Studie zur Zahnzusatzversicherung für Berater

Studie zeigt: Verbraucher handeln erst, wenn es schmerzt

  • Verbraucher kümmern sich erst mit 55 Jahren um eine Vorsorge.
  • Obwohl 55 Prozent über fehlende Zähne klagen, melden sie sich erst zehn Jahre später.
  • 94 Prozent der Erwachsenen haben mind. eine Zahnfüllung.

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finanzen.de hat eine Studie zum Vorsorgebedarf bei der Mundgesundheit durchgeführt. Die Grundlage bilden die demografischen Merkmale unserer Kunden aus den letzten vier Jahren. Als Deutschlands führender Marktplatz für Finanz- und Versicherungsleads können wir sagen, wann sich Verbraucher aktiv um die Absicherung ihrer Zahngesundheit bemühen.

Die Auswertung von mehr als 150.000 Usern wurde mit den Erkenntnissen der Fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) verglichen. Dabei haben wir besonderes Augenmerk darauf gelegt, in welchem Alter Verbraucher das höchste Interesse an der Zahnzusatzversicherung haben und wann die meisten Probleme im Mundraum auftreten. Laut der Fünften Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V) stellen die nachfolgenden Bereiche die schwerwiegendste Beeinträchtigung der Zahngesundheit dar.

Inhaltsübersicht

Karies & Vorsorgebedarf

Die folgende Statistik zeigt, wie viel Prozent einer Altersgruppe von Karies betroffen sind. Außerdem werden die Ergebnisse unserer Studie ersichtlich. Wie alt sind die User, wenn sie sich für eine Zahnzusatzversicherung interessieren?

  • Die meisten User interessieren sich für eine Vorsorge, wenn Sie 55 Jahre alt sind. Das heißt, dass 63 Prozent unserer Verbraucher sich erst mit einer Absicherung beschäftigen, wenn bereits Probleme aufgetreten sind.
  • Der Anteil der gefüllten Zähne nimmt mit dem Alter ab, da diese so stark kariös sind, dass sie nur noch ersetzt werden können.
  • Um zerstörte Zahnteile zu entfernen, werden sie ausgebohrt und anschließend mit Füllungen versorgt.
  • Zahnfüllungen können aus Amalgam, Kunststoff-Mischungen, Keramik oder aus einer Goldlegierung gemacht werden. Bei einer Kunststofffüllung fallen beim Patienten in der Regel Kosten von 30 bis 120 Euro pro Füllung an. Das ist ihr Eigenanteil je nach Behandlungsaufwand.
  • Für eine Kompositfüllung im Seitenzahnbereich sind es 30 bis 80 Euro. Für ein Goldinlay 280 bis 380 Euro und für ein Keramikinlay 350 bis 400 Euro.
  • Ist der Zahn stärker von Karies betroffen, kann eine Teilkrone oder Krone nötig sein. Dafür beträgt der Eigenanteil je nach Versorgungsform zwischen 300 und 1.000 Euro.

”Da die meisten Menschen früher oder später Zahnprobleme bekommen, ist die Krankenzusatzversicherung-Zahn nicht nur für viele Verbraucher, sondern auch für viele Berater ein attraktives Produkt. Die Zahnzusatzversicherung kann einen Einstieg in weiterführende Gespräche bieten.” 

  • Sabine Koch

    Director Sales & Customer Success

Zahnfleisch­erkrankungen

Die häufigste und auch schwerste Form der Zahnfleischerkrankung ist die Parodontitis. Sie zählt zu den Hauptursachen für Zahnverlust bei Erwachsenen.

Das Tückische an der Erkrankung ist, dass sie nie rückgängig gemacht, sondern immer nur zum Stillstand gebracht werden kann. Die nachstehende Grafik veranschaulicht den Grad der Zahnfleischerkrankungen pro Alter.

