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Jenny Gebel
Jenny Gebel

Online-Redakteurin

Geburtsvorbereitungskurs: Was kosten sie und welche gibt es?

Eine Schwangerschaft ist ein freudiges Ereignis. Doch die Vorstellung einer Geburt kann viele werdende Mütter verunsichern. In Geburtsvorbereitungskursen erhalten sie Hilfe und Informationen. Die Kosten für diese Angebote übernehmen viele Krankenversicherungen – oft auch für Paare, die Eltern werden.

So schön die Erwartung eines Babys ist, die Vorstellung einer vielleicht komplizierten Geburt kann vor allem Frauen verunsichern, die zum ersten Mal Mutter werden. Geburtsvorbereitungskurse sind dafür gedacht, dass sich Schwangere mit dem Geburtsvorgang vertraut machen und durch Entspannungstechniken mehr Sicherheit für die bevorstehende Entbindung entwickeln. Darüber hinaus erhalten sie Informationen rund um die Geburt und erste Hilfestellungen für das Leben mit einem Säugling.

Dieser Ratgeber informiert über die vielfältigen Angebote an Geburtsvorbereitungskursen, die Kosten und die Beteiligung daran durch die Krankenkasse.

Inhaltsverzeichnis

Mit welchen Kosten müssen Eltern beim Geburtsvorbereitungs­kurs rechnen?

Für einen Geburtsvorbereitungskurs variieren die Kosten je nach Methode, Dauer und nach der Einrichtung, die den Kurs anbietet. Die Spanne liegt zwischen 80 und 120 Euro pro Kurs.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für klassische Geburtsvorbereitungskurse. Folgende Voraussetzungen müssen dafür gegeben sein:

  • Der Kurs wird von einer Hebamme oder einem Krankengymnasten mit entsprechender ärztlicher Zulassung geleitet
  • Der Umfang beträgt maximal 14 Stunden (sieben Doppelstunden)

Alternative Angebote wie Akupunktur für Schwangere oder Geburtsvorbereitungen mithilfe von Selbsthypnosetechniken unterstützt nicht jede Krankenkasse.

Auch die privaten Krankenversicherungen bieten werdenden Müttern eine umfassende Betreuung. Sie übernehmen die Kosten für Geburtsvorbereitungskurse sowie die Kosten für die Hebamme. Je nach Kulanz und Tarif erstatten die Versicherungen auch Kosten für Geburtsvorbereitungen mit alternativen Methoden.

Ergänzend dazu können werdende Mütter während der gesamten Schwangerschaft verschiedene Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen. Dazu zählen beispielsweise Laboruntersuchungen zum Frühgeburtsrisiko, Ultraschalluntersuchungen und Fruchtwasseruntersuchungen.

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Geburtsvorbereitungs­kurse: Welche Arten und Methoden gibt es?

Geburtsvorbereitungskurse finden üblicherweise in kleinen Gruppen statt. Schwangere haben damit die Möglichkeit, sich auf den Geburtsvorgang vorzubereiten und zugleich Kontakte zu anderen werdenden Müttern zu knüpfen. Auch auf die Zeit nach der Geburt werden die Frauen in diesen Kursen vorbereitet.

Neben der klassischen Geburtsvorbereitung haben sich mittlerweile unterschiedliche Ansätze und Methoden entwickelt.

Für Frauen, die zum ersten Mal eine Geburt erleben, empfiehlt sich ein klassischer Kurs zur Geburtsvorbereitung. Frauen, die bereits ein zweites oder drittes Kind bekommen, interessieren sich hingegen mehr für andere Formen der Geburtsvorbereitungskurse, zum Beispiel mit Yoga oder Tanz.

Für wen ist der Geburtsvorbereitungs­kurs gedacht?

Bei der Entscheidung für einen Geburtsvorbereitungskurs ist zu beachten, an wen sich das Angebot richtet. So gibt es Kurse, die ausschließlich für Frauen gedacht sind. Bei vielen Basis-Kursen oder Gymnastikkursen sind aber auch die Väter eingeladen, sich mit der Geburt auseinanderzusetzen. Außerdem lernen sie, die schwangere Partnerin richtig zu unterstützen.

Ergänzend kommen Kurse speziell

  • für Frauen, die ein zweites Kind erwarten,
  • für Geschwister,
  • für Väter und
  • Erste-Hilfe-Kurse für Eltern, die sich auf das Leben mit kleinen Kindern vorbereiten möchten.

Die Kosten für einen klassischen Geburtsvorbereitungskurs zur Entspannung und Fitness während der Schwangerschaft werden zum Teil von den Krankenkassen übernommen. Interessierte fragen dazu einfach bei ihrer Krankenkasse nach.

Gibt es auch Geburtsvor­bereitungskurse für Väter?

Einige gesetzliche Krankenkassen unterstützen es, wenn der Partner die werdende Mutter bei der Geburtsvorbereitung begleiten möchte. Sie übernehmen die Kosten entweder komplett oder anteilig. Voraussetzung ist, dass der Vater ebenfalls bei der Krankenkasse versichert ist. Ob das Paar nur zusammenwohnt, verheiratet ist oder getrennt lebt, spielt dafür keine Rolle.

Welche weiteren Möglichkeiten zur Geburtsvorbereitung gibt es?

Neben den klassischen Vorbereitungskursen, die sich an der Schulmedizin orientieren, bieten Hebammen und Geburtshäuser noch alternative Methoden zur Schmerzlinderung an, die den Menschen ganzheitlich betrachten.

Die Kosten für diese alternativen Formen der Geburtsvorbereitungskurse werden in der Regel nicht von jeder gesetzlichen Krankenkasse bezahlt. Bei einer homöopathischen Behandlung bieten einige Kassen bei bestimmten Voraussetzungen eine anteilige Kostenübernahme an.

Schwangere Frauen mit einer privaten Krankenversicherung erhalten hingegen für diese Geburtsvorbereitungskurse oft eher eine Unterstützung. So besteht beispielsweise die Möglichkeit, dass sich eine private Krankenversicherung anteilig an den Kosten für einen solchen Geburtsvorbereitungskurs beteiligt, wenn dieser von einer qualifizierten Hebamme durchgeführt wird. Interessierte Frauen sollten sich daher bei der Krankenversicherung informieren.

Wann zahlt die Krankenkasse die Kosten für den Geburtsvorbereitungs­kurs?

Gesetzliche Krankenkassen, die die Kosten für den Geburtsvorbereitungskurs übernehmen, setzen sich meist direkt mit der Hebamme in Verbindung. Die Abrechnung erfolgt dann über die Versichertenkarte zwischen Krankenkasse und Kursanbieter. Väter, die einen Geburtsvorbereitungskurs besuchen, müssen bei den Kosten jedoch mitunter in Vorleistung gehen. Die Krankenkasse erstattet den Aufwand dann im Nachhinein.

Wer privat krankenversichert ist, muss wie gewohnt in Vorleistung gehen und erhält das Geld danach erstattet.