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Wohngelderhöhung beschlossen: Mehr Wohngeld ab 2016

Der Bundestag hat heute eine Erhöhung des Wohngelds zum 1. Januar 2016 beschlossen. Dies ist die erste Reform und Anpassung an die Entwicklung der Warmmieten und Einkommen seit 2009. Insgesamt werden über 860.000 Haushalte von der Erhöhung des Wohngelds profitieren, die im Schnitt bei 39 Prozent liegen wird.

Update 25. September 2015: Auch der Bundesrat hat der Erhöhung nun zugestimmt. Das Gesetz kann demnach wie geplant zum 1. Januar 2016 in Kraft treten.

Lange mussten Geringverdiener, Arbeitslose und Rentner auf eine Anpassung des Wohngelds an die Nebenkosten-, Miet- und Lohnentwicklung warten. Doch am heutigen Donnerstag hat der Bundestag die Wohngelderhöhung für 2016 beschlossen. Erstmals seit 2009 werden damit die sogenannten Tabellenwerte geändert, die durchschnittlich um 39 Prozent steigen sollen. Zudem sieht das Gesetz eine „regional gestaffelte Anhebung der Miethöchstbeträge“ vor. Diese „bestimmen den Betrag, bis zu dem die Miete durch das Wohngeld bezuschusst wird“, informiert das Bundesbauministerium. Durch die Reform des Wohngelds werden erstmals oder erneut 324.000 Haushalte Anspruch auf die Sozialleistung haben. Insgesamt kommen die Wohngelderhöhung und weitere Anpassungen mehr als 860.000 Haushalten zugute.

Erste Wohngelderhöhung seit 7 Jahren: Ab 2016 mehr Wohngeld

Es ist „höchste Zeit das Wohngeld zu verbessern“, betonte die Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) im Bundestag. Wie viel mehr Wohngeld Betroffene ab 2016 erhalten, hängt vom konkreten Fall. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit zeigt anhand von neun Fallbeispielen, dass die Wohngelderhöhung zwischen 11 Euro und 116 Euro pro Monat liegen kann.

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Höheres Wohngeld ab 2016 – Dennoch Kritik am Gesetz

Die Opposition kritisiert die Wohngeldreform. Sowohl die Linken als auch die Grünen betonen, dass das Gesetz nicht zukunftsfest ist. Da keine Dynamisierung des Wohngelds vereinbart wurde, droht in wenigen Jahren erneut eine Schere zwischen der Höhe des Wohngelds und den gestiegenen Mietkosten. Die Reform sieht lediglich eine Überprüfung der Bezüge in „bedarfsgerechten Abständen“ vor. Eine automatische Anpassung bzw. Erhöhung des Wohngelds über 2016 hinaus fehlt allerdings.

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