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Neues Produktinformationsblatt für Rürup- und Riester-Rente ab 2017

Ab dem 1. Januar 2017 können Verbraucher Angebote zur Rürup- und Riester-Rente besser miteinander vergleichen. Denn mithilfe des neuen Produktinformationsblatts werden wichtige Kennzahlen der staatlich geförderten Altersvorsorge einheitlich und transparent zusammengefasst. Darunter fallen die Kosten und die Chancen-Risiko-Klasse.
Produktinformationsblatt für staatlich geförderte Altersvorsorge
Angebote zur Rürup und Riester-Rente sollen transparenter werden

Es gibt gute Nachrichten für Sparer, die mit einer Rürup- oder Riester-Rente für das Alter vorsorgen wollen. Denn ab dem 1. Januar 2017 lassen sich die entsprechenden Angebote besser vergleichen. Grund hierfür ist die Einführung eines Produktinformationsblatts (PIB). Mit dieser reagiert die Politik auf die anhaltende Kritik intransparenter Kosten bei der staatlich geförderten Altersvorsorge. Künftig sollen diese, aber auch andere Kennzahlen der Rürup- und Riester-Rente einheitlich auf dem Informationsblatt dargestellt werden. Zu den Auskünften zählen die Effektivkosten, die Chancen-Risiko-Klasse, die erwartete Ablaufleistung oder Rentenhöhe sowie die Verluste, die Versicherungsnehmer bei Kündigung oder bei einem Anbieterwechsel machen.

Mit PIB Chancen und Risiken der Altersvorsorge besser einschätzen

Wie das Produktinformationsblatt im Detail aussieht, regelt das Bundesfinanzministerium. Ein aktuelles Muster gibt es derzeit allerdings nicht, sondern nur eine Vorlage mit Stand 2012. Hier werden noch von sechs Risikoklassen angegeben. In dem PIB ab 2017 sind jedoch nur fünf Kategorien vorgegeben. Mit ihnen sollen Verbraucher besser einschätzen, wie hoch die Ertragschancen und Risiken der jeweiligen Rürup- oder Riester-Rente sind. So gibt die Chancen-Risiko-Klasse (CRK) 1 an, dass das Produkt eine sichere Anlage mit garantierter Mindestverzinsung ist.

In CRK 3 bietet die vorgeschlagene Altersvorsorge moderate Ertragschancen bei einem ebenso moderaten Verlustrisiko, wenn der Versicherer keine Beitragserhaltungszusage erteilt. Das bedeutet, dass Versicherte bei Rentenbeginn im schlechtesten Fall weniger Geld ausgezahlt bekommen, als sie eingezahlt haben. In der höchsten Klasse 5 sind die Ertragschancen am größten. Gleiches gilt allerdings auch für das Verlustrisiko.

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Kosten von Riester- und Rürup-Rente transparent vergleichen

Das PIB wird auch eine Modellrechnung enthalten, welche Verbrauchern anhand eines monatlichen Beitrags und einer Laufzeit zeigt, wie hoch die in Aussicht gestellte Rente ist. Bei den Effektivkosten werden einzelne Posten wie Abschluss- und Vertriebskosten sowie Verwaltungskosten extra aufgelistet. Wie viel Geld von den eingezahlten Beiträgen vom Anbieter einbehalten werden, lässt sich derzeit bei den meisten Versicherern nur schwer erkennen. Bei klassischen Verträgen mit Garantiezins gibt es zumindest über die Rentenhöhe die Möglichkeit, eine Aussage über gute und weniger gute Angebote zu machen. Denn je höher diese ist, desto geringer sind in der Regel die Kosten.

Die Produktinformationsblätter für die staatlich geförderte Altersvorsorge wurden bereits 2013 mit dem Altersvorsorgeverbesserungsgesetz verabschiedet. Die im Oktober 2015 gegründete Produktinformationsstelle Altersvorsorge (PIA) übernimmt dabei die Chancen-Risiko-Klassifizierung und gibt darüber hinaus die Berechnungsweise der Effektivkosten vor.

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