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Lohnt es sich, bereits als Student eine BU abzuschließen? Welche Kosten kommen auf mich zu? Diese und weitere Fragen werden hier beantwortet.

Berufsunfähigkeitsversicherung Studenten: Bereits im Studium abgesichert

Zu kompliziert, zu uninteressant, zu unwahrscheinlich – Über das Thema Berufsunfähigkeit machen sich die wenigsten Studierenden Gedanken. Doch junge Menschen sollten das Risiko, berufsunfähig zu werden, nicht unterschätzen. Nicht nur wegen der finanziellen Sicherheit lohnt sich die Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten, sondern auch aufgrund der deutlich vergünstigten Beiträge.

Warum ist die Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten so wichtig?

Drei Versicherungen gelten als unverzichtbarer Basisschutz für Studierende:

Während ein Student in den ersten beiden Fällen oftmals über die Eltern versichert ist, gilt dies bei der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht. Diese Lücke im Versicherungsschutz kann jedoch schwerwiegende Konsequenzen haben. Denn im Gegensatz zu bereits Berufstätigen sind Studierende bei Erwerbsunfähigkeit nicht abgesichert. Anspruch auf die staatliche Erwerbminderungsrente haben sie erst, wenn sie mindestens fünf Jahre lang in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben.

Entsprechend wichtig ist der Schutz der Berufsunfähigkeitsversicherung. Studenten profitieren dabei von sehr niedrigen Beiträgen, sodass die Versicherung auch mit wenig Geld auf dem Konto bezahlbar ist.

Ursachen von Berufsunfähigkeit bei Studenten

Studierende sind meist fitter als langjährig berufstätige Menschen. Berufsunfähig zu werden, ist für sie daher schwer nachvollziehbar. Den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung zögern Studenten daher gerne hinaus. Doch der Alltag bietet reichlich Situationen, die den Körper dazu bringt, die Reißleine zu ziehen.

Mit rund 31 Prozent sind Nervenkrankheiten, darunter vor allem psychische Erkrankungen, die häufigste Ursache von Berufsunfähigkeit, so eine Studie des Analysehauses Morgen & Morgen. Für junge Menschen ist das Risiko sogar noch höher. Das verwundert nicht. Denn an Universitäten und Fachhochschulen herrscht nicht erst seit Einführung des Bachelor-Mastersystems ein hoher zeitlicher und leistungsorientierter Druck für Studenten. Hausarbeiten müssen geschrieben und Leistungspunkte gesammelt werden. Finanzieren Studierende ihr Studium zudem mit BAföG, erhöht sich der Stress, rechtzeitig fertig zu werden, damit die Leistungen nicht gefährdet sind.

Die hohe psychische Belastung kann Depressionen und Angststörungen zur Folge haben. Im schlimmsten Fall gipfeln diese bereits in jungen Jahren in die Berufsunfähigkeit.

Ein weiterer häufiger Grund für Berufsunfähigkeit sind Unfälle. Etwa drei Mal so viele jüngere Personen (bis 40 Jahre) werden aufgrund eines Unfalls berufsunfähig als ältere (ab 51 Jahren). Die Langzeitfolgen von Unfällen, aber auch psychischen Krankheiten oder anderen gesundheitlichen Beschwerden können verheerend sein. Nicht nur der Abschluss des Studiums, auch die Aufnahme des zukünftigen, angedachten Berufes sind gefährdet. Dieser Umstand ist besonders für Studenten bitter, die bereits einen großen Teil ihres Studiums absolviert und durch eine Berufsunfähigkeit viele Jahre verloren haben.

Statt Versicherungen haben Studenten eher anderes im Sinn.

Vorteil der Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten

Neben dem Berufsunfähigkeitsrisiko und den damit verbundenen Konsequenzen ist der Preis ein wichtiges Argument für den Versicherungsschutz. Denn die Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung hängen stark vom Alter des Versicherten ab: Je jünger er bei Vertragsabschluss ist, desto geringer ist auch die monatliche Prämie.

Grund dafür ist, dass der Gesundheitszustand im jungen Alter oft sehr gut ist. Studierende stellen damit ein vergleichsweise niedriges Risiko für die Versicherungsgesellschaft dar. Für vergleichbare Leistungen der Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt man als Student daher weitaus weniger als beispielsweise ein zehn Jahre älterer Angestellter. Hinzu kommt, dass manche Versicherer spezielle, vergünstigte Tarife für sie im Angebot haben.

Worauf sollten Studenten beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung achten?

Beim Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung  gibt es einige Punkte, auf die Studenten ein besonderes Augenmerk legen sollten.

