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Zusatzbeitrag 2015: So viel verlangen die Krankenkassen

Fast alle gesetzlichen Krankenkassen erheben einen Zusatzbeitrag seit Januar 2015. Die Höhe unterscheidet sich teils deutlich zwischen den Kassen. Ob Techniker Krankenkasse, AOK, Barmer GEK oder DAK – beinahe alle 123 Krankenkassen erheben 2015 einen Zusatzbeitrag.
Kassenpatienten zahlen künftig unterschiedlichen Zusatzbeitrag
Zusatzbeitrag der Krankenkassen fällt unterschiedlich aus

Das Beitragssystem der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hat sich durch den neuen einkommensabhängigen Zusatzbeitrag im Januar 2015 verändert. Bisher zahlten Arbeitnehmer 8,2 Prozent ihres Bruttoeinkommens an die gesetzliche Krankenkasse und Arbeitgeber schossen 7,3 Prozent dazu. Zum Jahreswechsel wurde der Beitrag für Arbeitnehmer um 0,9 Prozentpunkte gesenkt. Gleichzeitig erheben die Krankenkassen nun einen Zusatzbeitrag. Da sich viele Kassen an dem vom Gesundheitsministerium vorgegebenen durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 0,9 Prozent halten, bleibt der Arbeitnehmeranteil für die meisten Kassenpatienten gleich hoch. Gleichzeitig wurde der Anteil des Arbeitgebers auf 7,3 Prozent festgefroren. Steigen die Zusatzbeiträge wie von Experten vermutet, dann werden nur die Versicherten selbst stärker finanziell belastet.

Einige Krankenkassen haben ihren Zusatzbeitrag für 2015 deutlich unter dem Schnitt von 0,9 Prozent festgelegt. Kassenpatienten können daher mit einem Wechsel viel Geld sparen.

Service: Mit dem individuellen Krankenkassen-Vergleichsrechner finden Sie schnell heraus, welche Kasse Ihre Wünsche - preislich wie bei den Leistungen - am besten erfüllt.

Zusatzbeitrag 2015 aller 123 Krankenkassen:

  • Knappschaft

Zusatzbeitrag 2015 bei den Allgemeinen Ortskrankenkassen (0,3 bis 0,9 Prozent)

  • AOK Baden-Württemberg
  • AOK Bayern
  • AOK Bremen/Bremerhaven (0,9 Prozent)
  • AOK Hessen (0,9 Prozent)
  • AOK Niedersachsen (0,8 Prozent)
  • AOK Nordost
  • AOK Nordwest
  • AOK Plus
  • AOK Rheinland/Hamburg
  • AOK Rheinland/Saarland (0,9 Prozent)
  • AOK Sachsen-Anhalt

Zusatzbeitrag 2015 bei den Innungskrankenkassen (0,6 bis 1,2 Prozent)

  • BIG Direkt
  • IKK Brandenburg und Berlin (0,6 Prozent)
  • IKK classic
  • IKK gesund plus (0,6 Prozent)
  • IKK Nord (0,9 Prozent) -  ab dem 1. Juli 2015 1,3 Prozent
  • IKK Südwest

Zusatzbeitrag 2015 bei den Ersatzkassen (0,4 bis 0,9 Prozent)

Zusatzbeitrag 2015 bei den Betriebskrankenkassen (0,0 bis 1,3 Prozent)

