0800 300 3009

Kostenlose Service-Hotline

 
Berufsunfähigkeits-
versicherung
Ratgeber
Welche Kosten kommen auf mich zu? Wie setzen sie sich zusammen? Diese und weitere Fragen werden hier beantwortet.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Wie setzen sich die Kosten zusammen?

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung haben mehrere persönliche und vertragliche Faktoren einen Einfluss auf die monatlichen Kosten. Eine pauschale Beitragshöhe zu nennen, ist daher nicht möglich. Je nach Anbieter und Anforderungen an die Versicherung können die monatlichen Ausgaben für den Schutz im zwei- oder dreistelligen Bereich liegen.

Individuelle Faktoren für die Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten

Die Kosten für eine Berufsunfähigkeitsversicherung hängen von verschiedenen Kriterien ab:

Doch selbst wenn diese Faktoren gleich sind, schwanken die Kosten je nach Anbieter deutlich. Ein aktueller Test zur Berufsunfähigkeitsversicherung vom Handelsblatt aus dem November 2018 zeigt beispielsweise, dass die Beitragshöhe für einen 30-jährigen Akademiker zwischen 46 Euro und 85 Euro im Monat variiert. Eine kaufmännische Angestellte würde monatlich zwischen 109 Euro und 252 Euro zahlen.

Entsprechend wichtig ist es, bei der Wahl der persönlich besten Berufsunfähigkeitsversicherung mehrere Angebote zu berücksichtigen. Nur so lässt sich ein Tarif finden, mit dem Interessierte sowohl preislich als auch inhaltlich langfristig zufrieden sind.

  • Alter

Das Alter wirkt sich maßgeblich auf die Höhe der Prämie für eine Berufsunfähigkeitsversicherung aus. Je älter der Kunde bei Vertragsabschluss ist, desto höher fallen auch die monatlichen Kosten aus. Grund ist, dass sich mit dem Alter meist der Gesundheitszustand verschlechtert. Dementsprechend größer ist das Risiko, dass eine Erkrankung in die Berufsunfähigkeit führt und der Versicherer die vereinbarte Rente leisten muss.

Da Kunden bei manchen Versicherern mit dem Jahreswechsel automatisch ein Jahr älter werden, kann es sich zum Ende eines Jahres lohnen, wenn sich Interessierte mit dem Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung beeilen. Denn erfolgt dieser noch im alten Jahr, sind die Kosten in der Regel etwas geringer.

  • Gesundheitszustand

Was eine Berufsunfähigkeitsversicherung kosten kann, wird durch eventuelle Vorerkrankungen beeinflusst. Daher erkundigt sich der Versicherer beim Abschluss der Versicherung mithilfe von Gesundheitsfragen nach der gesundheitlichen Verfassung des Antragsstellers. Dieser bewertet jede Versicherungsgesellschaft unterschiedlich, sodass die Beitragszahlungen bei vergleichbaren Leistungen unterschiedlich ausfallen.

Prinzipiell gilt, dass Vorerkrankungen durch sogenannte Risikozuschläge zu höheren Kosten führen. Denn die Wahrscheinlichkeit einer späteren Berufsunfähigkeit ist bei früheren oder aktuellen Erkrankungen höher. Wer beispielsweise unter Bluthochdruck leidet, hat ein höheres Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden und berufsunfähig zu werden.

  • Beruf

Die unterschiedlichen Berufe werden entsprechend ihrer Wahrscheinlichkeit für Berufsunfähigkeit einer von vier, fünf oder mehr Risikogruppen zugeordnet. Diese hat Einfluss auf die Kosten für die Berufsunfähigkeitsversicherung. Die Einordnung der einzelnen Berufe ist jedoch von Anbieter zu Anbieter verschieden.

Was die unterschiedlichen Gruppen bedeuten können, verdeutlich die folgende Tabelle. Für die Beiträge gilt: Je höher das Risiko einer Berufsunfähigkeit, desto höher fallen die Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten aus.

Kategorie Bedeutung
Risikogruppe 1 Geringe Wahrscheinlichkeit einer späteren Berufsunfähigkeit. Darunter sind Berufe mit sehr geringer körperlicher Belastung gefasst, etwa Architekt, Programmierer oder Steuerberater. Für die Berufsunfähigkeitsversicherung bedeutet dies, dass die Kosten für diese Gruppe in der Regel vergleichsweise gering sind.
Risikogruppe 2 Personen weisen ein normales Risiko auf, in Zukunft eine Berufsunfähigkeitsversicherung in Anspruch nehmen zu müssen. Dies gilt etwa für Bürokaufleute, Heilpraktiker oder Sozialpädagogen.
Risikogruppe 3 Ein erhöhtes Risiko besitzen beispielsweise Erzieher, Friseure oder Verkäufer. Sie können der zugeordnet werden.
Risikogruppe 4 oder 5 Dachdecker und Gerüstbauer besitzen ein besonders hohes Risiko, im Laufe ihres Lebens berufsunfähig zu werden. Denn sie sind Gefahren wie Stürzen oder anderen Unfällen ausgesetzt. Auch Elektriker, Bäcker und Altenpfleger zählen zu dieser Gruppe.
  • Hobbys

