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News der Woche: Wundermittel gegen Zahnlöcher, Dentalphobie und Zahnmythen

Immer mehr Menschen sorgen für ihre Zähne vor. Denn schon knapp 15 Millionen Verträge zur Zahnzusatzversicherung verbuchen die Anbieter insgesamt. Grund genug für unsere Redaktion, verschiedene Mythen rund um das Gebiss in dieser Woche auf den Zahn zu fühlen. Das Wichtigste vorab: Es gibt kein Medikament, das den Zahnarztbesuch ersetzt – noch.
Welche Irrtümer es um den Zahn gibt
Richtiges Zähneputzen will gelernt sein

Zähneputzen: Viel hilft viel, oder?

Rund um die Zahngesundheit gibt es mittlerweile viele Märchen und Mythen. So denken manche Menschen, je härter sie ihre Zähne putzen, desto besser sind sie gereinigt. Tatsächlich können harte Borsten bei zu viel Druck jedoch schädlich für Zahnschmelz und Zahnfleisch sein. Auch sollte die Zahnbürste nicht erst dann gewechselt werden, wenn die Borsten abstehen. Experten raten dazu, spätestens alle zwei Monate das Putzwerkzeug auszutauschen. Daneben gibt es noch weitere Irrtümer rund um Zahnpasta, Putzzeiten und den richtigen Zeitpunkt für den Zahnarztbesuch.

Statt Bohrer und Füllung: Selbstheilungskräfte der Zähne auf Rezept

Selbst vorbildliche Zahnhygiene ist kein Garant dafür, dass Patienten ihren Zahnarzt nur für den Kontrollbesuch sehen. Früher oder später erwischt es jeden einmal und der Mediziner rückt mit Bohrer und Füllung heran. Allerdings könnte bald ein Medikament den Besuch beim Zahnarzt unnötig machen. Britische Wissenschaftler haben festgestellt, dass das eigentlich gegen Alzheimer bestimmte Arzneimittel Tideglusib den Zähnen hilft, sich von innen heraus zu generieren. Noch befindet sich das Medikament allerdings in der Testphase.

Teurer Zahnersatz: SPD fordert Entlastung für Kassenpatienten

Bis es soweit ist, dass sich die Zähne mithilfe eines Medikaments selbst heilen können, bleibt nur der Zahnarztbesuch, wenn die Beißer schmerzen. Sind die Schäden am Zahn groß, muss dieser nicht selten gezogen werden. Zahnersatz ist insbesondere für gesetzlich Krankenversicherte jedoch teuer, insbesondere dann, wenn sie sich nicht mit der Regelversorgung ihrer Krankenkasse zufrieden geben wollen. Im Schnitt haben Patienten 2014 rund 850 Euro für ihren Zahnersatz dazugezahlt. Im Einzelfall kann es allerdings auch deutlich teurer werden, wie ein Beispiel der Stiftung Warentest für den aktuellen Zahnzusatzversicherung Test zeigt. So müssen Kassenpatienten für ein Implantat mit vollständig verblendeter Metall-Keramik-Krone rund 3.150 Euro der Gesamtkosten von 3.580 Euro selbst zahlen.

Aufgrund der hohen Kosten fordert der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach nun, Krankenversicherte beim Zahnersatz mehr zu entlasten. Doch der Spielraum der gesetzlichen Krankenkassen dürfte nicht besonders hoch sein. So bleibt als Schutz gegen hohe Zahnarztkosten die private Vorsorge. Diesen Gedanken scheinen viele Verbraucher zu haben, denn die Zahnzusatzversicherung erfreut sich großer Beliebtheit. Bei manchen Angeboten sollten Verbraucher allerdings auf Stolperfallen achten.

Angst vor dem Zahnarzt? Diese Tipps können helfen

Manche Menschen meiden den Zahnarzt aufgrund der hohen finanziellen Belastung. Dabei zahlt die Krankenkasse Geringverdienern auch bis zu 100 Prozent für den Zahnersatz. Andere Personen verzichten dankend auf dem Zahnarztstuhl Platz zu nehmen, da sie unter einer Dentalphobie leiden. Die Angst vor dem Zahnarzt kann so groß sein, dass sie nur mit psychologischer Hilfe in den Griff zu bekommen ist. Bei weniger schweren Fällen helfen jedoch schon einfache Tipps, beispielsweise sich eine Begleitung zum Händchen halten und Beistand geben dazu holen, sich eigene Lieblingsmusik mitbringen oder auch nur ein Lavendelkissen.

Wie Milch abgebrochenen Zähnen helfen kann

In vielen Teilen Deutschlands rodeln Kinder und Erwachsene in diesen Tagen Hügel und Berge hinunter oder probieren sich beim Ski- und Snowboardfahren aus. Unfälle lassen sich dabei nicht immer vermeiden. Kommen dabei die Zähne zu schaden und brechen ab, dürfen die Bruchstücke auf dem Weg zum nächsten Zahnarzt nicht austrocken. Wer keine Zahnrettungsbox dabei hat oder diese schnell in einer Apotheke kaufen kann, hat die Möglichkeit, die Teile bis zu einer Stunde in gekühlter H-Milch zu lagern, rät die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Wichtig ist zudem, abgebrochenen Stücke an der Krone anzufassen, da an der Wurzeloberfläche empfindliche Zellen sitzen.