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Kostenfalle Geld abheben im Ausland: Vorsicht am Geldautomaten

Schon mal was von Dynamic Currency Conversion gehört? Die sofortige Euro-Abrechnung sorgt dafür, dass Urlauber beim Geld abheben im Ausland kräftig zuzahlen müssen. Was als gutgemeinter Service getarnt ist, entpuppt sich spätestens beim Blick auf den Kontoauszug als Abzocke. Mit einigen Tipps umgehen Reisende im Ausland jedoch, in die Verbraucherfalle zu tappen.
Tipps fürs Geld abheben im Ausland: Abzocke vermeiden
Egal ob Japan oder Frankreich: Abzocke am Geldautomaten vermeiden

Egal ob Winter oder Sommer: Ein Urlaub in der Fremde kann Körper und Geist entspannen. Mit der Erholung ist es jedoch schnell vorbei, wenn Reisende bei ihrer Rückkehr auf den Kontoauszug blicken und merken, dass sie beim Geld abheben im Ausland über den Tisch gezogen wurden. Denn an vielen Geldautomaten wird den Bankkunden angeboten, das Konto in Euro statt in der Fremdwährung zu belasten. Dieser Service nennt sich Dynamic Currency Conversion und verspricht oftmals einen garantierten Wechselkurs und null Prozent Kommission. Doch wer sich dafür entscheidet, macht Miese. In einem Test der Stiftung Warentest aus dem Mai 2016 lag der Verlust durch die schlechte Umrechnung bei bis zu zwölf Prozent.

Geld abheben im Ausland: Stets Konto mit Fremdwährung belasten

Für den Test ließ die Verbraucherorganisation in verschiedenen Ländern Geld vom Automaten abheben, darunter Bulgarien, Polen, Schweiz und Norwegen. Hätten sich die Tester für die sofortige Euro-Umrechnung entschieden, wären ihnen zwischen drei bis zwölf Prozent der Abhebesumme entgangen. Dies liegt daran, dass die Betreiber der Geldautomaten einen schlechteren Kurs als die heimische Bank berechnen. Dabei wird der tatsächliche Kurs, der bei der Umrechnung herangezogen wird, nicht immer korrekt angegeben. Stiftung Warentest rät daher dazu, beim Geld abheben im Ausland die Fremdwährung zu wählen, wenn die Auswahl zwischen dieser und dem Euro besteht – selbst dann, wenn der Automat mehrfach nachfragt, ob Bankkunden wirklich ihr Konto in der Fremdwährung belasten wollen.

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Mit Karten zahlen oder Geld abheben: Hier lauern Kostenfallen

Nicht nur beim Geld abheben können Urlauber im Ausland in die Kostenfalle tappen, sondern auch bei der Kartenzahlung an der Ladenkasse. Wie am Automaten wird hier teilweise die Sofortumrechnung angeboten. Stiftung Warentest beobachtete dies in verschiedenen Ländern. Der Verlust lag dabei zwischen zwei bis fünf Prozent. Besonders ärgerlich: Informationen über die Abbuchung in Euro gab es nur spärlich oder gar nicht. Immerhin haben Verbraucher das Recht sich zu wehren. Sie können die Ware beim Verkäufer reklamieren und auf eine Kontobelastung in der Ortswährung bestehen. Allerdings kann sich dies aufgrund der Sprachbarriere als schwierig gestalten.

 

Ausländern droht Abzocke am Geldautomaten

Der Tipp, beim Geld abheben auf die Umrechnung in die heimische Währung zu verzichten, gilt nicht nur für Deutsche im Ausland. Wer Besuch aus Ländern ohne Euro-Währung bekommt, kann den Rat weitergeben. Denn auch bei hiesigen Geldautomaten, die keiner Bank zuzuordnen sind, wird versucht, mit der Masche abzuzocken.

3 Tipps, um Abzocke am Geldautomaten zu verhindern

Mit manchen Kreditkarten lässt sich im Ausland gebührenfrei Geld abheben. Jedoch gibt es immer weniger Anbieter. So erstattet beispielsweise die Deutsche Kreditbank (DKB) seit dem 1. Juni 2016 keine Entgelte mehr, die durch die Abhebung mit der Visa-Card am ausländischen Bankautomaten entstehen. Solche Kosten werden als Auslandseinsatzgebühren bezeichnet.

Generell sind jedem Urlauber folgende Schritte zu empfehlen, wenn er ins Ausland verreisen möchte:

  • Über den aktuellen Wechselkurs informieren, sodass Reisende stets eine Orientierung haben, wie gut oder schlecht der Wechselkurs am Geldautomaten ist. Gegebenenfalls kann es günstiger sein, Rechnungen mit Karte zu zahlen, als dafür extra Bargeld abzuheben.
  • Bank vorab über die Reise informieren. Andernfalls könnte sie aufgrund der unerwarteten Transaktionen aus dem Ausland einen Kartendiebstahl und -missbrauch vermuten und die Karte sperren lassen.
  • Sich beim Geldinstitut über Partnerbanken im Ausland erkundigen, um unnötige Gebühren zu vermeiden.