Gehen Interessierte ein bestimmtes Hobby nach, kann sich dies auf Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung niederschlagen. Zu den Freizeitaktivitäten, die Versicherer kritisch sehen, gehören beispielsweise Extremsportarten wie Tauchen, Boxen oder Mountainbiking. Hier müssen Personen gegebenenfalls Risikozuschläge zahlen oder werden sogar von der Versicherung abgelehnt. Gleiches gilt für Motorradfahrer.

Aufgrund des höheren Leistungsrisikos kann es beim Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung vorkommen, dass Kunden nach solchen riskanten Hobbys befragt werden. Antworten sie nicht wahrheitsgemäß, verletzen sie ihre Anzeigepflicht. Die Versicherung kann dann im Fall von Berufsunfähigkeit die Rentenzahlung verweigern.

Dies gilt allerdings nur für Aktivitäten, denen bereits zum Zeitpunkt des Abschlusses nachgegangen wurden. Wer sein Hobby im Nachhinein aufnimmt, ist in der Regel nicht verpflichtet, dies der Gesellschaft zu melden.

  • Höhe der Berufsunfähigkeitsrente

Die Höhe der monatlichen Berufsunfähigkeitsrente vereinbaren Interessierte je nach persönlichem Wunsch und Bedarf selbst. Sie sollte sich an der Versorgungslücke orientieren, die sich durch den Verdienstausfall ergibt.

Nach einer Faustregel werden oft 60 bis 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens als Berufsunfähigkeitsrente festgelegt. Dabei gilt: Je höher die späteren Leistungen sind, desto höher fallen die gegenwärtigen Kosten für die Berufsunfähigkeitsversicherung aus.

Berufsunfähigkeitsversicherung Kosten
Jeder Job beansprucht den Körper unterschiedlich stark.
  • Versicherungsdauer

Die Versicherungsdauer oder Vertragslaufzeit bezeichnet den Zeitraum, innerhalb dessen der Versicherte Anspruch auf die Leistungen hat. Empfehlenswert ist, dass der Vertrag bis zum Beginn der Regelaltersgrenze läuft, sodass es einen nahtlosen Übergang zwischen BU-Rente und Altersrente gibt. Eine Laufzeit bis zum 67. Lebensjahr der Berufsunfähigkeitsversicherung bedeutet jedoch höhere Kosten für den Versicherungsnehmer als etwa eine Versicherungsdauer bis zum 55. Lebensjahr. Denn mit zunehmendem Alter steigt das Berufsunfähigkeitsrisiko.

  • Leistungsdauer

Die Leistungsdauer gibt an, bis zu welchem Lebensalter die Berufsunfähigkeitsrente gezahlt wird. Im Optimalfall sollte auch hier das Renteneintrittsalter so gewählt werden, um einen lückenlosen Übergang zu gewährleisten. Ein langer Leistungszeitraum wirkt sich auf die Höhe der monatlichen Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung aus.

  • Leistungsausschlüsse

Leistungsausschlüsse werden aufgrund von Risikofaktoren wie gefährliche Hobbys oder Vorerkrankungen vereinbart. War ein Versicherter beispielsweise in den zehn Jahren vor Vertragsabschluss in psychotherapeutischer Behandlung, kann die Versicherung ihn entweder ablehnen, einen deutlich höherer Beitrag veranschlagen oder einen Leistungsausschluss anbieten. Bei der letzten Option hat der Kunde keinen Anspruch auf die Leistungen seiner Berufsunfähigkeitsversicherung, wenn er aufgrund einer psychischen Erkrankung berufsunfähig wird. Dieser Ausschluss wirkt sich mindernd auf die monatlichen Kosten für die Berufsunfähigkeitsversicherung aus.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Kosten müssen individuell berechnet werden

Wie die Auflistung zeigt, bestimmen verschiedene Kriterien, wie viel die Berufsunfähigkeitsversicherung schließlich kosten wird. Um eine genaue Vorstellung darüber zu bekommen, welcher Betrag anfällt und ob dieser im Vergleich zu anderen Tarifen hoch oder niedrig ist, empfiehlt es sich, mehrere Angebote gegenüberzustellen. Wer sich dabei von einem Versicherungsexperten unterstützen lässt, geht typischen Stolperfallen beim Vertragsabschluss aus dem Weg und findet schnell sowie einfach den Versicherer, der die besten Konditionen etwa in Hinsicht auf die Einstufung der Berufsklasse hat.