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Mit Fintechs nutzen Kleinanleger ihre Chancen am Kapitalmarkt

Renditereiche Geldanlagen sind in der Niedrigzinsphase nicht mehr nur eine Option, sondern ein Muss. Das haben die zahlreichen Fintechs erkannt, die auch Kleinanlegern den Weg in die Anlagenwelt ebnen. Doch genau die Kleinanleger gilt es noch zu motivieren, ihre Finanzen selbstbewusst in die Hand zu nehmen. Denn ihnen steht jetzt nichts mehr im Weg.
Lars Reiner von Ginmon im Interview
Lars Reiner ist Geschäftsführer bei Ginmon

Renditereiche Geldanlagen wie Aktien waren lange Zeit nur eine Option für Reiche. Doch indem Fintechs die Kosten für Depotverwaltung und -management am Aktienmarkt stark reduziert haben, wird dieser auch für sogenannte Kleinanleger salonfähig. Jetzt ist die Kapitalanlage in Aktien auch schon ab kleinen Investitionen möglich. Doch wie genau funktionieren die Fintechs und wie verändern sie den Finanzmarkt? Auf diese Fragen findet Lars Reiner von Ginmon im Interview mit finanzen.de eine Antwort. Darüber hinaus erklärt er, dass sich noch viel mehr Menschen mit ihrem Geld beschäftigen sollten.  

Fintechs tragen dazu bei, dass der Zugang zur Finanzwelt für Kleinanleger einfacher wird. Wie ist Ihre Erfahrung: Wie stark nutzen Kleinanleger ihre neue Chance?

Lars Reiner: Der direkte Zugang zu Aktien an der Börse ist für Privatanleger eigentlich schon lange möglich. Viele Möglichkeiten, wie etwa die Investition in Einzelaktien, eignen sich aber nur selten, um nachhaltig Vermögen aufzubauen. Denn das Risiko ist einfach zu hoch. Viele Privatanleger, die dennoch investieren, verlieren sogar Geld an der Börse anstatt es zu vermehren. Das sollte so natürlich nicht sein.

Für den Vermögensaufbau bedarf es grundsätzlich einer breiten Diversifikation durch die Investition in eine Vielzahl von Aktien und auch weiteren Anlageklassen – sogenannte Portfolios. Auf diese Weise wird ein optimales Risiko-Rendite-Verhältnis ermöglicht. Wie sich solche Aktien-Portfolios zusammensetzen, entscheidet traditionell ein Fondsmanager. Da die Verwaltung der Portfolios aber sehr kostenintensiv ist, haben sich diese Investitionen lange Zeit erst ab hohen sechsstelligen Beträgen gelohnt. Das ist natürlich viel mehr als die meisten Privatpersonen in ihrer Portokasse haben.

Viele Fintechs versuchen nun genau die kostenintensiven Aspekte der Geldanlage zu automatisieren. Ginmon hat die Portfolioverwaltung beispielsweise digitalisiert und kann sie viel günstiger anbieten als durch Personen gemanagte Investmentfonds. Investitionen sind bereits ab 1.000 Euro Einmalanlage und einer monatlichen Sparrate von 50 Euro möglich.

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Welche Vorteile bieten Fintechs gegenüber klassischen Anlagemöglichkeiten für Kleinanleger und unerfahrene Sparer?

Lars Reiner: Der grundlegende Vorteil ist, dass auch Kleinanleger die Möglichkeit haben, ihr Geld professionell verwalten zu lassen und sich damit erstmals das regelmäßige Investieren von kleineren Beträgen wirklich lohnt. Wir haben jedoch die Erfahrung gemacht, dass Personen ohne Anlageerfahrung grundsätzlich ein geringeres Interesse an kapitalmarktbasierten Produkten haben. Die breite Masse in Deutschland muss sich erst langsam an diese Form der Geldanlage herantasten. In den USA sieht das schon ganz anders aus. Dort investieren heute rund 60 Prozent der Bevölkerung Geld in den Kapitalmarkt. Sie sind dementsprechend offener gegenüber alternativen Investitions- und Anlagemöglichkeiten als die Deutschen.

 

Fintechs: Das verbirgt sich hinter dem Namen

Fintechs sind Finanzdienstleister, die mithilfe technischer Mittel Prozesse vereinfachen. Durch automatisierte Verfahren werden zum Beispiel Verwaltungskosten reduziert. Aus diesem Grund sind renditereiche Geldanlagen an der Börse nicht mehr zu teuer für Kleinanleger.

Was sind die häufigsten Fragen zur Geldanlage, die Ihnen begegnen?

Lars Reiner: Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass sich die meisten Menschen, die Geld anlegen wollen, bereits ganz gut am Kapitalmarkt auskennen. Fragen entstehen deshalb eher an inhaltlichen Stellen. Viele Sparer möchten beispielsweise technische Details erfahren oder unser Gebührenmodell verstehen.

Interessant ist, dass sich viele Menschen bei uns über Chat, E-Mail und manchmal auch am Telefon melden, um zu erfahren, ob tatsächlich ansprechbare Menschen hinter Ginmon stecken und keine Roboter.

Können eher unerfahrene Sparer durch Fintechs mehr über die Finanzwelt lernen?

Lars Reiner: In unseren Augen ist es sehr wichtig, Sparer über die Geldanlage am Kapitalmarkt aufzuklären – gerade jetzt, wo einfaches Geldparken auf dem Tagesgeldkonto durch das Niedrigzinsumfeld keine Option mehr ist. Die fehlenden Zinsen zwingen jeden zur Suche nach Sparalternativen. Aufgrund der hohen Automatisierung von Fintechs kann man auch ohne Vorkenntnisse am Kapitalmarkt renditereich investieren und wird nach und nach immer mehr für diese Art der Geldanlage sensibilisiert.

Wir informieren Interessierte beispielweise auf unserer Webseite, unserem Blog und über unsere Öffentlichkeitsarbeit. Unsere Vision ist, den Anteil der Deutschen, die ihr Geld am Kapitalmarkt anlegen, signifikant zu erhöhen. Das Ziel erreichen wir nur, indem wir dabei helfen, den Finanzmarkt transparenter zu gestalten. Bisher interessieren sich vor allem kapitalmarkterfahrene Anleger und finanzmarktaffine Menschen für uns, da sie sich über eine alternative Anlagemöglichkeit freuen.

Das wollen wir ändern. Auch wenn wir nicht aus jedem Menschen einen Finanzprofi machen: Wir streben an, dass die Geldanlage insgesamt „normaler“ wird und sich kein Anleger mehr den Kopf zerbrechen muss, wo er sein Geld investieren soll. Er soll sich entspannt zurücklehnen, den Wirtschaftsteil in der Zeitung lesen und die Gewissheit haben, immer optimal zu investieren. Gleichzeitig erzielt er nachweislich eine deutlich höhere Rendite im Vergleich zu aktiv verwalteten Fonds oder den selbstständigen Portfolios.

Vielen Dank für das Interview, Herr Reiner!

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur Geldanlage.