  • Parodontitis zeigt sich durch gelegentliches Zahnfleischbluten, Zahnbelag und zurückgehendes oder geschwollenes Zahnfleisch. Besonders im Anfangsstadium ist es für Patienten nur schwer erkennbar.
  • Laut der Mundgesundheitsstudie kann eine regelmäßige, professionelle Zahnreinigung das Risiko einer parodontalen Erkrankung vermindern. Die Kosten dafür sind zwischen 80 und 120 Euro.
  • Risikofaktoren sind etwa das Rauchen, eine genetische Disposition oder Diabetes.
  • Eine Parodontitis-Behandlung ist aufwendig, langwierig und je nach Art der Behandlung selbst zu bezahlen. Beispielsweise kann die Rechnung für eine Laser- oder Plasmatherapie des ganzen Gebisses bei 400 Euro liegen. Jedoch kann sie dafür vor Zahnverlust bewahren.
  • Die Nachsorge ist für den Erfolg der Therapie wichtig, wird jedoch im Regelfall nicht von den Kassen übernommen. Hierfür können die Kosten zwischen 50 und 180 Euro betragen.

Zahnverlust und Versorgung mit Prothesen

Bereits in der Gruppe der 35- bis 44-Jährigen haben 22,7 Prozent der Probanden mindestens einen Zahn ersetzen lassen müssen. Das heißt, dass mindestens Kosten in Höhe von 330 Euro entstanden sind.

  • Die Kassenleistung ist die preiswerteste Lösung beim Zahnersatz und wird als Regelversorgung bezeichnet. Rund 330 Euro ruft der Zahnarzt für das Einsetzen einer metallenen Krone auf. Davon werden ab dem 1. Oktober 2020 60 Prozent von der Kasse übernommen. Im Härtefall ist sie kostenfrei.
  • Festsitzender Zahnersatz umfasst die folgenden Versorgungsformen und wird angewendet, wenn die Lücke nicht sonderlich groß ist: Kronen, Brücken oder Zahnimplantate.
  • Bei einer Brücke kostet die Regelversorgung je nach Größe der Lücke im Seitenzahnbereich inklusive Festzuschuss zwischen 670 Euro und 870 Euro.
  • Implantate werden nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt und kosten inklusive Zahnersatz in der Regel zwischen 1.500 und 3.500 Euro. Bei mehreren Implantaten wird es fünfstellig.
  • Herausnehmbarer Zahnersatz wird notwendig, wenn eine größere Lücke geschlossen werden muss. Dafür nutzen Ärzte Klammer-, Modellguss-, Teleskop- oder Totalprothesen.

”Unsere Untersuchung hat deutlich gemacht, dass sich die User typischerweise erst mit diesem Produkt beschäftigen, wenn Sie bereits Beschwerden feststellen oder einen Kostenvoranschlag vom Zahnarzt vorgelegt bekommen.”

  • Sabine Koch

    Director Sales & Customer Success

Die Kosten im Überblick

Die Fakten im Überblick:

  • Die meisten User interessieren sich für eine Vorsorge, wenn sie 55 Jahre alt sind. Das heißt, dass 63 Prozent unserer Verbraucher erst dann aktiv werden, wenn bereits Beschwerden oder Erkrankungen im Mundraum vorhanden sind.
  • Laut der Deutschen Mundgesundheitsstudie haben bereits 94 Prozent der 35 – 44 Jährigen mindestens eine Zahnfüllung. 57 Prozent der Altersgruppe fehlt wenigstens ein Zahn.
  • Knapp die Hälfte der Erwachsenen ( 35 – 44 Jährigen) leiden an einer moderaten bis schweren Parodontitis. Dazu ließen sich bereits 23 Prozent dieser Altersgruppe einen Zahn ersetzen.
  • Die Leistungen und Kosten der KVZ-Z orientieren sich stark an dem Status quo der Mundgesundheit.
  • Gerade junge Leute sollten sich individuell beraten lassen, um ein auf ihre Bedürfnisse angepasstes Leistungspaket beziehen zu können.
  • Da eine Erkrankung höchst wahrscheinlich ist und die Beiträge im jungen Alter elementar günstiger sind, sollten junge Menschen aktiv werden.
  • Je länger die Verbraucher warten, desto mehr Geld müssen sie zurücklegen. Laut der DMS V wird der Besuch beim Zahnarzt definitiv notwendig.
  • Die eigenen Zähne stellen oftmals auch einen emotionalen Wert dar, der sich mit keiner kostengünstigen Lösung wiederherstellen lässt. Daher geht der Trend zu ästhetischen Versorgungsformen wie Implantaten oder Keramikinlays. Diese sind ohne eine Krankenzusatzversicherung sehr teuer.