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Rente: Jede fünfte Frau erhält weniger als 250 Euro Rente im Monat

Sechs von zehn Frauen erhalten in Deutschland eine monatliche Rente, die unter dem Niveau der Grundsicherung von 686 Euro liegt. Fast ein Viertel der Rentnerinnen beziehen nicht einmal 250 Euro im Monat. Das ergab die Antwort der Bundesregierung auf eine Große Anfrage der Linksfraktion zum Thema Altersvorsorge für Frauen.
Rente: Jede fünfte Frau erhält weniger als 250 Euro Rente im Monat

Wie das VersicherungsJournal berichtet, erhielt der Großteil der Frauen in Deutschland 2011 eine viel zu niedrige Rente. Über 80 Prozent aller Rentnerinnen bezogen demnach weniger als 850 Euro im Monat. Bei 63,3 Prozent der Frauen lag die Rente im vergangenen Jahr sogar unter dem Grundsicherungsniveau. Dies antwortete das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) auf eine Große Anfrage der Linken gegeben. Die Antwort liegt dem VersicherungsJournal vor.

Viele Frauen beziehen geringe Rente

Das BMAS weist darauf hin, dass die Zahlen jedoch nicht aussagekräftig genug seien. Die niedrigen Renten könnten auch daher kommen, dass sich Frauen selbständig gemacht oder den Beamtenstatus angenommen haben. „Tatsächlich liegt der Anteil der Frauen, die im Alter Leistungen der Grundsicherung beziehen, lediglich bei 2,9 Prozent“, so das BMAS. Dennoch wird das Ergebnis der Großen Anfrage am kommenden Freitag für viele Diskussionen im Bundestag sorgen, wenn das Thema Alterssicherung und Altersarmut von Frauen in Deutschland im Mittelpunkt steht.

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Über 80 Prozent der Rentnerinnen erhalten weniger als 850 Euro Rente

Den Daten der Deutschen Rentenversicherung Bund zufolge würden acht von zehn Frauen von den verschiedenen Rentenkonzepten der Opposition und der Bundesregierung profitieren. Denn bei den beiden Maßnahmen, die die Altersarmut von Frauen bekämpften sollen – die Mindestrente von der SPD und die Lebensleistungsrente von Union und FDP –, wird derzeit eine Mindesthöhe der monatlichen Rente von 850 Euro diskutiert. Unabhängig davon, wie hoch der monatliche Rentenbetrag am Ende ausfällt, zeigt die Antwort des BMAS, dass dringend Handlungsbedarf besteht.

Schäuble: Kein Spielraum für Mütterrente

Unterdessen wurde am Sonntag bekannt, dass Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) im Haushalt 2013 „überhaupt keinen Spielraum“ für die Rentenerhöhung älterer Mütter sieht, die auf dem CDU-Parteitag beschlossen wurde. Wie Schäuble der „Bild am Sonntag“ mitteilte, fehle auch für die Lebensleistungsrente das Geld. Als einen Grund dafür nannte er die neuen Hilfsmaßnahmen für Griechenland. Der Vize-Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Max Straubinger, kritisierte Schäubles Aussage daraufhin:. „Man kann nicht einfach sagen: Das geht nicht wegen Griechenland“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“. „Wenn beides nicht finanzierbar ist, muss man Prioritäten setzen“. Für die CSU ist anders als für den Finanzminister klar, was Vorrang haben sollte: die Alterssicherung von Frauen.

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