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10 fiese Vermietertricks - Ihr gutes Recht als Mieter

Trautes Heim, Glück allein? Von wegen. Wir stellen Ihnen gängige Konfliktfälle mit dem Vermieter vor - und erklären, wie Sie diese lösen können. Zoff mit dem Vermieter braucht niemand. Doch immer wieder geraten in Deutschland Mieter und Eigentümer aneinander. 

1. ) Die Mieterhöhung flattert in den Briefkasten

Der Trick: Für eine einfach ausgestattete Wohnung mit vielen Nachteilen sollte eine Mieterin mehr zahlen, weil der Vermieter einfach den obersten Wert des Mietspiegels zugrunde legte.

Tipp: Der Mieter muss reagieren und einen Gegenvorschlag machen. Dabei wird Punkt für Punkt anhand bestimmter Kriterien die genaue Spanneneinordnung vorgenommen. Als Faustregel gilt: Für eine einfach ausgestattete Wohnung mit vielen Minuspunkten gilt der untere Spannenwert, für eine durchschnittliche der mittlere und für eine Top-Wohnung mit vielen Extras der obere Wert. Können sich die Parteien nicht einigen, muss notfalls das Gericht entscheiden.

 

Ihr gutes Recht - Mietrechtsschutz

Streitigkeiten rund um die eigene Wohnung oder das eigene Haus sind oftmals nicht nur mit viel Ärger, sondern auch mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden. Wer sich als Mieter eine gute Rechtsschutzversicherung hat, erspart sich bei einem Konflikt enorme Kosten.

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2.) Sie erhalten einen neuen Mietvertrag

Der Trick: Die Hausverwaltung drängt Mieter, einen neuen Mietvertrag abzuschließen. Die Begründung ist oft dürftig, z. B. weil es nach der Modernisierung nötig sei oder der Vertrag angeblich der neuesten Rechtsprechung angepasst werden müsse.

Tipp: Vorsicht, wenn der Vermieter einen neuen Mietvertrag aufschwatzen will. Das ist fast immer zum Nachteil des Mieters. Auch nach Komplettsanierung, Eigentümerwechsel oder Tod des Ehepartners bleibt der alte Vertrag gültig.

3.) Jedes Jahr eine Mieterhöhung

Der Trick: In beliebten Lagen steigt die Miete immer weiter, die Anwohner werden mit ständigen Erhöhungen konfrontiert.

Will der Vermieter die Miete erhöhen, muss er sich an die örtliche Vergleichsmiete halten. Problem: In manchen Lagen zieht diese ständig an, sodass der Mieter denkt, eine Erhöhung sei so in Ordnung. Stimmt aber nicht. Wenn nicht aufwendig modernisiert wird, darf die monatliche Nettomiete innerhalb von drei Jahren um höchstens 20 Prozent steigen (Kappungsgrenze).

 

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4.) Falsche Quadratmeterangaben im Mietvertrag

Ein beliebter Trick, die Mieterträge zu steigern, besteht darin, im Vertrag eine größere Wohnfläche auszuweisen als tatsächlich zur Verfügung gestellt wird.

Schützen können sich Mieter am besten, indem sie schon vor ihrer Unterschrift unter dem Mietvertrag die dort gemachten Angaben zur Wohnfläche überprüfen und den Wohnraum ausmessen. Aber auch wer schon unterschrieben hat und nun in seiner überteuerten Wohnung hockt, kann unter Umständen noch etwas für sich heraus holen: Wenn im Mietvertrag über zehn Prozent mehr Wohnraum ausgewiesen sind, als tatsächlich zur Verfügung stehen, darf die Miete anteilig gemindert werden. Bei Abweichungen unter zehn Prozent haben die Mieter allerdings Pech gehabt.

5.) Mietfreiheit mit Auflage zur Renovierung

Der Trick: Der Vermieter möchte nicht selbst renovieren und bietet Ihnen für die Wohnung in schlechtem Zustand 2 Monate Mietfreiheit an.

Der Tipp: Meist lohnt sich das nur für den Vermieter. Rechnet man Zeit und Materialkosten zusammen, sind diese oft höher als die gewährte Mietfreiheit.

6.) Die Kaution wird einbehalten

Der Trick: Nach Ihrem Auszug erhalten Sie ein Schreiben der Hausverwaltung, wonach Sie für Wohnungsschäden verantwortlich seien. Die Kaution wird einbehalten bis Sie den Schaden beheben.

Der Tipp: Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sich bei der Wohnungsabnahme begleiten lassen. Der Mieterverein vermittelt sachkundige Personen, die im Streitfall vor Gericht als Zeugen dienen können. Ein solcher Service ist zwar kostenpflichtig, lohnt sich aber vor allem dann, wenn man mit der Hausverwaltung bereits schlechte Erfahrungen gemacht hat oder von den Nachbarn gehört hat, dass es beim Auszug immer wieder zu Schikanen kommt. Ansonsten gilt: Belege und Beweise sammeln, das heißt Fotos vom Zustand der Wohnung machen, Quittungen über durchgeführte Renovierungen aufheben und einen Bekannten zur Wohnungsabgabe als Zeugen mitnehmen.

7.) Reparaturen werden mit der Begründung abgelehnt, der Mieter sei schuld

Der Trick: Die Hausverwaltung lehnt eine Reparatur ab, behauptet, die Hausratversicherung des Mieters sei zuständig.

