Majlinda Freitag
Majlinda Freitag

Werkstudentin Redaktion

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Schutz vor Internet-Betrug

Betrüger im Internet lassen sich immer mehr einfallen, um ihre Ziele zu verwirklichen und fügen anderen Menschen dabei existenziellen Schaden hinzu. Die Maschen für Internet-Betrug sind raffinierten und vielfältig.

Online Shopping, Nachrichten lesen, Videos schauen oder schnell die neuesten Sportergebnisse checken – im World Wide Web finden User grundsätzlich alles, was das Herz begehrt. Das Internet erleichtert und bereichert unser Leben gleichermaßen.

Aber auch gerissene Internetbetrüger wittern ihre Chance auf ein Millionengeschäft. Mit verhältnismäßig geringem Aufwand erreichen sie weltweit eine Vielzahl von potenziellen Opfern. Umso wichtiger ist es für Verbraucher, sich auch die Schattenseiten des Internets bewusst zu machen und stets behutsam mit den eigenen Aktivitäten im Netz umzugehen.

Das erwartet Sie in diesem Magazinbeitrag:

Internet-Betrug spielend leicht erkennen

Das World Wide Web gehört zu der wohl raffiniertesten Erfindung des Menschen. Leider lauern neben all den nützlichen Informationen, die das Internet seinen Verbrauchern bietet, auch reichlich Gefahren.

Nachfolgend einige Erkennungsmerkmale, die auf einen Betrug im Internet hinweisen können:

  1. Der angebliche Gewinnbetrag, um den es sich handelt, ist erstaunlich hoch.
  2. Es wird mehrfach darauf hingewiesen, dass der Beteiligte vor Erhalt des vermeintlichen Gewinns eine Vorauszahlung zum baldmöglichsten Zeitpunkt überweisen muss, da dieser andernfalls verfällt.
  3. Die allgemeine E-Mail-Kommunikation findet in extrem schlechtem Deutsch oder Englisch statt.
  4. Besonders auffällig sind künstliche Absendernamen im E-Mail-Verkehr.
  5. Vorsicht Kostenfalle Vorkasse: Online-Shops bieten lediglich „Vorauszahlung“ als Zahlungsmittel. Auf die Ware wartet der Käufer vergeblich.

4 Tipps um sich vor Internet-Betrug zu schützen

Ein Patent-Rezept, welches nachweislich vor Betrug im Netz schützt, existiert bisher leider noch nicht – die Betrüger werden immer raffinierter.Befolgt der Internetuser allerdings einige Tipps, kann er sich zumindest teilweise vor der Betrugsmasche und Geldabzocke im Internet geschützt werden:

3 typische Beispiele für Online-Betrug im Internet

Welche Stellen helfen, wenn ich Opfer eines Online-Betruges geworden bin?

Ist es zum Online-Betrug gekommen, sollte der Geschädigte schnellstmöglich eine Strafanzeige bei der Polizei erstatten. Überwiesene Gelder lassen sich leider nicht ohne Weiteres zurückholen. Zwar ist bei einer SEPA-Lastschrift oder bei Zahlungen per Kreditkarte eine Rückbuchung möglich, allerdings ist diese zeitlich beschränkt.

Handelt es sich um größere Beträge oder hat man eine Rechtsschutzversicherung, ist es sinnvoll, ohne Umschweife einen Rechtsanwalt zu kontaktieren. Diese haben Fachexpertise und können die Ansprüche gegenüber den Schädigern und gegebenenfalls gegenüber der Bank geltend machen.

Rechtsschutzversicherung: Hoher Schutz vor Internetkriminalität 

Eine Rechtsschutzversicherung unterstützt bei der Durchsetzung der Ansprüche bis hin zum Gericht und kommt für die Anwalts – sowie Prozesskosten im Streitfall auf. Zusätzlich dazu kann eine Cyberversicherung abgeschlossen werden. Diese steht den Opfern von Cyber-Mobbing mit einer Erstberatung und psychologischer Unterstützung zur Seite oder sucht nach Daten im Netz, die schädlich für die Versicherten sind, um diese in einem nächsten Schritt zu löschen.

Ob es ratsam ist, solch eine Versicherungspolice abzuschließen, hängt mit dem eigenen Sicherheitsverlangen zusammen. Grundsätzlich lohnt es sich, die verschiedenen Tarife genauer zu vergleichen.

Die Stiftung Warentest hat in ihrem aktuellen Test vom Mai 2020 speziell das Leistungsangebot von 15 Cyberversicherern geprüft.