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News der Woche: Strafzettel, alternative Fakten und eine twitternde Zwiebel

Notrufe auf Twitter, Rettung für Melania Trump und eine halbe Zwiebel im Kampf um Follower – das aktuelle Weltgeschehen findet auch in den sozialen Medien seinen Platz. Den Strafzettel einer Neunjährigen kennt dank Twitter und Facebook beispielsweise nun fast ganz Deutschland. Unsere Redaktion hat in dieser Woche gesammelt, welche Internet-Hits für ein Schmunzeln sorgten.
Facebook, Twitter und Co liefern unterhaltsame Beiträge
So mancher Beitrag in den sozialen Medien sorgt für Lacher

„Schönster Strafzettel der Welt“ wird deutschlandweit zum Internet-Hit

Deutschland erfreute sich in den letzten Tagen am wohl „schönsten Strafzettel der Welt“. Diesen bekamen Beamte der Berliner Polizei, die falsch herum in einer Einbahnstraße geparkt hatten. Ganz wie es sich für pflichtbewusste Ordnungshüter gehört, klemmte die neunjährige Meggie daraufhin einen handgeschriebenen Strafzettel ans Auto, in dem sie ein Bußgeld fordert. Die Polizisten teilten den Strafzettel auf Twitter und baten um Nachsicht. Meggie hat inzwischen Gnade walten lassen.

Auch abseits davon bringt die Berliner Polizei mit ihren Beiträgen auf Facebook und Twitter so manchem Leser zum Schmunzeln. Jedes Jahr gibt es beispielsweise die Aktion #24hPolizei, bei der die Beamten einen Tag lang Einsätze auf Twitter veröffentlichen – natürlich auch mit Humor. Dabei finden sich Meldungen wie „Die 90er rufen an und wollen ihren Ghettoblaster zurück. In #Tegel sind Jugendliche damit sehr laut unterwegs“ oder „Unterwäschemodel? Mann im Lendenschurz auf dem U-Bahnhof in #Steglitz“.

BVG nimmt sich auch mal selbst auf die Schippe

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sind durch verschiedene ausgefeilte Image-Kampagnen nicht nur in der Hauptstadt bestens bekannt und sorgen regelmäßig für Lacher. Unter dem Titel „Weil wir dich lieben“ können Kunden bei Twitter und Facebook ihre schönsten Erlebnisse aus dem Bus, der U-Bahn oder der Tram mit dem Unternehmen teilen. Die BVG selbst postet dort ebenfalls witzige Beiträge, in denen sie unter anderem auf aktuelle Ereignisse reagiert. Nach Bekanntwerden der Mammut-Fußball-WM im Jahr 2026 war zum Beispiel bei Facebook zu lesen: „Bei der WM 2026 werden 48 Nationen aufeinander treffen. Wir nennen das U8.“ Die Mitarbeiter des Unternehmens melden sich auch bei Nutzer-Diskussionen oder -Kommentaren zu Wort und antworten meistens mit jeder Menge Sarkasmus und gut gemeinten Ratschlägen.

Vermeintliches Fake-Meme sorgt für „Free Melania“-Aufrufe

Rund eine Woche nach der offiziellen Amtseinführung von Donald Trump und den ersten politischen Rundumschlägen sind die sozialen Medien noch immer voll von Diskussionen, Fotos und Videos rund um den amerikanischen Präsidenten. Viele Kritiker sehen sich beispielsweise in ihrer Ablehnung bestätigt, denn nicht einmal seine Frau Melania scheint ihn zu mögen. Dies soll ein Video der Vereidigung beweisen, das die Trump-Gattin mit versteinerter Miene hinter dem Rücken ihres Mannes zeigt. Für viele Nutzer Grund genug, das slowenische Model über Hashtags wie #freemelania oder #rettetsie zu unterstützen. Dumm nur, dass die Situation ein wenig aus dem Kontext gerissen wurde.

Falsche Behauptungen? Wohl eher „alternative Fakten“

Ob das kurze Video von Melania Trump und dessen Interpretation für die Beraterin des Präsidenten Kellyanne Conway wohl auch unter die Kategorie „alternative Fakten“ fällt, ist nicht geklärt. In jedem Fall ist dies ihre nette Umschreibung für die falsche Behauptung des Regierungssprechers Sean Spicer zu den Besucherzahlen bei der offiziellen Amtseinführung.

Doch bei all dem Spott, den Conway für ihre Äußerung über sich ergehen lassen musste, gibt es viele Trump-Anhänger, die sie bewundern. Der Republikaner und seine Mitstreiter werden wie Heilige verehrt und viele Wähler teilen die Auffassung, dass die Medien den Präsidenten mit falschen Schlagzeilen konsequent schlechtreden. Besonders diese Menschen dürften sich herzlich wenig darum kümmern, ob Trump und seine Mitarbeiter nun die Wahrheit sagen oder eher alternative Fakten liefert.

Kann eine halbe Zwiebel Twitter-Trump gefährlich werden?

Während nach der Amtseinführung weltweit Anti-Trump-Märsche stattfanden, bei denen viele Protestler ihrer Kreativität für ihre Verkleidung und passende Schilder freien Lauf ließen, sind auch die Niederlande erfinderisch geworden. In einem Satire-Video erklärt die holländische Sendung „Sonntag mit Lubach“ dem amerikanischen Präsidenten ihr Land und will ihm dies ganz a lá Trump schmackhaft machen.

Apropos schmackhaft: Im Netzt kursiert aktuell der Twitter-Account „Half an Onion“. Dabei handelt es sich um eine halbe Zwiebel in einer Plastiktüte, die es sich zum Ziel gemacht hat, mehr Follower zu bekommen als Donald Trump. Rund 660.000 Nutzer folgen dem Gemüse bisher, fehlen noch circa 21,8 Millionen.