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Mehr Zeit für die Steuererklärung - Strafgebühren bei zu später Abgabe

Der Bundestag entscheidet heute über die Reform der Steuererklärung. Schon ab 2017 könnte das Gesetz in Kraft treten. Steuerzahler hätten dann mehr Zeit für ihre Steuererklärung. Wer immer noch die Frist verpasst, für den wird es mit der neuen Regelung teuer. Mindestens 25 Euro sollen automatisch pro Monat als Strafe erhoben werden. Doch das ist nicht alles.
Reform der Steuererklärung: Längere Fristen und höhere Strafen
Steuererklärung in Papierform bald die Ausnahme

Zweieinhalb Wochen bleiben noch bis zur regulären Abgabefrist für die Steuererklärung 2015. Also heißt es spätestens jetzt, Belege zusammensuchen und vielleicht auch eine neue Steuersoftware kaufen. Nicht wenige Bürger lassen sich Jahr für Jahr bis zur letzten Minute Zeit für das lästige Ausfüllen der Formulare. Wenn der Bundestag heute den Gesetzesentwurf zur Modernisierung des Steuerverfahrens billigt, haben Steuerzahler zukünftig zwei Monate länger Zeit zur Abgabe der alljährlichen Steuererklärung.

Reform der Steuererklärung: Zu spät trotz neuer Frist? Das kann teuer werden

Der Gesetzesentwurf sieht nicht nur eine Verlängerung der Frist bis zum 31. Juli des jeweiligen Folgejahres vor. Bürger, die die Frist überschreiten, sollen nun automatisch für jeden überschrittenen Monat eine Strafgebühr von mindestens 25 Euro zahlen. Wer hohe Steuern zahlt, muss sich sogar auf eine noch höhere Strafe einstellen, denn der Zuschlag beträgt 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer. Bisher lagen Verspätungsgebühren im Ermessen der Behörde und wurden meist nur bei Extremfällen erhoben.

Ursprünglich war die Strafgebühr für alle säumigen Steuerzahler geplant. Nach einigen Änderungen am Gesetzesvorhaben wird der Säumniszuschlag jetzt allerdings nur für Steuerzahler fällig, die eine Nachzahlung leisten müssen. Am gestrigen Mittwoch hat der Finanzausschuss diese und andere Änderungen des geplanten Gesetzes gebilligt.

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Digitale Steuererklärung: Schluss mit dem Papierkram

Das Gesetz ermöglicht darüber hinaus eine stärkere Digitalisierung der Steuererklärung. Schon jetzt können Bürger ihre Erklärung auch online ausfüllen und dem zuständigen Finanzamt übermitteln. Oftmals müssen aber noch eine ganze Reihe von Belegen in Papierform eingereicht werden. Mit der Reform verringert sich die Zahl der notwendigen schriftlichen Nachweise. Viele Belege, die sonst immer erbracht werden mussten, sind dann nur noch auf ausdrückliches Verlangen des Finanzamtes einzureichen. Die Abgabe der Steuererklärung auf dem elektronischen Weg wird jedoch nicht verpflichtend eingeführt. So können Bürger, die nach wie vor Papierformulare ausfüllen möchten oder gar keinen Computer nutzen, auch mit Inkrafttreten der Reform die Erklärung in gewohnter Form beim Finanzamt einreichen.

Tipp: Gerade Berufsanfänger, die zum ersten Mal eine Steuererklärung abgeben müssen, tun sich oft schwer. Mit dem finanzen.de Leitfaden ist das Ausfüllen der ersten Steuererklärung ganz leicht gemacht.