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Stiftung Warentest testet 58 nachhaltige Fonds: Licht und Schatten

Mit einem nachhaltigen Fonds wollen Anleger nicht nur Rendite erzielen. Sie möchten vor allem eine Geldanlage, die bestimmte ökologische und ethische Richtlinien erfüllt. Die Stiftung Warentest hat untersucht, wie sauber 58 nachhaltige Fonds sind. Nur drei von ihnen sind ethisch sehr streng.
Nachhaltige Fonds: Nur einer ist zu 100 Prozent ethisch-ökologisch
Mit nachhaltigen Fonds erneuerbare Energien fördern

Nachhaltige Fonds geben Anleger das Versprechen, ethisch-ökologisch sauber zu sein. Doch wie Stiftung Warentest in einem Test (Finanztest 07/2017) feststellt, können nur wenige untersuchten 58 Investmentfonds garantieren, wirklich nachhaltig zu sein. Insgesamt standen 28 Aktienfonds, zehn Rentenfonds Welt (Euro) und 20 Mischfonds auf dem Prüfstand.

Für ihren Test hat die Stiftung Warentest drei Kriterien definiert, die die nachhaltigen Fonds erfüllen sollten, um ihren Anspruch gerecht zu werden. Demnach dürfen die Fonds nicht in Hersteller geächteter Waffen, Atomkraftwerksbetreiber und Firmen finanzieren, die gegen die Arbeits- und Menschenrechte verstößen.

Darüber hinaus prüften die Experten weitere Kriterien der nachhaltigen Fonds. So wurde untersucht, ob das Kapital nicht in Unternehmen aus den folgenden Branchen beziehungsweise Bereichen fließt:

  • Fossile Brennstoffe
  • Glücksspiel
  • Korruption
  • Pornografie
  • Umstrittene Landwirtschaft (industrielle Tierhaltung)
  • Zerstörung von Ökosystemen (durch organische, giftige Schadstoffe)

Nachhaltige Fonds: Ökologisch-ethische Geldanlage

Wie schon beim Vergleich nachhaltige Fonds im Jahr 2014 ist der ÖkoWorld ÖkoVision Classic C der konsequent nachhaltigste. Dieser Aktienfonds schließt alle von der Stiftung Warentest als problematisch angesehenen Problembranchen aus. So wird nicht in Aktien von Unternehmen investiert, die beispielsweise mit Erdöl, Fracking oder Agrar-Gentechnik in Verbindung gebracht werden. Im aktuellen Test kommen zudem zwei Aktienfonds dazu, die ebenfalls alle Kriterien erfüllen: Swisscanto Green Invest Equity AA und Triodos Sustainable Equity R ausschüttend.

Die ethisch-ökologische Investition hat für Anleger jedoch seinen Preis. Die Fonds verlangen  Gebühren in Höhe zwischen 1,5 Prozent und 2,53 Prozent im Jahr. Diese Kosten drücken auf die Rendite.

Die drei Hauptkritierien erfüllen 35 der 58 geprüften Fonds. Acht von ihnen erhalten in der Bewertung des Chance-Risiko-Verhaltnisses das beste Ergebnis von fünf Sternen von der Stiftung Warentest. Diese sind:

Aktienfonds

  • GreenEffects NAI-Wertefonds
  • TerrAssisi Aktien I AMI
  • Sycomore Selection Responsable R

Rentenfonds

  • Superior 1 Ethik Renten (A)

Mischfonds

  • FairWorldFonds (Union)
  • Superior 3 Ethik (A)
  • Private Banking Vermögensportfolio Nachhaltig A PI 4
  • Private Banking Vermögensportfolio Nachhaltig B PI 4

Tipp: Die Rendite der Aktienfonds (über fünf Jahre), die 2017 die ethischen Kriterien der Verbraucherorganisation erfüllen, schwankt zwischen 6,6 Prozent und 15,7 Prozent. Gleichzeitig bewegen sich die Kosten für die Fonds in einer Spanne von 0,38 Prozent bis 2,53 Prozent. Welche Optionen Sie haben, Ihr Geld möglichst nachhaltig und gewinnbringend anzulegen, erfahren Sie mit einem unverbindlichen Angebot zur Kapitalanlage.

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Der Testsieger unter den nachhaltigen Rentenfonds 2017

Unter den nachhaltigen Rentenfonds gibt es mit Superior 1 Ethik Renten einen klaren Gewinner. Er hat die höchste Finanztest-Beurteilung hinsichtlich Rendite und Kosten. Rentenfonds sind im Vergleich zu Aktienfonds sicherer, haben jedoch geringere Renditeaussichten. Der Testsieger weist über einen Zeitraum von fünf Jahren eine Rendite von 2,5 Prozent aus.

Nur die wenigsten Fonds sind wirklich nachhaltig

Rund 500 Fondsgesellschaften, die Stiftung Warentest regelmäßig untersucht, geben an nachhaltig zu investieren. Doch in der Vergangenheit ließ der Blick auf die Testergebnisse Zweifel an dieser Behauptung aufkommen. Nur fünf der untersuchten 46 nachhaltigen Fonds schlossen 2014 die Öl- und Kohleindustrie aus. 2017 haben sich die Fonds jedoch verbessert. 24 geben an, nicht in fossile Brennstoffe zu investieren. Nur elf schließen allerdings Branchen und Geschäftspraktiken aus, die zur Zerstörung des Ökosystems beitragen, etwa die Produktion von Palmöl.

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur Geldanlage.