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Sterbegeldversicherung

Sterbegeldversicherung
  • Angehörige vor hohen Kosten schützen
  • Würdevolle Bestattung
  • Keine Gesundheitsfragen

Sterbegeldversicherung

Eine Sterbegeldversicherung schützt Ihre Angehörigen vor den hohen Kosten, die im Falle Ihres Todes auf sie zukommen und sichert Ihnen zugleich eine würdevolle Bestattung. So müssen weder Sie noch Ihr Partner bzw. Ihre Kinder Kompromisse eingehen. Denn Bestattungen werden auch in Deutschland immer teurer. 

Die Geschichte des gesetzlichen Sterbegelds

Das Sterbegeld war ursprünglich eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. So wurde bis Ende 2003 beim Tod eines gesetzlich Krankenversicherten die Geldleistung gezahlt, um einen Teil der Bestattungskosten zu tragen. Zuletzt betrug das Sterbegeld 525 Euro für gesetzlich Versicherte, bzw. 262,50 Euro für familienversicherte Angehörige. Doch zu diesem Zeitpunkt war das Sterbegeld bereits mehrfach gekürzt worden, im Jahr 1998 zahlte die jeweilige Krankenkasse noch bis zu 3.100 Euro. Inzwischen gibt es diese Form der finanziellen Unterstützung jedoch nicht mehr. Die Bestattungskosten müssen so aus der Erbmasse des Verstorbenen bestritten werden. Gegebenenfalls zahlen auch die Angehörigen für die entstehenden Kosten.
 

Was kostet eine Bestattung?

Die Kosten für eine Bestattung in Deutschland richten sich nach der Art des Begräbnisses, ob es sich beispielsweise um eine Bestattung im Sarg oder einer Urne handelt, Ort und Gestaltung des Begräbnisses. Im Schnitt fallen bei einem Todesfall durch die Bestattung und allen damit verbundenen Dienstleistungen, wie der Überführung oder der Grabbepflanzung, Kosten in Höhe von 7.000 bis 8.000 Euro an. Die genauen Kosten, die im Todesfall anfallen, werden von vielen Menschen, die sich bisher nie um die Bestattung einer geliebten Person kümmern mussten, unterschätzt. Schließlich muss bei einer Erdbestattung nicht nur der Sarg bzw. die Urne bezahlt werden. Auch der Grab- oder Urnenplatz kostet Geld, ebenso wie ein Grabstein, der Trauerredner oder die spätere Grabpflege durch den Friedhofsgärtner.
 
Beispielrechnung Bestattungskosten
 
Sarg, Kiefer massiv 800 €
Grabstein mit Einfassung  2.700 €
Ankleiden und Einbetten 140 €
Allgemeine Verwaltung  210 €
Aufbahrung  250 €
Totenschein und Sterbeurkunde  70 €
Traueranzeige 330 €
Trauergesteck  250 €
Trauerredner und Musiker  450 €
Friedhofsgebühren und Grabnutzung  2.800 €
Gesamtkosten 8.000 €
 

So funktioniert eine Sterbegeldversicherung

Wer eine würdevolle Bestattung haben möchte, kommt nicht umhin, sich auch die Frage zu stellen, wie die anfallenden Kosten bestritten werden sollen. Nach der Abschaffung des gesetzlichen Sterbegelds bietet die private Sterbegeldversicherung die Möglichkeit zur Vorsorge. Dabei zahlt der Versicherte in der Regel monatlich einen Beitrag an die Versicherung. Diese leistet im Todesfall eine vorher vereinbarte Versicherungssumme an die Begünstigten (zum Beispiel Ehepartner oder Kinder), die mit diesem Geld die Kosten für die Bestattung begleichen können. 
 
Die Höhe der Versicherungsbeiträge ist abhängig vom Alter des Versicherten beim Versicherungsbeginn, gegebenenfalls Vorerkrankungen und Höhe der Versicherungssumme. Oftmals wird zudem eine begrenzte Beitragszahlung vereinbart. Insbesondere jüngere Versicherte zahlen so bei einigen Tarifen nur bis zum Alter von 65 Jahren um so für die Bestattung vorzusorgen. Vereinbart man hier beim Versicherer eine längere Beitragszahlung, verringern sich entsprechend die monatlichen Prämien. Alternativ kann auch mittels eines Einmalbeitrags die Sterbevorsorge finanziert werden.
 

Vorteil der Sterbegeldversicherung

Das in der Sterbegeldversicherung angesparte Kapital gehört zum sogenannten Schonvermögen. Das bedeutet, sinkt etwa im Alter durch den Renteneintritt das Einkommen, muss die Sterbegeldversicherung nicht gekündigt und das Kapital für den Lebensunterhalt verwendet werden, wenn Sozialleistungen beantragt werden. Dies ist einer der großen Vorteile der Sterbegeldversicherung. Denn legt man alternativ das Geld zur Seite und zahlt es beispielsweise auf ein Sparbuch ein, so muss das Kapital aufgebraucht werden, bevor Sozialleistungen gezahlt werden.
 
