Solarversicherung

Für Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen
Solarversicherung
  • Unterschied zwischen Solarthermie und Photovoltaik
  • Kosten abhängig vom Anlagentyp
  • Schutz bei Installationsschäden
  • Leistungen bei Elementarschäden

Solarversicherung

Nach der Atomkatastrophe in Fukushima und dem beschlossenen Aus für Atomstrom in Deutschland gewinnen die erneuerbaren Energien immer mehr an Bedeutung. Windkraft, Geothermie und Wasserkraft haben daran einen wichtigen Anteil. Doch für private Verbraucher ist vor allem die Energiegewinnung aus der Sonnenkraft eine wichtige Säule der Energiewende, da sie hier schließlich auch selbst mitwirken können. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten, die Kraft der Sonne zu nutzen: Die Photovoltaik und die Solarthermie.

Im Folgenden erklären wir Ihnen die Unterschiede zwischen einer Photovoltaikanlage und einer Solarthermieanlage. Zudem erläutern wir mögliche Formen der Absicherung. Denn bei beiden Formen der Solaranlage handelt es sich um kostspielige Investitionen, die vor Schäden abgesichert werden müssen, wenn man keine finanziellen Ausfälle riskieren möchte.

Der Unterschied: Photovoltaik und Solarthermie

Sowohl die Photovoltaik als auch die Solarthermie nutzen die Kraft der Sonne. Diese lässt sich jedoch unterschiedlich verwerten. So wird bei einer Photovoltaikanlage die Sonnenenergie über spezielle Solarmodule in nutzbaren Strom umgewandelt, der daraufhin in das Stromnetz eingespeist wird. Die Solarthermieanlage nutzt die Sonnenenergie anders – hier wird die Wärmeenergie verwertet. Üblicherweise wird hierzu mittels der Solarenergie Wasser erhitzt. Dieses kann dann einerseits zu Heizzwecken verwendet werden und andererseits auch zur Erhitzung des normalen Leitungswassers dienen. Beide Anlagen ermöglichen die Einsparung von Energiekosten – denn sowohl Heiz- als auch Stromkosten sind in den letzten Jahren merklich angestiegen.

Versicherung für Solaranlagen: Photovoltaik und Solarthermie

Weder die Photovoltaik- noch die Solarthermieanlage sind billige Investitionen. Nicht selten ist ein Kredit erforderlich, um die Anschaffung einer solchen Anlage zu finanzieren. Da jedoch Schäden jederzeit möglich sind, ist eine Absicherung unumgänglich, wenn man sich vor den finanziellen Risiken schützen möchte, die jeder Schaden mit sich bringen kann. Dabei muss grundlegend zwischen zwei Bereichen getrennt werden – Policen, die nur für eine der beiden Anlagentypen aufkommen und Versicherungen, die bezüglich der Deckung keine Unterschiede zwischen Solarthermie und Photovoltaik machen.

 

Stolperfalle

Gerade bei Installation und dem späteren Betrieb einer Solaranlage sollte man sehr stark darauf achten, wann welche Versicherung für welche möglichen Schäden haftet. Denn die Anschaffung der Anlage ist mit hohen Kosten verbunden und Versicherungslücken sollten daher möglichst vermieden werden.

Schutz mit der Haftpflichtversicherung

Die private Haftpflichtversicherung bzw. die Grundbesitzerhaftpflichtversicherung greift dann, wenn durch die Solarthermie- oder Photovoltaikanlage Dritten ein Schaden entsteht. Dies kann zum Beispiel passieren, wenn Bauteile unsachgemäß befestigt worden sind oder durch Sturm gelockert werden und vom Dach des Hauses fallen. Entstehen dabei Sachschäden oder kommen gar Menschen zu Schaden, greift die Haftpflichtversicherung. Allerdings sollte man die Installation der Anlage beim Versicherer melden, so dass dieser die Anlage in den Versicherungsschutz aufnehmen kann.

Schutz mit der Wohngebäudeversicherung

Ähnliches gilt für die Wohngebäudeversicherung. Sofern die Solaranlage als Bestandteil der bestehenden Immobilie eingestuft wird, ist auch hier eine Deckung von Schäden für beide Anlagen möglich. Allerdings lässt die Wohngebäudeversicherung sowohl für die Solarthermie- als auch für die Photovoltaikanlage wesentliche Risiken offen, die sich nur im Rahmen spezieller Versicherungen abschließen lassen. Daher ist eine Solarversicherung in jedem Fall empfehlenswert.

