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Zu geringe Absicherung: Kleine Unternehmen leben gefährlich

Kleine und mittlere Unternehmen sind nicht immer ausreichend abgesichert, obwohl sie Schäden durch Einbruch, Vandalismus oder Brand als sehr bedrohliche Gefahr für den eigenen Betrieb sehen. Besonders jungen Unternehmen fehlt es noch an Risikobewusstsein, so das Fazit einer aktuellen Studie der Gothaer. Doch auch größere Firmen haben Lücken in der Absicherung.
Gothaer KMU Studie 2015: Schutz noch immer nicht ausreichend
Besonders kleinere Unternehmen sind nicht ausreichend geschützt

Fast jedes zweite kleine oder mittelständische Unternehmen schützt seine Existenzgrundlage mit weniger als vier Versicherungen. Erst wenn die Größe des Unternehmens zunimmt, wächst das Risikobewusstsein und somit die Anzahl der abgeschlossenen Versicherungen. In der aktuellen Studie der Gothaer wird daher das Fazit gezogen, dass die Mehrheit der kleinen und mittleren Firmen, sogenannte KMU, „nur einen geringen Versicherungsschutz“ hat. „Doch gerade zu Beginn des Geschäftswachstums ist die richtige Absicherung durch einen starken Partner wichtig. Unvorhergesehene Ereignisse können das Unternehmen so nicht aus der Bahn werfen“, meint Thomas Leicht, Vorstandsvorsitzender bei der Gothaer.

Betriebshaftpflichtversicherung wichtigste Absicherung für Unternehmen

Im Schnitt gibt rund ein Drittel der KMU weniger als 500 Euro im Jahr für den Versicherungsschutz aus. Blickt man allein auf die kleinen Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern, ist die Quote mit 59 Prozent sogar deutlich höher. Rund jedes fünfte Unternehmen lässt sich die verschiedenen Absicherungen bis zu 2.000 Euro im Jahr kosten. Die Versicherungskosten fließen dabei vor allem in die Beiträge für eine Betriebshaftpflichtversicherung. Neun von zehn KMU haben einen solchen Vertrag. Auch die betriebliche Gebäudeversicherung ist für einen Großteil der befragten KMU wichtig. 64 Prozent sichern ihr Unternehmen damit derzeitig ab. Auf Platz 3 folgt die Elektronik-Versicherung, die jedoch nur noch knapp jeder dritte Betrieb hat.

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Größte Gefahren für den Betrieb: Einbruch, Brand, Datenklau

Die vereinbarten Gewerbeversicherungen decken sich weitestgehend mit den bedrohlichsten Gefahren, die kleine und mittelständische Unternehmen für sich sehen. So stellen Einbruch und Vandalismus für mehr als jeden zweiten Betrieb ein großes Risiko dar. Unter den kleinen KMU ist die Angst sogar noch stärker ausgeprägt. Größere KMU bewerten dagegen Brände und Explosionen als größte Gefahr. Insgesamt nennen 50 Prozent der Unternehmen dieses Risiko. Dahinter folgen menschliches Versagen und Betriebsausfall. Jede vierte Firma wertet zudem mittlerweile Hackenangriffe und Datenklau als eine der bedrohlichsten Gefahren für die betriebliche Existenz.

Lücken im Versicherungsschutz der KMU

Ein weiteres Ergebnis der Gothaer KMU Studie 2015 ist, dass noch zu wenige Unternehmen ihren Versicherungsschutz regelmäßig überprüfen. Weniger als die Hälfte schaut jährlich auf die Versicherungsbedingungen. Dabei ist dies ein Muss, meint Leicht. „Denn durch Innovationen, neue Anschaffungen oder neue rechtliche Vorgaben ändert sich auch der erforderlichen Versicherungsumfang.“

Die 1.009 Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern wurden zudem dazu befragt, wie sie die von ihnen eingeschätzten Risiken minimieren können. Brandmelder und Feuerlöscher werden dabei besonders häufig eingesetzt, um etwaige Schäden durch Brände zu minimieren. Gegen menschliches Versagen beugen 64 Prozent der Firmen mit regelmäßigen Schulungen vor. Doch eine sogenannte D&O-Versicherung bzw. Managerhaftpflichtversicherung hat nur knapp jedes fünfte KMU abgeschlossen. Hier könnten die Betriebe noch nachsteuern.

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur Gewerbeversicherung.