Hundesteuer Sachsen-Anhalt

Hundesteuer Sachsen-Anhalt
  • Hundehaftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben
  • Landesweite Leinenpflicht zur Brut- und Nistzeit
  • Hundesteuer ab 90 Euro
  • Transponderkennzeichnung und Zentralregister für alle Hunde

Hundesteuer und Hundehaftpflicht in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt gehört zu den sechs Bundesländern in Deutschland, in denen eine Hundehaftpflichtversicherung für alle Hunde, unabhängig von Größe oder Rasse, vorgeschrieben ist. Hinzu kommt die landesweite Leinenpflicht für Hunde in der Brut- und Nistzeit. Jäger haben sogar das Recht, einen Hund zu töten, sobald sich dieser nicht im Wirkungsbereich seines Halters befindet. Diese strenge Regelung haben sonst nur noch Saarland und Brandenburg.

Leinenzwang in Sachsen-Anhalt (Halle, Magdeburg und Dessau-Roßlau)

Hundesteuer Sachsen Anhalt
Die Hundehaftpflicht ist in
Sachsen-Anhalt Pflicht

Der Paragraph 10 des Feld- und Forstordnungsgesetzes (FFOG) von Sachsen-Anhalt schreibt vor, dass es verboten ist, Hunde in „Feld oder Wald einschließlich angrenzender öffentlicher Straßen unbeaufsichtigt laufen zu lassen oder sie dort aus- oder zurückzusetzen. Hunde sind in der Zeit zwischen dem 1. März und dem 15. Juli anzuleinen.“ So gelten in diesem Bundesland auch besonders strenge Regelungen nach dem Jagdgesetz. Befindet sich der Hund nicht im Wirkungsbereich des Hundehalters, gilt das Tötungsrecht für den Jäger. Lassen Sie daher Ihren Vierbeiner in Sachsen-Anhalt nicht aus den Augen und an der Leine. Weitere Bestimmungen für die Leinenpflicht können Gemeinden jederzeit erheben.

Die Hunde von Halle müssen beispielsweise auf öffentlichen Straßen, öffentlichen Grün-, Park- und Gartenanlagen, auf Brücken, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf Märkten an der Leine gehalten werden. Hinzu kommen Bereiche wie Kaufhäuser, Fußgängerzonen und größere Menschenansammlungen.

Die Leinenpflicht in der Landeshauptstadt Magdeburg besteht auf allen öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen. Zusätzlich gilt der Leinenzwang in Einkaufszentren, im Stadtpark Rotehorn, im Klosterbergegarten und im Herrenkrug.

Für die drittgrößte Stadt Sachsen-Anhalts, Dessau-Roßlau, scheint es hingegen keine weiteren Regelungen für die Leinenpflicht zu geben. Hundehalter müssen sich nur an die Bestimmung des Bundeslandes halten.

Maulkorbpflicht in Sachsen-Anhalt

Eine generelle Maulkorbpflicht gibt es in Sachsen-Anhalt nur für als gefährlich eingestufte Hunde. Die Gemeinden können für ihren Verwaltungsbereich eigene Gesetze für die Maulkorbpflicht erlassen. Die Stadt Halle hat geregelt, dass Hunde im Zweifel einen Maulkorb tragen müssen, wenn der Hundehalter nicht durch seine körperliche Konstitution in der Lage ist, den Hund an der Leine zu halten. Generell besteht allerdings auch die Möglichkeit, bei der zuständigen Behörde eine Entbindung von der Maulkorbpflicht zu beantragen.

Kampfhunde in Sachsen-Anhalt

Am 01. März 2009 trat in Sachsen-Anhalt das Gesetz zur Vorsorge gegen die von Hunden ausgehenden Gefahren in Kraft. Mit diesem sind alle Hundehalter von gefährlichen Hunden dazu verpflichtet, eine Hundehaftpflichtversicherung abzuschließen, ihren Hund einem Wesenstest zu unterziehen, selbst einen Sachkundenachweis zu erbringen und ihren Hund mit einem Transponder zu versehen. Weiterhin sind die Vierbeiner in ein zentrales Register einzutragen. Unabhängig von der Rasse werden Hunde als gefährlich eingestuft, wenn sie eine gesteigerte Aggressivität und Kampfbereitschaft aufweisen oder Menschen bzw. Tiere beißen. Gefährliche Hunde dürfen nur mit Erlaubnis des zuständigen Amtes gehalten werden.

Als gefährliche Hunde gelten die Rassen:

  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Bullterrier
  • Pitbull Terrier
  • Bullterrier

Hundesteuer für Halle, Magdeburg und Dessau-Roßlau

Wie in jedem anderen Bundesland auch, wird die Hundesteuer in Sachsen-Anhalt von der entsprechenden Gemeinde erhoben. So ergeben sich von Gemeinde zu Gemeinde verschiedene Steuersätze. Außerdem werden neben den vier Rassen, die in Sachsen-Anhalt als gefährlich gelten, weitere Rassen in den Gemeinden als gefährlich gesehen. So können unter anderem auch Mastino Napoletano, Dogue de Bordeaux, Bandog und Tosa Inu sowie der römische und chinesische Kampfhund als gefährlich eingestuft sein. Für sie gibt es einen eigenen Steuersatz. Für die Top-Städte Sachsen-Anhalts sieht die Hundesteuer wie folgt aus.

Halle:

100 Euro für den Ersthund, 180 Euro jeder weitere Hund, 720 Euro gefährlicher Hund

Magdeburg:

96 Euro für den Ersthund, 144 Euro für den Zweithund, 192 Euro jeder weitere Hund, 500 Euro gefährlicher Hund

Dessau-Roßlau:

90 Euro für den Ersthund, 180 Euro für den Zweithund, 192 Euro jeder weitere Hund, 700 Euro gefährlicher Hund

Hundehaftpflichtversicherung

Nicht nur die Besitzer gefährlicher Hunde sind in Sachsen-Anhalt zur Hundehaftpflichtversicherung gesetzlich verpflichtet. Auch alle anderen Hundebesitzer müssen ihre Vierbeiner mit einer Hundehaftpflichtversicherung ausstatten. Spätestens drei Monate nach Geburt des Hundes hat der Versicherungsnachweis beim Amt vorzuliegen. Daneben müssen auch alle Hunde mit einem Transponder gekennzeichnet und in ein zentrales Register eingetragen werden. Um keine Bußgelder oder sogar die Wegnahme Ihres Hundes aufgrund einer fehlenden Hundehaftpflichtversicherung zu riskieren, erstellen Sie sich gleich ein kostenloses Angebot mithilfe unseres Hundehaftpflicht-Tarifrechner für Ihren Vierbeiner in Sachsen-Anhalt.

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