in allen Bundesländern geöffnet

  • actimonda BKK
  • Audi BKK
  • Bahn BKK (0,9 Prozent)
  • Bertelsmann BKK (0,7 Prozent)
  • BKK Mobil Oil
  • BKK 24 (0,9 Prozent)
  • BKK Braun-Gillette (1,2 Prozent)
  • BKK family (1,2 Prozent)
  • BKK firmus
  • BKK Gildemeister Seidensticker (0,7 Prozent)
  • BKK Linde (0,9 Prozent)
  • BKK Pfalz (1,2 Prozent)
  • BKK ProVita (0,6 Prozent)
  • BKK VerbundPlus (0,6 Prozent)
  • BKK VBU
  • BKK vor Ort (0,9 Prozent)
  • Continentale BKK (0,9 Prozent)
  • Debeka BKK (0,9 Prozent)
  • Deutsche BKK
  • energie-BKK (0,9 Prozent)
  • Heimat Krankenkasse (0,9 Prozent)
  • Novitas BKK (0,9 Prozent)
  • pronova BKK (0,9 Prozent)
  • R+V BKK (0,8 Prozent)
  • Salus BKK (0,5 Prozent)
  • SBK (Siemens Betriebskrankenkasse)
  • Schwenninger BKK
  • Securvita -  ab dem 1. Juli 2015 1,1 Prozent
  • TUI BKK (0,9 Prozent)
  • Vereinigte BKK (1,2 Prozent)
  • WMF BKK (0,9 Prozent)

nicht in allen Bundesländern geöffnet

  • atlas BKK ahlmann (0,9 Prozent)
  • BKK Achenbach Buschhütten (0,7 Prozent)
  • BKK advita (0,9 Prozent)
  • BKK Akzo Nobel (0,6 Prozent)
  • BKK Demag Krauss-Maffei (0,9 Prozent)
  • BKK Diakonie (0,9 Prozent)
  • BKK DürkoppAdler (0,8 Prozent)
  • BKK Euregio (kein Zusatzbeitrag)
  • BKK exklusiv
  • BKK Faber-Castell & Partner (0,35 Prozent)
  • BKK Freudenberg (0,7 Prozent)
  • BKK Henschel Plus (0,9 Prozent)
  • BKK HMR Herford Minden Ravensberg (0,8 Prozent)
  • BKK Herkules (0,8 Prozent)
  • BKK Melitta Plus (0,8 Prozent)
  • BKK MEM (0,3 Prozent)
  • BKK Pfaff (0,4 Prozent)
  • BKK Public (0,9 Prozent)
  • BKK SBH (0,5 Prozent)
  • BKK Scheufelen (0,4 Prozent)
  • BKK Schleswig-Holstein (0,9 Prozent)
  • BKK Technoform (0,7 Prozent)
  • BKK Textilgruppe Hof (0,9 Prozent)
  • BKK VDN (0,4 Prozent)
  • BKK vital (0,9 Prozent)
  • BKK Werra-Meissner (0,9 Prozent)
  • BKK Wirtschaft und Finanzen (0,9 Prozent)
  • BKK ZF & Partner (0,5 Prozent)
  • Bosch BKK
  • Brandenburgische BKK (1,3 Prozent)
  • Die Bergische BKK (0,6 Prozent)
  • Metzinger BKK (kein Zusatzbeitrag)
  • mhplus BKK
  • Siemag BKK (0,7 Prozent)
  • SKD BKK (0,7 Prozent)
  • Thüringer BKK (0,8 Prozent)
  • Vaillant BKK (0,9 Prozent)

