Hund isst am Tisch mit
Jenny Gebel
Jenny Gebel

Online-Redakteurin

Allergietest beim Hund: Diese Kosten kommen auf Hundehalter zu

Der Familienhund kratzt sich auf einmal ständig? Bei solchem Verhalten denken viele Hundebesitzer an Parasiten wie Flöhe oder Zecken. Dabei kann auch eine Allergie die Ursache sein. Etwa jeder fünfte Hund leidet darunter. Ein Allergietest beim Hund bringt Aufschluss darüber, ob der Vierbeiner auf bestimmte Stoffe empfindlich reagiert. Die Kosten für solche Tests lassen sich nur schwer beziffern.

Ein Allergietest beim Hund zeigt, welche Stoffe der Vierbeiner nicht verträgt. Aber nicht nur das: Auch die Form der Behandlung hängt von der Art der Allergie ab. Ein Allergietest ist daher wichtig, um die Ursache festzustellen und um die richtige Therapie einzusetzen.

Auf dieser Seite finden Interessierte Antworten auf Fragen zu den Kosten für einen Allergietest beim Hund sowie Infos zu Allergiesymptomen und wie der Test bei der Fellnase durchgeführt wird.

Inhaltsverzeichnis

Kosten: Was kostet ein Allergietest für den Hund?

Eine Allergie ist nicht leicht festzustellen. Die Symptome sind diffus, das heißt, es können viele Ursachen dafür in Frage kommen. Das hat zur Folge, dass die Untersuchung länger dauern kann, zum Beispiel, weil der Tierarzt zunächst andere Ursachen für das Unwohlsein des Vierbeiners ausschließen muss.

Das bedeutet auch, dass der Preis für die Behandlung der Allergie des Hundes schnell ansteigen kann.

Folgende Komponenten spielen in die Berechnung der Kosten für den Allergietest beim Hund hinein:

Kosten richten sich nach der Methode des Allergietests

Eine Allergie beim Hund zeigt sich beispielsweise durch Rötungen von Hautstellen, juckende Haut, Ohrenentzündungen, nässende Stellen im Fell oder auch durch Magen-Darm-Probleme.

Trotzdem ist der Allergietest nicht das erste Mittel, das der Tierarzt bei der Untersuchung einsetzt. Bevor der Test zum Einsatz kommt, wurden alle anderen Krankheitsursachen ausgeschlossen. Ein Grund: Das Testergebnis allein ist leider noch kein eindeutiger, zweifelsfreier Hinweis darauf, dass eine Allergie vorliegt.

Es gibt zwei Formen des Allergietests:

  1. Bluttest (serologischer Allergietest)
  2. Hauttest (Intrakutantest)

Mehr Details zu den Methoden erklärt dieser Abschnitt.

Je nachdem, welcher Allergietest beim Hund nötig ist, fallen die Kosten aus. Sie schwanken grob zwischen 100 Euro und 300 Euro. Genauer lässt es sich leider nicht beziffern. Einen konkreten Kostenrahmen erfragen Hundebesitzer daher am besten direkt bei ihrem Tierarzt.

Ein Hauttest ist eher am unteren Ende der Preisspanne zu finden, der Bluttest wegen der Laboruntersuchung tendenziell im höheren Bereich.

Der Test ist zu teuer! Was kann ich tun?

Ist der Vierbeiner nicht gesund, stehen Hundebesitzer nicht selten vor der Frage, wie sie die kommenden Tierarztkosten stemmen sollen. Eine Möglichkeit, um den Allergietest beim Hund und viele andere Ausgaben sicher zu bezahlen, ist eine Hundekrankenversicherung. Sie schützt Hundehalter vor hohen Tierarztrechnungen.

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Symptome: Woran erkennen Hundehalter, dass der Hund eine Allergie hat?

Eine Allergie ist eine Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems auf Stoffe aus der Umwelt, die normalerweise völlig harmlos sind. Genau wie der Mensch können auch Hunde allergisch auf verschiedene Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze oder Proteine reagieren.

Die häufigsten Ursachen für eine Hundeallergie sind:

  • Futtermittel
  • Parasiten (Milben, Flöhe, Zecken)
  • Insektenstiche
  • Pollen
  • Schimmelpilze
  • Stoffe wie Putzmittel, Duftstoffe oder Kunststoffe (z.B. Hundespielzeug)

Dass die Fellnase überhaupt allergisch reagiert, sehen Hundebesitzer unter anderem an folgenden Anzeichen:

Auch Schwellungen und Rötungen an den Augen, Schnauze, am Rücken und anderen Körperstellen sind wichtige Anzeichen.

Sollten Hundehalter Symptome wie diese bemerken, dann steht möglichst schnell der Gang zum Tierarzt an. Durch entsprechende Untersuchungen kann er feststellen, was die Ursache für die Beschwerden des Vierbeiners ist. Bei einem Verdacht zur Allergie gehört ein Allergietest zur Untersuchung des Hundes dazu.

Treten Allergien beim Hund in den letzten Jahren häufiger auf?

Bei Menschen wie auch bei Hunden scheinen Allergien verstärkt vorzukommen. Das beobachten zumindest Ärzte und Wissenschaftler. Ursachen sehen sie in der veränderten Umwelt und den modernen Lebensbedingungen. Aber auch ein stärkeres Bewusstsein für solche Erkrankungen trägt dazu bei, dass Allergien in der heutigen Zeit eher erkannt werden.

Behandlung: Wann wird ein Allergietest bei einem Hund durchgeführt?

Der Allergietest steht nicht an erster Stelle bei der Behandlung des Hundes wegen einer vermeintlichen Allergie. Denn ein positives oder negatives Ergebnis sagt noch nicht viel darüber aus, ob der Hund wirklich allergisch reagiert.

Zunächst prüft der Tierarzt daher, ob andere Ursachen vorliegen. Wenn er andere Krankheiten ausgeschlossen hat, wird er einen Allergietest durchführen. Mit diesem sammelt er die letzten Hinweise, die die endgültige Diagnose bestätigen.

Ein Allergietest beim Hund ist sinnvoll, wenn der Veterinär eine Kontaktallergie vermutet und herausfinden will, gegen welche Stoffe der Hund allergisch reagiert.

Ablauf: Wie funktioniert ein Allergietest beim Hund

Es gibt zwei Verfahren für den Allergietest bei Hunden: der Intrakutantest, auch Intradermaltest genannt, und der serologische Test.

Wie werden Allergien beim Hund behandelt?

Bei einer Futtermittelallergie wird normalerweise mit einer sogenannten Ausschlussdiät gearbeitet. Dabei wird der Ernährungsplan des Hundes komplett umgestellt. Der Vierbeiner erhält dann konsequent nur eine bestimmte Fleischsorte, auch bei den Leckerlis. Hundehalter und Tierarzt beobachten, welcher Stoff es ist, der zu einer allergischen Reaktion führt.

Allergien gegen Stoffe aus der Umwelt werden hingegen mit besonderen Therapien zur Desensibilisierung beziehungsweise Hyposensibilisierung behandelt. Das Immunsystem wird immer wieder mit dem Allergen in Kontakt gebracht mit dem Ziel, dass es sich daran gewöhnt. Je nach Allergieform und je nach Hund können diese Behandlungen jahrelang oder auch lebenslang dauern.