Rösler will Pharmariesen zu Vertragsverhandlungen zwingen

10.03.2010 | Geschrieben von MS

Versicherte sollen schon bald von niedrigeren Medikamentenkosten profitieren

In einem Interview mit der „Bild“- Zeitung berichtet Gesundheitsminister Rösler heute davon, wie er die Kosten für Medikamente senken möchte: „In Deutschland sind viele Medikamente zu teuer. Deshalb werden wir die Pharmafirmen in Vertragsverhandlungen mit den Krankenkassen zwingen. Wenn Hersteller ihre Produkte auf den Markt bringen, müssen sie zudem über eine Studie den Zusatznutzen für Patienten wissenschaftlich belegen.“ Spätestens bis Ende des Jahres solle ein entsprechendes Gesetz kommen.

Profitieren sollen davon die gesetzlichen Krankenkassen und die Verbraucher. Die Einsparchancen lägen laut Rösler bei etwa 2 Milliarden Euro. Ein Konzept zur Einsparung von Arzneimittelkosten möchte Rösler voraussichtlich am Mittwoch vorlegen.

Schon jetzt stoßen die Pläne des FPD-Politikers auf harte Kritik: "Die christlich-liberale Regierung betreibt eine Politik ohne Augenmaß", meint Bernd Wegener vom Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie. Zwar ließe sich ein solches Konzept gut verkaufen, es sei jedoch populistisch und können die Probleme nicht lösen.

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