Zusatzbeitrag bei den betriebsbezogenen Betriebskrankenkassen

  • BKK Aesculap (0,8 Prozent)
  • BKK B. Braun (0,9 Prozent)
  • BKK Basell (0,9 Prozent)
  • BKK Beiersdorf (0,8 Prozent)
  • BKK BPW (0,8 Prozent)
  • BKK der MTU Friedrichshafen (0,8 Prozent)
  • BKK Deutsche Bank (0,7 Prozent)
  • BKK EVM (0,9 Prozent)
  • BKK EWE (0,7 Prozent)
  • BKK Grillo-Werke (0,7 Prozent)
  • BKK Groz-Beckert (0,3 Prozent)
  • BKK Karl Mayer (0,9 Prozent)
  • BKK KBA (0,75 Prozent)
  • BKK Krones (0,7 Prozent)
  • BKK Mahle (0,7 Prozent)
  • BKK Miele (0,4 Prozent)
  • BKK PwC (0,69 Prozent)
  • BKK Rieker.Ricosta.Weisser (0,5 Prozent)
  • BKK RWE (0,7 Prozent)
  • BKK Salzgitter (0,9 Prozent)
  • BKK Stadt Augsburg (0,7 Prozent)
  • BKK Voralb (0,5 Prozent)
  • BKK Würth (0,4 Prozent)
  • BMW BKK (0,6 Prozent)
  • Daimler BKK (0,9 Prozent)
  • E.ON BKK (0,9 Prozent)
  • Ernst & Young BKK (0,69 Prozent)
  • HEAG BKK (1,2 Prozent)
  • Merck BKK (0,9 Prozent)
  • Südzucker BKK (0,9 Prozent)
  • Wieland BKK (1,1 Prozent)

Zusatzbeitrag 2015: Wechseln lohnt sich

Die AOK Plus und AOK Sachsen-Anhalt erheben einen Zusatzbeitrag für 2015 von 0,3 Prozent, die Metzinger BKK und die BKK Euregio verzichten sogar ganz auf den zusätzlichen Beitrag. Für Versicherte dieser Kasse ist der Krankenversicherungsschutz demnach günstiger geworden. Wer nun zu einer der günstigsten Krankenkassen 2015 wechseln will, sollte allerdinge zwei Dinge beachten. Einerseits gibt es einige Krankenkassen, die nicht in jedem Bundesland geöffnet sind. Anderereits können Kassenpatienten in der Regel nur dann jederzeit kündigen, wenn sie länger als 18 Monate bei ihrem aktuellen Anbieter versichert sind. Hat die Krankenkasse jedoch einen Zusatzbeitrag für 2015 erhoben, können Kassenpatienten von einem einmonatigen Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und in eine günstigere Kasse wechseln. Diese Frist endete allerdings spätestens am 31. Januar 2015.

Wechselwillige sollten nicht allein auf die Preise achten, da sich für jeden Bedarf verschiedene Kassen unterschiedlich gut eignen. Die beste Krankenkasse für 2015 kann daher nicht pauschal genannt werden, sondern richtet sich nach den persönlichen Bedürfnissen des jeweiligen gesetzlich Krankenversicherten.

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Krankenkassen Zusatzbeitrag 2015: Das verändert sich

Mit dem Zusatzbeitrag für 2015 erhalten die Krankenkassen ihre Beitragsautonomie zurück. Dadurch soll ein natürlicher wirtschaftlicher Wettbewerb unter den verschiedenen Krankenkassen entstehen und die Qualität der Leistungen gesichert werden. Hat eine Kasse einen Zusatzbeitrag für 2015 erhoben, ist sie dazu verpflichtet, ihre Mitglieder schriftlich zu informieren. Es muss ersichtlich sein, wie hoch ihr eigener Beitrag ist, wie hoch der durchschnittliche Zusatzbeitrag liegt und wie hoch der Beitrag der Konkurrenz ausfällt.

Zusatzbeitrag 2015: Steigen die Beiträge nun jährlich?

Die gesetzlichen Krankenkassen treffen nun autonome Entscheidungen bezüglich ihrer Beitragshöhe. Sie können dabei den Zusatzbeitrag in beliebiger Höhe festlegen. Aufgrund des starken Wettbewerbs haben die Kassen haben jedoch die Beitragsanpassungen im Jahr 2015 moderat gehalten. Doch für die kommenden Jahre ist die Prognose ungewiss. Schon im März berichtete der Gesundheitsökonom Jürgen Wasem der Nachrichtenagentur dpa, dass er mit einem Erhöhung des Zusatzbeitrags ab 2016 von jährlich 0,2 bis 0,3 Prozentpunkten rechnet. Ein kurzer Krankenkassenvergleich lohnt sich daher nun mindestens einmal im Jahr.

 
Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur gesetzlichen Krankenversicherung.