Der Tipp: Der Vermieter ist verpflichtet, die Wohnung in einem ordnungsgemäßen, mängelfreien Zustand zu halten. Für Schäden an der Mietsache, also an allen mitvermieteten Gegenständen wie Türen, Fenstern, Einbauküche, Waschbecken und so weiter muss er aufkommen - es sei denn, der Mieter hat den Schaden selber verursacht.

8.) Die Kleinreparaturenfalle

Der Trick: Wegen einer Rohrverstopfung beruft sich der Vermieter auf die Kleinreparaturklausel, der Mieter soll 40 Euro zahlen.

Der Tipp: Der Vermieter kann Kosten für Reparaturen nur verlangen, wenn dies im Mietvertrag steht. Wenn die Klausel besagt, dass der Mieter Reparaturkosten bis 40 Euro zahlen muss, dann darf die Rechnung auch nicht höher sein. Kostet eine aufwendige Rohrreinigung 200 Euro, darf er vom Vermieter nicht anteilig 40 Euro verlangen. Der Vermieter muss die Rechnung komplett bezahlen.

9.) Niedrige Pauschale als Lockvogel

Der Trick: Um schwer vermietbare Räume leichter an den Mann zu bringen, ist mancher Vermieter versucht - zumindest sieht das aus Mietersicht so aus -, in die Trickkiste zu greifen: Bei Vertragsabschluss wird die Höhe der monatlich im Voraus zu zahlenden Nebenkosten etwas "geschönt": Sie werden sehr niedrig angesetzt, um die Gesamtbelastung geringer aussehen zu lassen. Folge: Mit der ersten Abrechnung für Hausmeister & Co. müssen unter Umständen horrende Nachzahlungen geleistet werden.

Der Tipp: Der Mieter glaubt zunächst an ein Schnäppchen, um dann nach einem Jahr eine saftige Nachzahlung präsentiert zu bekommen. Begründung: hoher Verbrauch. Dabei sind diese Kosten für alle Vermieter gleich. Michael Roggenbrodt vom Berliner Mieterverein: „Besser ist es, sich beim Vormieter oder den Nachbarn zu erkundigen, was diese an Betriebskosten zahlen.“

10.) Die Nebenkosten sind Streitpunkt Nummer Eins.

Kommt die Betriebskostenabrechnung ins Haus, herrscht bei den meisten Mietern Ratlosigkeit. Ein Sammelsurium von Zahlen, Verteilerschlüsseln und Einzelposten gilt es zu verstehen - und auf seine Richtigkeit zu prüfen. Doch genau da liegt das Problem. Nicht selten sind Mieter bei der rechtlichen Wertung der Forderungen überfordert. Sollten auch Sie Zweifel an Ihrer Betriebskostenabrechnung haben, sollten Sie unbedingt Rat suchen bei einem Mieterverein oder einem auf Mietrecht spezialisierten Anwalt.

11.) Mieterschutzbund: Hilfe zu allen Fragen rund ums Mietrecht

Der Mieterschutzbund hilft Ihnen bei allen Fragen rund um die Miete. Sobald Sie eine Beratung hinsichtlich des Mietrechts benötigen, steht Ihnen der Mieterschutzbund zur Seite. Da dieser als eingetragener Verein organisiert ist, bedarf es Ihrer Mitgliedschaft im Mieterschutzbund, um die Beratung beanspruchen zu können. Hier gilt jedoch die Besonderheit, dass Sie auch während eines laufenden Falles Mitglied werden können und sofort in den Genuss der Beratung des Mieterschutzbundes kommen können.

Eine Mitgliedschaft im Mieterschutzbund e.V. kostet bis zu 80,00 € im Jahr, zusätzlich ist bei Beitritt ein einmaliger Beitrag von 20,00 € zu entrichten. Die Mitgliedschaft beinhaltet keinen Mietrechtsschutz im klassischen Sinne. Um die Kosten eines Rechtsstreits zu decken, müssten Sie trotz Mitglied separat einen Mietrechtsschutz abschließen.

12.) Mietrechtsschutz – Ihre Absicherung rund ums Wohnen

Mieter und Vermieter haben Rechte und Pflichten. Werden diese nicht eingehalten und kommt es zu einem Mietrechtsstreit, kann ein Mietrechtsschutz sehr hilfreich sein. Eine solche Versicherung hilft dem Versicherten, zu seinem Recht zu kommen und übernimmt die Kosten, die bei einem Rechtsstreit entstehen.

Der Rechtsschutz für Mieter ist im Allgemeinen Bestandteil der privaten Rechtsschutzversicherung. Sie können einen Mieterrechtsschutz daher oftmals nur im Zusammenhang mit dem Privat-Rechtsschutz abschließen. Übernommen werden Kosten für einen Rechtsanwalt, egal ob für eine Beratung bei einem Versicherungsereignis oder als rechtlicher Beistand bei einem Gerichtsverfahren.

Einen Privatrechtsschutz inklusive Mietrechtsschutz gibt es bereits ab 8,00 € monatlich. Im Falle eines Rechtsstreits wenig Geld. Vor Abschluss einer Rechtschutzversicherung sollten Sie immer einen Versicherungsexperten hinzuziehen.