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Ab 2014 gilt die Gesundheitskarte: Aus für Krankenversichertenkarte

Wer bisher noch mit seiner Krankenversichertenkarte zum Arzt geht, sollte sein Foto für die elektronische Gesundheitskarte zügig an seine Krankenkasse schicken. Denn ab dem 1. Januar 2014 ist die alte Karte nicht mehr gültig, sondern nur die neue Version mit Lichtbild. Kassenpatienten werden zwar weiterhin behandelt, müssen aber schlimmstenfalls die Behandlung selbst zahlen.
Krankenversichertenkarte wird endgültig von Gesundheitskarte abgelöst
Ab Januar 2014 gilt nur noch die elektronische Gesundheitskarte

Aus für die alte Krankenversichertenkarte! Nach einem jahrelangen Hin und Her haben sich der GKV-Spitzenverband und die Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) nun darauf geeinigt, die alte Version der Gesundheitskarte abzuschaffen. Ab dem 1. Januar 2014 gilt nur noch die elektronische Variante mit dem Foto. Rund fünf Prozent der gesetzlich Krankenversicherten gehen noch immer mit ihrer alten Krankenversichertenkarte zum Arzt, obwohl es die neue elektronische Gesundheitskarte bereits seit Oktober 2011 gibt.

Klassische Krankenversichertenkarte nur noch bis Ende 2013 gültig

Wer auch noch im nächsten Jahr mit der alten Karte zum Arzt geht, wird zwar weiterhin vom ihm behandelt werden. Doch innerhalb von zehn Tagen müssen die Patienten einen gültigen Versicherungsnachweis nachreichen. Wird die Bescheinigung nicht eingereicht, kann der Arzt die Kosten für die Behandlung direkt vom Patienten einfordern. Dem Betroffenen werden die Kosten nur erstattet, wenn er bis zum Ende des jeweiligen Quartals einen entsprechenden Versicherungsnachweis nachzureicht. Noch bis zum 1. Oktober 2014 kann die alte Karte genutzt werden. Wer sich also bisher geweigert hat, sein Lichtbild für die neue E-Card bei seiner gesetzlichen Krankenversicherung einzureichen, hat nun keine andere Wahl mehr. Das Aus für die klassische Krankenversichertenkarte ist vom GKV-Verband und von der KBV besiegelt.

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Was ist neu an der Gesundheitskarte?

Mit dem Foto soll der Missbrauch von Gesundheitsleistungen verhindert werden. Auf der Gesundheitskarte ist neben Name, Geburtsdatum und Adresse auch die Krankenversicherungsnummer der Versicherten gespeichert. Sie sollen künftig auch wichtige, sogenannte Notfalldaten – etwa zu Allergien und Blutgruppe – auf ihrer Karte abspeichern lassen können sowie Röntgenbilder und Informationen über chronische Erkrankungen. Ursprünglich war zudem geplant, dass auf der Gesundheitskarte elektronische Rezepte hinterlegt werden. Derzeit ist dieses Vorhaben jedoch verschoben. Ziel der neuen E-Card ist es, „die Qualität der medizinischen Versorgung zu verbessern, die Rolle der Patienten zu stärken und Kosten zu senken“, fasst das Bundesgesundheitsministerium zusammen.

Ab dem 1. Januar 2014 gilt nur noch die elektronische Gesundheitskarte

Die von den Krankenkassen ausgegebene Krankenversichertenkarte gibt es seit 1995. Nach fast 20 Jahren Einsatzzeit wird sie – unabhängig vom aufgedruckten Ablaufdatum – nun endgültig von der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) abgelöst. Auf der Rückseite der E-Card ist die Europäische Krankenversicherungskarte aufgedruckt. „Damit erhält der Versicherte medizinische Leistungen in 27 Mitgliedsstaaten sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz.“ Darauf weist der der GKV-Spitzenverband hin. Was der Verband dabei nicht erwähnt: Oftmals sind die medizinischen Leistungen im Ausland, die die Krankenkasse erstattet, sehr gering, sodass sich Reisende gegebenenfalls mit einer Auslandskrankenversicherung zusätzlich absichern sollten.

Bildquelle: Barmer GEK

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