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Tag der Organspende: Kampagne soll Spendenbereitschaft erhöhen

Am Samstag, den 1. Juni 2013, findet bundesweit der Tag der Organspende statt. Die Spendenbereitschaft der Deutschen ist nach den Transplantationsskandalen im vergangenen Jahr rapide gesunken. Heute starten das Bundesgesundheitsministerium und die BZgA eine neue Kampagne für mehr Spenden.
Tag der Organspende: Kampagne soll Spendenbereitschaft erhöhen

"Das trägt man heute: den Organspendeausweis" - so lautet das Motto der neuen Kampagne, die das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) pünktlich zum Tag der Organspende am kommenden Samstag starten. Ein gutes Jahr nach dem Beschluss der Organspende-Reform soll damit die sinkende Bereitschaft zur Organspende in Deutschland wieder erhöht werden. Unterstützt wird die Kampagne von vielen Prominenten, darunter dem Schauspieler und Tatort-Kommissar Klaus J. Behrendt, der Olympiasiegerin im Biathlon Kati Wilhelm, dem Olympiasieger im Gewichtheben Matthias Steiner und den Moderatoren Sonya Kraus und Markus Lanz.

Gegen die Krise der Organspende

Angesichts der Skandale an mehreren Transplantationszentren war die Spendenbereitschaft der Deutschen zuletzt massiv eingebrochen. Nach offiziellen Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) war die Zahl der Spender bereits im Jahr 2012 auf ein Rekordtief eingebrochen und insgesamt um 12,8 Prozent zurückgegangen. Dieser rückläufige Trend setzte sich auch im ersten Quartal 2013 fort. Zwischen Januar und März konnten deutschlandweit lediglich 230 Organspender registriert werden - ein Rückgang um fast 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Hintergrund ist das schwindende Vertrauen der Bevölkerung in die Transplantationsmedizin, nachdem an mehreren Transplantationszentren im Land Manipulationen bekannt geworden waren.

Hier finden Sie ausführliche Informationen rund um das Thema Organspende.

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Informationen und Organspendeausweise von den Krankenkassen

Um wieder mehr Menschen zum Nachdenken über das Thema anzuregen, verschicken die Krankenkassen seit Ende letzten Jahres jede Menge Informationsmaterial an ihre Mitglieder. Per Gesetz sollen sie fortan jeden Bürger ab 16 Jahren regelmäßig befragen, ob er einer Spende von Organen oder Geweben nach seinem Tod zustimmt. Zu einer Antwort gezwungen wird allerdings niemand, die seit dem 1. November 2012 geltende Entscheidungslösung soll die Versicherten lediglich mit der Frage nach ihrer Bereitschaft zur Organspende konfrontieren. Um Interessierten den Einstieg in das Thema zu erleichtern, haben das BMG und die BZgA zudem ihr Online-Angebot zur Organ- und Gewebespende ausgebaut. Wer noch keinen Organspendeausweis besitzt, kann diesen dort herunterladen oder bestellen.

Tag der Organspende am 1. Juni 2013

Auch am kommenden Samstag soll vielerorts wieder darauf aufmerksam gemacht werden, dass zahlreiche Menschen hierzulande dringend ein Spenderorgan benötigen. Über 12.000 Patientinnen und Patienten stehen derzeit auf den Wartelisten und hoffen auf einen passenden Spender - täglich sterben drei von ihnen. "Jeder Organspender ist ein Lebensretter. Mein Wunsch ist, dass mehr Menschen sich bei der Organspende entscheiden und dies mit einem Organspendeausweis eindeutig dokumentieren", erklärt Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr. Die zentrale Veranstaltung zum Tag der Organspende findet in diesem Jahr in Essen statt, zum ersten Mal soll dann auch die interkulturelle Solidarität bei der Organspende thematisiert werden.