16.01.2012 | Geschrieben von Juliane Wellisch

Tragen Kassenfusionen wirklich dazu bei

Gesetzliche Krankenversicherung

 

Das Jahr 2011 war für die gesetzliche Krankenversicherung das Jahr der Insolvenzen und Fusionen. Auf der einen Seite mussten die City BKK und die BKK für Heilberufe ihre Pforten schließen. Auf der anderen fanden mehrere Fusionen statt, so zum Beispiel die der DAK mit der BKK Gesundheit und der BKK Axel Springer zur neuen Großkasse DAK Gesundheit.

 

Experten befürchten nun, dass solche Fusionen langfristig entgegen der Aussagen der Krankenkassen zu einer schlechteren regionalen Versorgung führen können. Zwar haben größere Kassen ein höheres Potential auch regional für eine ausgebaute Versorgungsstruktur zu sorgen. So gibt es immer noch eine Vielzahl von sehr kleinen Krankenkassen, die in dieser Hinsicht kaum Möglichkeiten haben und ohnehin als mögliche Fusionspartner gelten. Aber auch bei den bestehenden und im Entstehen befindlichen Großkassen, ist fraglich inwiefern wirkliches Interesse an Verträgen mit den Leistungserbringern besteht. Solche Modellvereinbarungen werden regional aber von kaum einer Krankenkasse getroffen, so Schleswig-Holsteins KV-Vorstand Dr. Ralph Ennenbach gegenüber der Ärztezeitung.

 

Es steht also zu erwarten, inwiefern die aktuellen Fusionen tatsächlich zu einer besseren Versorgung der Patienten führt oder ob es mehr um Kostenersparnis geht. Auch für das Jahr 2012 ist mit weiteren Fusionen zu rechnen, allein in den letzten drei Jahren hat sich die Zahl der Gesetzlichen Krankenkassen von 202 auf 137 verringert.

 

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