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Hamburgs Elbphilharmonie im Sommer 2015 fertig?

Auf Hamburgs bekanntester Baustelle geht es endlich weiter: Nachdem seit November 2011 die Arbeiten an der Hamburger Elbphilharmonie ruhten, einigten sich die Stadt und die Baufirma Hochtief auf ein Eckpunktepapier. Neuer Fertigstellungstermin: Sommer 2015 – fünf Jahre später als ursprünglich angedacht.
Hamburgs Elbphilharmonie im Sommer 2015 fertig?

Wenn es nach den Planungen der Stadt Hamburg für die Elbphilharmonie gegangen wäre, würden bereits seit 2010 etliche Besucher in das Konzerthaus strömen. Die Kosten für die Steuerzahler hätten sich auf immer noch beachtliche 77 Millionen Euro belaufen, aber Hamburgs Stadtbild wäre um ein Prestigeobjekt reicher. Doch die Realität sieht anders aus. Zwar hat sich das Panorama der Stadt geändert, doch eröffnet ist die Elbphilharmonie noch lange nicht. Und die Kosten belaufen sich mittlerweile auf 323 Millionen Euro.

Streit um Kosten und Dachbau verzögern Bauarbeiten

Seit 10 Monaten hat sich nichts mehr auf der Großbaustelle getan. Grund sind Streitigkeiten zwischen dem beauftragten Baukonzern Hochtief und der Stadt Hamburg über gestiegene Kosten und Probleme beim Dachbau gewesen. Nun wurde eine Einigung gefunden. Als „Meilenstein“ wird das vereinbarte Eckpunktepapier bezeichnet. Damit verständigten sich alle Beteiligten verbindlich auf die erfolgreiche Fertigstellung der Elbphilharmonie, so Karl Olaf Petters, Sprecher der Kulturbehörde Hamburg.

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Noch mal ein Jahr Planung und zwei Jahre Bau

Die Vereinbarung sieht vor, dass Hochtief mit den Architekten zusammen innerhalb eines Jahres ein Konzept vorstellt, wie es am Bau der Elbphilharmonie weitergeht. Im Anschluss sind weitere zwei Jahre für die Bauzeit eingeplant. Damit es keine weiteren Verzögerungen mehr aufgrund von Kostenstreitigkeiten gibt, wird künftig ein Schiedsgericht eingesetzt. Wenn diesmal alles nach Plan verläuft, dürfen sich die Hamburger im Sommer 2015 auf eine große Eröffnungsfeier des Konzerthauses einstellen.

Probleme auch auf anderer Baustelle: BER-Flughafen-Chef vor Ablösung

Probleme bei deutschen Großbauprojekten sind derzeit keine Seltenheit. Man denke dabei nur an den Hauptstadtflughafen BER. Wie wir bereits berichtet haben, kämpfen die Verantwortlichen um die Finanzierung des Großflughafens. Zumindest einer soll sich daran nicht beteiligen – ausgerechnet der BER-Chef Rainer Schwarz. Nach Informationen des RBB hat er noch keinen Vorschlag gemacht, wie das finanzielle Loch von 1,2 Milliarden Euro geschlossen werden kann. Wie unser Kooperationspartner Welt Online berichtet, wird der Chef der Berliner Flughafengesellschaft nun voraussichtlich nach der Aufsichtsratsitzung im September seinen Posten räumen müssen. Damit hätte das Debakel um die Verschiebung des Flughafens Berlin Brandenburg eine weitere personelle Konsequenz, nachdem schon Technikchef Manfred Körtgen gehen musste.