Auch Menschen mit einem mittleren bis guten Einkommen sollten diesen Faktor nicht vernachlässigen. Ist man etwa im Alter auf Pflege angewiesen, so können die Kosten hierfür schnell die eigenen Rentenbezüge übersteigen und Sozialleistungen notwendig werden. Mit einer privaten Sterbegeldversicherung sichert man sich auch in diesem Fall eine würdevolle Bestattung.
 

Ist eine Sterbegeldversicherung sinnvoll?

Die Sterbegeldversicherung ist dann sinnvoll, wenn die Bestattungskosten nicht ohne weiteres aus der Erbmasse beglichen werden können und die eigenen Angehörigen im Todesfall nicht noch zusätzlich finanziell belastet werden sollen. Wer sich für eine Sterbegeldversicherung interessiert, sollte allerdings im Vorfeld überprüfen, ob im Fall der Fälle nicht bereits ein Sterbegeld vom Arbeitgeber gezahlt wird. 
 
So erhalten beispielsweise die Angehörigen von Beamten (auch im Ruhestand) im Rahmen des Beamtenversorgungsgesetzes ein Sterbegeld. Dieses umfasst das Zweifache der letzten Dienstbezüge bzw. des Ruhegehaltes. Das Beamten-Sterbegeld ist meist ausreichend um zumindest den Großteil der Bestattungskosten abzudecken. Manchmal zahlt auch bei Arbeitnehmern der Arbeitgeber ein Sterbegeld. Dies ist dann im Arbeits- oder Tarifvertrag geregelt. Hinzu kommt ggf. ein Sterbegeld aus der betrieblichen Altersversorgung.
 
In den genannten Fällen ist eine Sterbegeldversicherung meist weniger sinnvoll, da die finanziellen Belastungen durch eine Bestattung mit den Leistungen vom Dienstherrn, Arbeitgeber oder der betrieblichen Versorgung bereits abgedeckt sind.
 
Wer bereits älter ist und sich nun intensiver mit dem Thema Tod auseinandersetzt, sollte vor Abschluss einer Sterbegeldversicherung überprüfen, ob sich eine monatliche Zahlweise oder aber die Sterbegeldvorsorge per Einmalbetrag empfiehlt. So wird Menschen im Alter von 50-65 Jahren eher zu einer einmaligen Zahlung geraten, da sonst die monatlichen Beiträge zu hoch ausfallen.
 

Sterbegeldversicherung kündigen?

Eine Sterbegeldversicherung kann wie jede andere Kapitallebensversicherung gekündigt werden. Die Frist hierfür ist abhängig von der Zahlweise (monatlich, vierteljährlich, jährlich) und beträgt jeweils einen Monat nach Zahlung der letzten Rate. Bei einer Kündigung erhält der Versicherte von dem Anbieter den aktuellen Rückkaufwert zurückerstattet. Da in der Regel fällige Verwaltungskosten und Gebühren zu Beginn der Versicherungslaufzeit über die Beiträge abgegolten werden, ist der Rückkaufwert im Vergleich zu den gezahlten Beiträgen am Anfang aber sehr gering.
 
Es besteht zudem die Möglichkeit, die Versicherung stattdessen beitragsfrei zu stellen, wenn ein festgelegter Mindestwert erreicht wurde. In diesem Fall läuft die Versicherung weiter, ohne dass Beiträge gezahlt werden müssen. Im Todesfall wird dann allerdings ein geringerer Betrag an die Hinterbliebenen ausgezahlt. 
 
 
 

Redaktions-Tipp: Beiträge zur Sterbegeldversicherung absetzen

Je nach Art der Sterbegeldversicherung lassen sich die Versicherungsbeiträge in der Steuererklärung als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Dies ist unter dem Punkt „Anlage Vorsorgeaufwand: Weitere sonstige Vorsorgeaufwendungen“ möglich.


Sterbegeldversicherung und Steuern – Wann ist das Sterbegeld zu versteuern?

Ob das Sterbegeld versteuert werden muss oder nicht, hängt von der Art der Leistungen ab. Das Sterbegeld für Beamte muss beim Empfänger, also beispielsweise dem hinterbliebenen Ehepartner oder den Kindern als sonstiger Bezug versteuert werden. Das gleiche gilt für Sterbegeld-Leistungen, die vom Arbeitgeber des Verstorbenen gezahlt werden. In beiden Fällen ist das Sterbegeld lohnsteuerpflichtig, aber sozialabgabenfrei. Es gilt die Steuerklasse des jeweiligen Erben.
 
Leistungen aus der Sterbegeldversicherung sind hingegen einkommenssteuerfrei. Dies gilt jedoch nur für die Todesfallleistungen. Wird die Sterbegeldversicherung hingegen gekündigt, unterliegt der Rückkaufwert der Einkommenssteuer.