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Umfrage zur Berufsunfähigkeit: Risiko wird weiter unterschätzt

Für Versicherungsexperten gehört neben der privaten Altersvorsorge der Berufsunfähigkeitsschutz zu den wichtigsten Versicherungen für den Durchschnittsbürger. Denn die staatlichen Leistungen im Falle einer Berufsunfähigkeit fallen meist so gering aus, dass es kaum möglich ist den bisherigen Lebensstandard zu erhalten. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung wird daher immer wieder empfohlen, um die Versorgungslücke in so einem Fall zu schließen.
Umfrage zur Berufsunfähigkeit: Risiko wird weiter unterschätzt

Das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer solchen Versicherungspolice ist in der Bevölkerung jedoch nicht sehr weit verbreitet. Dies liegt vor allem daran, dass das Risiko berufsunfähig zu werden generell unterschätzt wird. Die aktuelle „Job & Leben“-Umfrage der GfK Marktforschung im Auftrag der Versicherungsgesellschaft Heidelberger Leben sollte ergründen, wie verbreitet die Fehleinschätzungen hinsichtlich des Risikos Berufsunfähigkeit tatsächlich sind. Dazu wurden rund 2.000 Personen ab 14 Jahren befragt.

Risiko wird von den meisten Befragten falsch eingeschätzt

Das Ergebnis ist eindeutig: Während tatsächlich etwa jeder vierte Berufstätige vor Eintritt ins reguläre Rentenalter berufsunfähig wird, schätzten bei der Befragung der GfK Marktforschung 41 Prozent der Befragten das Berufsunfähigkeitsrisiko mit 10 Prozent als viel zu niedrig ein. Etwa 15 Prozent der Befragten glauben sogar, dass nur etwa jeder Zwanzigste berufsunfähig wird. Nur 23 Prozent der Befragten lagen mit ihrer Schätzung richtig.

Service: Mehr Informationen zur Berufsunfähigkeit, ihre Ursachen und welche Absicherungen Verbraucher treffen können, gibt es hier.

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Kosten für Berufsunfähigkeitsschutz werden unterschätzt

Auch hinsichtlich der Kosten für eine private Berufsunfähigkeitsversicherung herrscht große Unsicherheit. Um ein repräsentatives Ergebnis zu erreichen, wurden die Befragten nicht gebeten, die Kosten für eine eigene Berufsunfähigkeitsversicherung einzuschätzen, sondern für einen Modellfall. So sollte angegeben werden, wie hoch sich die monatlichen Kosten für eine Berufsunfähigkeitspolice für einen 30-jährigen Nichtraucher mit einem Bürojob gestalten, wenn die BU-Rente auf 1.500 Euro festgelegt wird. Knapp ein Drittel der Befragten (30 Prozent) schätzte den finanziellen Aufwand auf 60 Euro im Monat ein. Etwa 15 Prozent gaben die Kosten mit rund 30 Euro an. Nur etwa ein Viertel (24 Prozent) schätzte die durchschnittlichen Versicherungsbeiträge mit 90 Euro realistisch ein. Trotz der zum Teil hohen Preise, kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll sein. Am besten eignet sich ein persönliches Beratungsgespräch, um herauszufinden, welche Versicherung das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. 

Hoher Beratungsbedarf bei Berufsunfähigkeit

Das Marktforschungsunternehmen betont dabei, dass insbesondere junge Menschen im Alter zwischen 20 und 29 Jahren und Familien mit Kindern die Kosten oft falsch einschätzen. Hier lag rund die Hälfte der Befragten (48 Prozent) mit der Schätzung zu niedrig. Michael Sattler, Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Leben, kommentierte die Ergebnisse der Untersuchung: „Der Aufklärungs- und Beratungsbedarf beim Thema Berufsunfähigkeit ist groß. Makler und Versicherer sind besonders gefragt, um das Bewusstsein für die Risiken und die richtige Vorsorge zu schärfen.“

Neue Umfrage der Stiftung Warentest

Eine Möglichkeit die Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu reduzieren, ist die Verrechnung der Überschussbeteiligungen. Überschüsse fallen dann an, wenn der jeweilige Versicherer mit den eingezahlten Versicherungsbeiträgen besonders gut wirtschaften kann. Im Gegensatz zu kapitalbildenden Versicherungen, wie etwa der Lebens- oder Rentenversicherung, wird bei der Berufsunfähigkeitsversicherung eine Beteiligung an solchen Überschüssen nicht auf das eingezahlte Kapital aufgeschlagen. Vielmehr bieten einige Versicherer den Versicherungsnehmern an, dass die Beteiligungen mit den monatlichen Versicherungsbeiträgen verrechnet werden. Dadurch kann die finanzielle Belastung durch die Versicherungsbeiträge erheblich gesenkt werden – jedoch nur dann, wenn entsprechend hohe Überschüsse erwirtschaftet werden. In einer aktuellen Umfrage versucht die Stiftung Warentest zu ergründen, wie sich die Versicherungsbeiträge bei BU-Policen mit einer Überschuss-Verrechnung entwickelt haben. Denn die Versicherungsgesellschaften sind auch von dem derzeit sehr niedrigen Zinsniveau betroffen, so dass es nicht immer möglich ist, Überschüsse zu erwirtschaften. Ob und in welchem Ausmaß sich dies auf die durchschnittlichen Versicherungsbeiträge für BU-Verträge auswirkt, soll die aktuelle Umfrage klären.

 

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur Berufsunfähigkeitsversicherung.