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Neue Versicherungspflichtgrenze 2016: Auch Krankenkassenbeitrag steigt

Das Bundeskabinett hat am gestrigen Mittwoch die Sozialversicherungs-Grenzwerte für 2016 verbindlich festgelegt. Damit ergibt sich eine höhere Versicherungspflichtgrenze 2016 für die Krankenversicherung. Durch neue Beitragsbemessungsgrenzen müssen Gutverdiener höhere Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung, Kranken- und Pflegeversicherung zahlen.
Neuer Höchstbeitrag bei der gesetzlichen Krankenversicherung
Auch die Versicherungspflichtgrenze steigt 2016

Das Bundeskabinett hat mit den neuen Sozialversicherungs-Grenzwerten auch die Versicherungspflichtgrenze 2016 beschlossen. Arbeitnehmer, die sich in der privaten Krankenversicherung versichern möchten, müssen über ein Einkommen über diesem auch als Jahresarbeitsentgeltgrenze bezeichneten Schwellenwert verfügen. Wie bereits in den letzten Jahren steigt der Wert zum Jahr 2016 aufgrund der guten Arbeitsmarktlage und Lohnentwicklung um 1.350 Euro auf 56.250 Euro brutto jährlich. Das heißt, statt 4.575 Euro müssen Angestellte nun monatlich mindestens 4.687,50 Euro brutto verdienen, um sich von der Versicherungspflicht befreien zu lassen.

Update 12. September 2016: Auch 2017 steigt die Versicherungspflichtgrenze weiter. Gleiches gilt für die Beitragsbemessungsgrenzen bei der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung.

Neue Beitragsbemessung und Höchstbeitrag bei gesetzlicher Krankenversicherung 2016

Gleichzeitig werden auch die Beitragsbemessungsgrenzen angehoben. Für die Krankenversicherung bedeutet dies, dass das Einkommen von gesetzlich versicherten Arbeitnehmern im Jahr 2016 bis zu einer Höhe von 50.850 Euro jährlich (4.237,50 Euro monatlich) bei der Beitragsbemessung herangezogen wird. In diesem Jahr beträgt die Beitragsbemessungsgrenze noch 49.500 Euro pro Jahr (4.125 Euro pro Monat). Dadurch steigt der Höchstbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung ebenfalls an. Ohne Zusatzbeitrag lag der Höchstbeitrag in diesem Jahr bei 301,13 Euro monatlich (nur Arbeitnehmeranteil). 2016 steigt der Beitrag auf 309,34 Euro im Monat.

Berücksichtigt man den durchschnittlichen Zusatzbeitrag, kommt es sogar zu noch einer höheren Steigerung, da sich dieser 2016 von 0,9 Prozent auf 1,1 Prozent erhöhen wird. Gutverdiener mit einem Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze zahlen demnach 2016 im Schnitt statt 338,25 Euro monatlich 360,19 Euro. Die Beitragsbemessungsgrenze für die Krankenversicherung gilt auch für die gesetzliche Pflegeversicherung

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Neue Beitragsbemessungsgrenze 2016 für die Rentenversicherung

Auch für die gesetzliche Rentenversicherung sowie die Arbeitslosenversicherung gibt es eine neue Beitragsbemessungsgrenze. Dabei steigt der Wert für die allgemeine Rentenversicherung in den alten Bundesländer und Westberlin von 71.400 Euro jährlich (5.950 Euro monatlich) auf 72.600 Euro (6.050 Euro). In den neuen Bundesländern und Ostberlin erhöht sich die Grenze von 60.000 Euro (5.000 Euro) auf 62.400 Euro (5.200 Euro). Wie sehr die Beiträge für Gutverdiener in Ost und West im Jahr 2016 steigen werden, lässt sich dabei noch nicht sagen, da noch unklar ist, ob der Rentenversicherungsbeitrag von derzeit 18,7 Prozent stabil bleibt oder angepasst wird.

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