Strom: Verbraucherschützer rufen zum Anbieterwechsel auf

09.03.2010 | Geschrieben von Mario Müller

Obwohl die Preise am Großmarkt sinken, zahlt der Verbraucher drauf

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen übt Kritik an den Stromanbietern wegen zu hoher Preise. Denn obwohl die Preise im Großhandel seit dem Jahr 2009 um circa 40 Prozent gesunken sind, hat kaum eine Gesellschaft diesen Preisvorteil an ihre Kunden weitergegeben. Im Gegenteil. Viele Stromanbieter hatten die Preise schon im letzten Jahr erhöht und seit Anfang des Jahres noch einmal 6 Prozent aufgeschlagen. Das geht auch aus einer Berechnung des TÜV-geprüften Vergleichsportals Verivox hervor, dessen Stromrechner auch finanzen.de verwendet.

„Der Wettbewerb funktioniert nicht. Strom hätte schon längst billiger werden müssen“, so Energieexperte Holger Krawinkel zur „Bild“- Zeitung. Würde der Wettbewerb funktionieren, geht Krawinkel davon aus, dass Verbraucher spätestens Mitte 2010 mit Preisvorteilen von etwa 10 Prozent rechnen könnten. Auch müsse der Verbraucher unbedingt aktiv werden und den Stromanbieter wechseln: „Verbraucher sollten den Anbietern endlich massiv die Rote Karte zeigen und zu billigeren Versorgern wechseln.“

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