Zwei Menschen mit Hund
Majlinda Freitag
Majlinda Freitag

Werkstudentin Redaktion

Impfung beim Hund: Welche Kosten entstehen?

Im Volksmund gilt der Hund als der wohl beste, tierische Freund des Menschen und als geliebtes Familienmitglied. Er überschüttet seine Besitzer mit Treue, Intelligenz und Leidenschaft. Nun liegt es in der Obhut des Hundebesitzers, seinen vierbeinigen Gefährten vor gefährlichen Hundekrankheiten mit einer Impfung zu beschützen. Je nach Krankheit, gegen die der Tierarzt impft, fallen unterschiedlich hohe Kosten an.

Aus welchen Gründen wird ein Hund geimpft?

Schutzimpfungen sind ein erprobtes Mittel, um sowohl den eigenen Hund als auch andere Tiere vor schwerwiegenden bis tödlichen Hundekrankheiten optimal zu schützen. Zugegeben: Nicht alle Impfungen sind dabei sinnvoll. Dennoch ist es empfehlenswert, zumindest die Pflichtimpfungen zu realisieren. Diese schützen nicht nur den Hund, sondern reduzieren die Ausbreitung gefährlicher Krankheiten.

Welche Kosten entstehen bei einer Impfung für den Hund?

Die Kosten für die Impfung eines Hundes ergeben sich aus der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT). Je nach Tierarztpraxis, Impfung und berechneten Gebührensatz können die Kosten unterschiedlich hoch ausfallen.

In der GOT sind nur die Kosten für das Verabreichen des Impfstoffes dokumentiert. Zusätzlich zu jeder Impfung gehört mindestens eine allgemeine Untersuchung des Tiers, die durchgeführt und abgerechnet werden muss. Hinzu kommen die Kosten für den Impfstoff.

GOT 1-facher Gebühren­satz 2-facher Gebühren­satz 3-facher Gebühren­satz
Durch­führung der Impfung 4,49 Euro 8,98 Euro 13,47 Euro

Abhängig davon, gegen welche Krankheit der Hund geimpft wird, fallen unterschiedliche Preise an. Die Kosten für eine Tollwutimpfung belaufen sich beispielsweise auf etwa 30 Euro.

Üblicherweise werden Kombi-Impfungen durchgeführt, bei denen der Hund gleich gegen mehrere Krankheiten geimpft wird. Bei einer Kombi-Impfung gegen beispielsweise Staupe, Parvovirose, HCC, Tollwut, Leptospirose und Zwingerhusten ist mit circa 60 bis 70 Euro zu rechnen.

Wer sich die Kosten sparen möchte und regelmäßig Impfen lässt, der sollte sich mit einer Hundekrankenversicherung im Vollschutz beschäftigen. Je nach Versicherer deckt diese die Kosten für Impfungen ab.

Wie oft muss ein Hund gegen Staupe, Parvovirose etc. geimpft werden?

Viele Impfungen halten mehrere Jahre – vereinzelt sogar ein ganzes Hundeleben. Andere Impfstoffe, wie gegen Tollwut, müssen im Abstand von drei Jahren aufgefrischt werden. Bei Leptospirose empfehlen die Ärzte eine jährliche Auffrischung des Impfstoffes. Im Zweifel empfiehlt es sich, beim Tierarzt nachzufragen.

Core-Impfungen: Gegen diese Krankheiten sollte Ihr Hund geschützt sein

Bei einigen Hundekrankheiten ist eine Impfung unumgänglich. Gemeint sind hochgradig ansteckende bakterielle oder virale Krankheiten. Krankheitsüberträger sind dabei häufig Wildtiere, welche die schwerwiegenden Erkrankungen auf den geliebten Hund übertragen – und sogar den Tod des tierischen Freundes bedeuten können. Obwohl es sich bei den Core-Impfungen um keine gesetzliche Pflicht handelt, betonen Tierärzte die Wichtigkeit dieser Impfungen.

