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Zum Weltnichtrauchertag: Kuriose Rauchverbote aus aller Welt

Am 31. Mai ist der Weltnichtrauchertag. Auch wenn sich die Rechte von Nichtrauchern in Deutschland zuletzt deutlich verbessert haben, zeigen andere Länder, dass hierzulande noch Luft nach oben ist. Egal ob Hawaii, China oder Australien: Raucher haben es dort nicht leicht und müssen sogar damit rechnen, von Kindern bloßgestellt zu werden.
In diesen Ländern gibt es Rauchverbote
Zum Weltnichtrauchertag: Jetzt endlich aufhören

Hawaii: Kein Alkohol unter 21 Jahren – und auch kein Glimmstängel

Voraussichtlich ab 2016 dürfen auf den Hawaii-Inseln nur Personen ab 21 Jahren rauchen. Der US-Bundesstaat will damit eine Vorreiterrolle im Nichtraucherschutz einnehmen. Zwar gibt es auch in den anderen 49 US-Bundesstaaten zum Teil strenge Rauchverbote. Allgemein darf dort bisher schon ab 18 Jahren geraucht werden, einzig in New York City ist seit Anfang 2014 ebenfalls eine Altersgrenze von 21 Jahren gültig.

Namibia: Wenn es nur einen Platz zum Rauchen gäbe…

In Namibia haben es Raucher weltweit mit am schwersten: Hier gibt es nicht nur ein generelles Werbeverbot für Tabakwaren. Ebenso sind keine Zigarettenautomaten gestattet, das Rauchen auf öffentlichen Plätzen ist tabu und auch schnell mal vor die Tür gehen, um sich eine Zigarette anzuzünden, reicht nicht aus. Denn zu Türen, Fenstern und Ventilationseinlässen müssen Raucher beim Tabakkonsum einen Mindestabstand von drei Metern einhalten. Die schnelle Zigarette zwischendurch ist also oft erstmal mit der langwierigen Suche nach einem passenden Plätzchen verbunden.

Bhutan: Teurer Importschlager Zigarette

Im Königreich Bhutan ist nicht einmal der Verkauf von Tabakwaren erlaubt. Zwar ist das Rauchen „nur“ in der Öffentlichkeit untersagt und es darf noch in den eigenen vier Wänden geraucht werden. Dafür müssen Zigaretten, Zigarren oder Tabak jedoch aus dem Ausland importiert werden. Und das ist vergleichsweise teuer. Denn auf Tabak verlangt Bhutan eine hundertprozentige Einfuhrsteuer.

China: Kinder setzen Rauchverbote durch

Deutlich liberaler geht es in China zu. Die Volksrepublik gilt nicht nur als der größte Produzent von Tabak. Mit rund 300 Millionen Rauchern wird im Land der aufgehenden Sonne auch am meisten konsumiert. Schuld daran sind eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz des Rauchens und extrem günstige Preise. So zahlen Raucher in China etwa 50 Cent für eine Schachtel Zigaretten. Entsprechend verbreitet sind allerdings auch gesundheitliche Schäden durch das Rauchen in der Bevölkerung.

Ein neues Anti-Raucher-Gesetz soll ab dem 1. Juni 2015 das Rauchen zumindest an öffentlichen Plätzen, wie Gaststätten, Schulen und Krankenhäusern, einschränken. Ab diesen Stichtag sind in Peking tausende Kontrolleure unterwegs, um gegebenenfalls Geldbußen in Höhe von 30 Euro zu verhängen - 20-mal so viel wie bisher. Gaststättenbesitzer und Co. müssen hingegen mit bis zu 1.500 Euro Strafe rechnen, wenn bei ihnen geraucht wird. Gleichzeitig werden schon die Kleinsten rekrutiert, um gegen den hohen Zigarettenkonsum vorzugehen. So haben Schulkinder in den letzten Monaten drei Handzeichen gelernt, mit denen sie Raucher beim Verstoß gegen die neuen Rauchverbote auffordern können, den Glimmstängel auszumachen.

 

Rauchfrei lohnt sich mehrfach

Mit dem Rauchen aufzuhören, lohnt sich nicht nur für die eigene Gesundheit. Der Geldbeutel wird gleich mehrfach entlastet. Denn man spart nicht nur die Ausgaben für Zigaretten. Einige Versicherungen, wie die Risikolebensversicherung, werden für ehemalige Raucher nach einiger Zeit auch deutlich günstiger.

Australien: Hart erkämpfter Nichtraucherschutz

Australien hat im Jahr 2012 das sogenannte Plain-Packaging eingeführt. Auf Zigarettenschachtel werden daher nicht nur Bilder von verfaulten Zähnen oder krebszerfressenen Lungen abgebildet. Statt des Logos der jeweiligen Zigarettenmarke darf zudem nur noch der Name aufgedruckt werden. Das Beispiel Australien zeigt dabei, dass es zuweilen gar nicht so einfach ist, Gesetze zum Rauchverbot bzw. Nichtraucherschutz umzusetzen. Denn die Tabakkonzerne haben Down Under in der Folge mit Klagen überhäuft – unter anderem wegen Verletzung des internationalen Markenrechts und geistigen Eigentums. Zwar hat sich Australien bisher durchsetzen können. Mehrere Prozesse vor internationalen Schiedsgerichten sind aber noch nicht ausgestanden.