Schutz mit der Bauleistungsversicherung

Wird die Solarthermie- oder Photovoltaikanlage im Zuge eines Neubaus installiert, kann hier die Bauleistungsversicherung greifen. Denn gerade dann, wenn ohnehin am Haus gebaut wird, kann es dabei leicht zu Schäden an der Solaranlage kommen.

Solarthermieanlage und ihre Versicherung

Die Nebenkosten für Heizung und Warmwasser steigen seit Jahren an. Solarthermieanlagen können erhebliche Kostenersparnisse einbringen, so dass sich diese Investition schon nach einigen Jahren wirklich lohnen kann. Dies funktioniert jedoch nur dann, wenn die Anlage auch über einen langen Zeitraum hinweg einwandfrei läuft. Allerdings können jederzeit Schäden an der Anlage entstehen, die teure Reparaturen notwendig machen und zudem zu Betriebsausfällen führen.

Eine Solarthermie-Versicherung kann alle Schäden abdecken, die an der Anlage durch Umwelteinwirkungen oder Bauteilversagen entstehen können. Die Allgefahrendeckung geht dabei über den Schutz der Wohngebäudeversicherung hinaus und sollte von jedem Besitzer einer Solarthermieanlage in Betracht gezogen werden.

Photovoltaikanlage und ihre Versicherung

Photovoltaikanlagen werden inzwischen in vielen Bereichen genutzt. Als kleine, dezentrale Kraftwerke liefern sie Strom für Privathaushalte, aber auch für Unternehmen. Wer eine solche Anlage betreibt, sollte sich hinsichtlich der Haftung und bezüglich eventueller Schäden absichern, da es sonst nicht nur zu finanziellen Ausfällen, sondern auch jederzeit zu ungeplanten Kosten kommen kann.

So muss bei einem Schaden, der die Anlage zum Stillstand bringt, bedacht werden, dass wieder aus dem allgemeinen Stromnetz Strom bezogen werden muss, was zu zusätzlichen Kosten führt. Aber auch wer seine Anlage auf fremdem Grund oder einem angemieteten Dach betreibt, muss sich bewusst sein, dass er für Schäden, die durch die Anlage geschehen, haftbar gemacht werden kann. Löst sich etwa ein Teil der Anlage und verletzt einen Passanten, kann nur eine Betreiberhaftpflichtversicherung vor hohen Folgekosten schützen.

Auch in der Bauphase kann die Anlage beschädigt werden. Hier greift allerdings meist die Montageversicherung des Installateurs, die unter anderem für Diebstahl, Brand, Fahrlässigkeit und Montagefehler aufkommt.

Für Besitzer einer Solarstromanlage ist der Abschluss einer Photovoltaik-Versicherung jedoch trotzdem sehr empfehlenswert, da vor allem dann hohe Kosten entstehen, wenn die Anlage etwa durch Naturereignisse stark beschädigt wird. Denn Photovoltaikanlagen sind technische Geräte, deren Reparatur oft kostspielig ist. Die Allgefahrendeckung einer Photovoltaikversicherung greift hier bei Naturereignissen wie

  • Frost,
  • Unwetter,
  • Hagel,
  • Schneedruck
  • Blitzeinschlag
  • Überspannung oder

Kurzschluss etwa in Folge eines Konstruktionsfehlers. Auch Diebstahl und Vandalismus sind abgesichert. Darüber hinaus können sich Anlagenbesitzer auch gegen den finanziellen Ausfall bei Stillstand der Anlage versichern.

 

Spartipp

Besonders bei einer Photovoltaikanlage ist es wichtig, bei der Suche nach einer geeigneten Versicherung auf Aspekte wie Größe der Anlage oder Bauartklasse zu achten. Einerseits können sich hier Sparpotentiale ergeben, andererseits kann der Versicherungsschutz verfallen, wenn es zu unbeabsichtigten Falschangaben kommt.

Vergleich kostenlos und unverbindlich nutzen

Gerade unter dem Aspekt der hohen Investitionskosten lohnt es, sich bereits im Vorfeld der Anschaffung mit dem Thema Solarversicherung auseinanderzusetzen und einen umfassenden und unabhängigen Tarifvergleich durchzuführen. Nutzen Sie diese Möglichkeit kostenlos und unverbindlich und entdecken Sie die Vorteile und Nachteile der einzelnen Angebote am Markt.

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