Bedingung Bedeutung
Konkreten Beruf versichern Als Student geht man meist noch keinem konkreten Beruf nach. Dennoch ist wichtig, beim Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung den voraussichtlichen Beruf anzugeben. Diese Angabe können Studenten nachträglich ändern, wenn sie sich für einen anderen Beruf entscheiden.

Anbietern, die lediglich den Beruf „Student“ versichern, sollten Interessierte aus dem Weg gehen. Oftmals handelt es sich dabei um keine echte Berufsunfähigkeitsversicherung, sondern um eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Sie leistet nur dann, wenn der Student in keinem erdenklichen Beruf mehr arbeiten kann – ob als Akademiker oder ungelernte Aushilfe.
Abstrakte Verweisung ausschließen Der Verzicht auf die abstrakte Verweisung ist eines der wichtigsten Merkmale einer Berufsunfähigkeitsversicherung, auf die jeder Student achten sollte. Verzichtet die Versicherung nicht ausdrücklich auf dieses Recht, kann sie Versicherte bei Berufsunfähigkeit in einen anderen, zumutbaren Beruf verweisen, anstatt ihm die BU-Rente zu zahlen.
Nachversicherungsgarantie und/oder Dynamik Die Beiträge für die Berufsunfähigkeitsversicherung sind für Studenten zwar niedrig. Dafür ist die Höhe der Rente bei Berufsunfähigkeit oft gedeckelt, beispielsweise auf 1.000 Euro pro Monat. Studierende sollten daher eine Nachversicherungsgarantie vereinbaren. Sie erlaubt es, die Rentenhöhe ohne erneute Gesundheitsfragen anzupassen. Das ist beispielsweise beim Berufseinstieg oder bei der Geburt eines Kindes sinnvoll, da sich dadurch die finanzielle Situation ändert.

Eine automatische, regelmäßige Erhöhung der Berufsunfähigkeitsrente regelt die Dynamik. Sie gleicht vor allem die Inflation aus.
Verlängerungsoption Viele Versicherungsgesellschaften bieten eine Verlängerungsoption für den studentischen Vertrag an. Die Angebote für Studenten sind oft auch deshalb besonders günstig, weil sie nur eine begrenzte Versicherungslaufzeit haben, etwa bis zum 60. Lebensjahr. Das derzeitige gesetzliche Renteneinstiegsalter liegt jedoch bei 67 Jahren. Es ist daher empfehlenswert, die Versicherungsdauer nachträglich zu verlängern, um die komplette Zeit bis zum Renteneintritt finanziell abgesichert zu sein.

Eine neue Berufsunfähigkeitsversicherung nach Ende der Vertragslaufzeit abzuschließen, ist dagegen eine schlechte Alternative. Denn durch das fortgeschrittene Alter ist die Versicherung nur noch gegen sehr hohe Beiträge zu haben oder Interessierte sind gar nicht mehr versicherbar. Bei Verlängerung der bestehenden Berufsunfähigkeitsversicherung bleiben ehemaligen Studenten meist erneute Gesundheitsfragen erspart.
Beitragsfreistellung Haben Studenten noch kein regelmäßiges Einkommen, erleben sie oft Phasen, in denen sie sparsamer mit ihrem Geld haushalten müssen. Ein guter Tarif bietet ihnen die Möglichkeit, die Beitragszahlungen für die Versicherung für einen bestimmten Zeitraum auszusetzen. Die Beitragsfreistellung der Berufsunfähigkeitsversicherung sollte jedoch wohlüberlegt sein. Denn für die Dauer besteht kein Versicherungsschutz. Dennoch ist diese Maßnahme besser als eine Kündigung, da bei der Fortführung der Versicherung keine erneute Gesundheitsprüfung nötig ist.

Beste Berufsunfähigkeitsversicherung finden

Welcher Versicherer die beste Berufsunfähigkeitsversicherung bietet, hängt wesentlich von zwei Faktoren ab: dem Preis und den Versicherungsbedingungen. Während sich erstere mit einem Online-Rechner vergleichsweise unkompliziert gegenüberstellen lassen, müssen Studierende viel Zeit investieren, wenn sie sich durch die Bedingungen jedes einzelnen Anbieters kämpfen wollen.

Einfacher und sicherer ist es, sich von einem Versicherungsexperten unterstützen zu lassen. Er erstellt nicht nur ein unverbindliches Angebot unter Beachtung der persönlichen Wünsche an den Versicherer, sondern kennt auch typische Stolperfallen beim Versicherungsabschluss. Mit ihm finden Studenten eine Versicherung, mit der sie langfristig zufrieden sind.