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Altersvorsorgepflicht

für Selbstständige und Freiberufler
Altersvorsorgepflicht
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Altersvorsorgepflicht für Selbstständige und Freiberufler

Einst von den ehemaligen Arbeitsministerinnen Ursula von der Leyen und Andrea Nahles gefordert hat sich die neue Große Koalition nun vorläufig auf eine Altersvorsorgepflicht für Selbstständige und Freiberufler geeinigt. Die Pflicht gilt für alle selbstständig arbeitenden Berufstätigen, die bisher noch nicht für das Alter vorsorgen. Ziel ist es, die Altersarmut gerade in dieser Personengruppe zu senken.

Gestaltung der Altersvorsorgepflicht

Für Selbstständige und Freiberufler soll künftig eine gründerfreundlich ausgestaltete Altersvorsorgepflicht eingeführt werden. Dies betrifft alle Menschen, die nicht bereits obligatorisch rentenversichert sind, etwa im Rahmen eines berufsständischen Versorgungswerks. Mit Inkrafttreten der neuen Regelung müssen alle selbstständig arbeitenden Menschen zwischen der gesetzlichen Rentenversicherung und einer privaten Altersvorsorge wählen. Die Vorsorgeform muss insolvenz- und pfändungssicher sein sowie eine Rente oberhalb des Grundsicherungsniveaus ermöglichen. Dieses liegt derzeit bei durchschnittlich 800 Euro im Monat.

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Vorsorgepflicht für Selbstständige schon lange angestrebt

Schon lange Zeit hat die Politik eine Altersvorsorgepflicht für Selbstständige angestrebt. Während die Pläne der ehemaligen Arbeitsministerin Andrea Nahles eher vage blieben, sah ihre Vorgängerin Ursula von der Leyen eine konkrete Ausgestaltung der Vorsorgepflicht vor. Demnach wären Selbstständige und Freiberufler, die noch nicht in eine private Altersvorsorge investiert haben, zwangsverpflichtet gewesen, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen. Dies hätte alle Menschen betroffen, die nicht nur vorübergehend ihre selbstständige beziehungsweise freiberufliche Tätigkeit ausüben und dabei ein Einkommen von mehr als 400 Euro im Monat erzielen.

Hätten sich die Pläne durchgesetzt, wären alle selbstständig arbeitenden Menschen, die noch keine 30 Jahre alt sind, von der Versicherungspflicht betroffen gewesen, ebenso wie alle, die nach Inkrafttreten eine selbstständige Tätigkeit aufgenommen hätten. Selbstständig arbeitende Menschen zwischen 30 und 50 Jahren hätten die Wahl zwischen privater Altersvorsorge und gesetzlicher Rentenversicherung gehabt. Selbstständige über 50 Jahren wären hingegen nicht zu Vorsorgemaßnahmen verpflichtet gewesen.

 

Altersvorsorge frühzeitig planen

Wer bereits jung in eine private Altersvorsorge investiert, hat insgesamt geringere Beiträge und im Alter durchschnittlich eine höhere Rente zu erwarten. Daher lohnt es sich für junge Selbstständige und Freiberufler bereits jetzt vor Umsetzung der neuen Regelungen die private Altersvorsorge anzupacken.

Wahl zwischen gesetzlicher und privater Altersvorsorge

Andrea Nahles hatte in der Vergangenheit eine Vorsorgepflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung für Selbstständige vorgesehen. CDU/CSU pochten allerdings auf eine Wahlfreiheit zwischen gesetzlicher und privater Altersvorsorge. Die nun geplante Altersvorsorgepflicht folgt demnach den Plänen der Union. Abzuwarten bleibt nun, wann die Regelungen konkret umgesetzt werden und wie diese genau ausgestaltet sind.

Voraussetzung für private Altersvorsorge

Die Altersvorsorge, die neben der gesetzlichen Rentenversicherung gewählt werden darf, ist gewissen Auflagen unterworfen. So muss sie insolvenzgeschützt und pfändungssichert sein. So kommen etwa Rürup-Produkte für die geplante Vorsorgepflicht in Frage, die in der Regel diese Kriterien erfüllen. Ganz nebenbei profitieren Rürup-Sparer hierbei von erheblichen Steuervorteilen. Für manche Selbstständige werden sich aber auch andere Finanzprodukte lohnen. Um die optimale Form der Altersvorsorge für Ihre persönlichen Lebensumstände zu finden, ist daher sinnvoll, verschiedene individuelle Angebote einzuholen und diese miteinander zu vergleichen.

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