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Stiftung Warentest zeigt Ökofonds im Test die rote Karte

57 geschlossene Ökofonds hat sich Stiftung Warentest im aktuellen Test (Finanztest 11/2013) angeschaut. Im Detail wurden nur zehn Fonds untersucht, viele flogen wegen K.O.-Kriterien vorher aus der Untersuchung. Keiner der getesteten Ökofonds ist aus Sicht von Stiftung Warentest empfehlenswert. Im Gegenteil: Fast alle sind mangelhaft.
Ökofonds Test 2013 von Stiftung Warentest: Viele Fonds sind mangelhaft
Vorsicht bei Ökofonds warnt aktuell Stiftung Warentest

Eigentlich stellen geschlossene Ökofonds für umweltbewusste Anleger eine gute Möglichkeit dar, ihr Geld „grün“ anzulegen. Doch Stiftung Warentest rät nun im aktuellen Test der Finanztest davon ab. Denn „keinen der geprüften Fonds können die Finanztest-Experten guten Gewissens empfehlen“, lautet das traurige Urteil der Verbraucherorganisation. Zu viel Risiko, verschönte Prognosen, zu knapp kalkulierte Rücklagen: „Das Testergebnis ist ein Armutszeugnis“ für geschlossene Ökofonds. Immerhin noch zwei Fonds haben von der Stiftung Warentest die Bewertung „Ausreichend“ erhalten, die restlichen acht sind schlichtweg „Mangelhaft“.

Ökofonds Test von Stiftung Warentest: Viel zu große Risiken für Anleger

Anleger können in Ökofonds meist schon mit einer Kapitalanlage ab 10.000 Euro aufwärts plus zusätzlicher fünf Prozent für die Abschlusskosten investieren. Die Fonds bieten im Gegenzug eine Rendite zwischen fünf und zehn Prozent sowie die Garantie einer sicheren Geldanlage. Denn die staatlich garantierten Einspeisungsvergütungen für den Strom sollen die Anlage sicher machen. Doch der Fonds kann zum Risiko werden, wenn die Anbieter von Solar- und Windparks, Biogas- und Wasserkraftanlagen die Kosten und Erträge nicht gut planen. So hat Stiftung Warentest die geschlossenen Ökofonds aussortiert, bei denen mehr als zehn Prozent der künftigen Investitionen noch nicht feststehen.

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Fast alle getesteten geschlossenen Ökofonds sind mangelhaft

Nur zehn Fonds erfüllen die von der Verbraucherorganisation gestellten Bedingungen, um überhaupt in den Test aufgenommen zu werden, und wurden zum Stichtag 2. September 2013 noch auf der Website der Unternehmen angeboten. Neun davon finanzieren sich mit mehr als 60 Prozent aus Fremdkapital. Das ist aus der Sicht von Stiftung Warentest riskant. Denn die Anleger müssen auch dann die Bankkredite mit Geld aus dem Fonds zurückzahlen, „wenn die Geschäfte schlecht laufen.“ Je mehr die Fondanbieter ihre Investitionen mit Fremdkapital finanzieren, desto risikoreicher kann es für den Anleger werden.

Stiftung Warentest prüft Ökofonds kritisch

Stiftung Warentest hat die Fonds auf die Erträge und die Kosten, das Prognoserisiko sowie die Kontrolle und den Vertrag getestet. Je niedriger etwa die Einmalkosten und die laufenden Kosten sind, desto besser ist das für den Verbraucher. Ebenso gut ist es, wenn der Anbieter „zu verschiedenen Zeitpunkten ausreichende Liquiditäts¬rücklagen“ vorsieht. Sollte es zu unvorhergesehenen Ereignissen kommen, steht die Kapitalanlage des Verbrauchers nicht sofort auf dem Spiel. Die Verbraucherorganisation beurteilt zudem den Umstand positiv, wenn ein Wirtschaftsprüfer die Prospektangaben für das Fondsangebot als plausibel und richtig bestätigt hat.

Zwei Ökofonds-„Testsieger“ von Finanztest ermittelt

Die „besten“ geschlossenen Ökofonds „CFB-Fonds 180 - Solar-Deutschlandportfolio V“ (Commerz Real Fonds) und „LHI Solar Deutschland VII Georgsdorf & Prenzlau“ (LHI Leasing) haben beim Test von Stiftung Warentest mit „Ausreichend“ abgeschnitten. Die Verbraucherorganisation rät nur vermögenden Anlegern zu geschlossenen Ökofonds, da diese trotz gewisser Sicherheiten ein hohes Risiko bergen. Mehr als fünf Prozent ihres Vermögens sollten sie daher auch nicht anlegen. Als „eine gute Chance, mit Wind-, Solar- oder Biogasanlagen Geld zu verdienen“, sieht Finanztest Bürgerbeteiligungen in der Nähe des Wohnorts. Denn dort sind sich die Anleger einander bekannt und auch die Ziele des Projekts lassen sich gemeinsam planen. Verbraucher sollten in jedem Fall Ökofonds auf Herz und Nieren prüfen und nicht blind auf die hohen Renditeversprechen vertrauen.

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