Zu den unverzichtbaren Empfehlungen gehören Impfungen gegen: 

  • Staupe,
  • H.c.c. (Hepatitis contagiosa canis)
  • Parvovirose
  • Leptospirose
  • Tollwut

Hunde dürfen geimpft werden, wenn diese gesund, entwurmt und sowohl innerlich als auch äußerlich frei von Parasiten sind. Insbesondere Welpen sollten sich einer Impfung zur Grundimmunisierung unterziehen.

Impfungen Welpen

  • Die Grundimmunisierung wird das erste Mal ab der achten Woche und dann im Abstand von etwa vier Wochen durchgeführt und besteht aus zwei bis drei Teilimpfungen. Nach einem Jahr erfolgt die Abschlussimpfung.
  • Wiederholungsimpfungen garantieren langanhaltende Sicherheit, da der Schutz der Grundimmunisierungen leider nur von begrenzter Dauer ist. Bei vielen Erkrankungen reicht eine Auffrischung im Zyklus von drei Jahren (ab dem 2. Lebensjahr).

Non-Core-Impfungen für Hunde: Welche sind sinnvoll?

Auch Non-Core-Impfungen beruhen auf freiwilliger Basis. In diesem Fall empfiehlt es sich immer, die Nutzen und Risiken solch einer Impfung gründlich abzuwägen. Gerne unterstützen die Tierärzte mit ihrem Fachwissen, ob und wann eine Non-Core-Impfung Sinn macht. So kann beispielsweise eine Borreliose-Impfung für Hunde sinnvoll sein, die in zeckenreichen Gebieten unterwegs sind. Daneben sollten Hunde, die im Zwinger gehalten werden, vorsichtshalber vor Zwingerhusten geschützt werden. Besonders hier lauert die Gefahr, dass der Hund mit gefährlichen Krankheitserregern in Berührung kommt.

Welche Nebenwirkungen haben Impfungen bei Hunden?

Ähnlich wie wir Menschen leidet auch der tierische Freund unter möglichen Impfnebenwirkungen. Neben Fieber, Müdigkeit und Appetitlosigkeit gehören zu den gefürchtetsten Nebenwirkungen

Welche Reiseimpfung braucht der Hund für das Ausland?

Abhängig davon, welches ausländische Domizil man anstrebt, gelten unterschiedliche Vorschriften für Impfungen, die der Vierbeiner vor der Einreise zwingend nachweisen muss. Die wichtigste Vorsorgeimpfung bei Reisen innerhalb der EU ist die Tollwutimpfung. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte der Hund zusätzlich dazu alle Impfungen vorweisen, die unter “Core-Impfungen: Gegen diese Krankheiten sollte Ihr Hund geschützt sein“ aufgelistet sind. 

Tipp: Ab in den Urlaub – wann muss die Impfung vor der Reise erfolgen? 

Impfungen müssen mindestens 30 Tage vor der Einreise in ein anderes Land erfolgt und dürfen nicht älter als ein Jahr sein. Zu beachten ist außerdem, dass manche Länder nationale Sonderregelungen für die Einreise verhängt haben.

Hundeimpfung: Welche Versicherung kommt für die Kosten auf?

Damit der Hund ein glückliches und vor allem gesundes Leben führen kann, sollte er regelmäßig geimpft werden – dabei besitzt jeder Hund einen Impfpass. Für die Kosten einer Impfung kommt der Hundebesitzer auf. Hand aufs Herz: die wenigstens Hundehalter legen speziell für Hundeimpfungen regelmäßig Geld auf die Seite.

Im Versicherungsbereich gibt es daher die Möglichkeit, eine Hundekrankenversicherung abzuschließen. Mit ihr können sich Halter vor den Impfkosten für ihren Hund schützen. Ein guter Tarif kommt dabei im Rahmen ihres Vorsorgeschutzes für Impfungen auf.

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass der Kostenschutz bei großen Operationen oder teuren Tierarztbehandlungen Vorrang hat. Hundehalter, die allerdings viel Wert auf regelmäßige Impfungen legen, finden mit dem kostenlosen Vergleichsrechner schnell und unkompliziert Hundekrankenversicherungen, die für Schutzimpfungen aufkommen.