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Frage der Woche: Bitcoins kaufen - Macht das noch Sinn?

Bitcoins sind aktuell in aller Munde. Denn die Internet-Währung hat allein in dieser Woche einen rasanten Aufstieg hingelegt. Für unsere Redaktion der Anlass, dem virtuellen Geld einmal genauer auf den Grund zu gehen. Wir haben gesammelt, was es mit Bitcoins auf sich hat und wie man sie überhaupt bekommt.
Bitcoins kaufen: Wie sinnvoll ist das noch?
Der Wert von Bitcoins steigt aktuell rasant in die Höhe

Bitcoins erleben derzeit ein besonderes Hoch und der Hype um die digitale Währung ist riesig. Während die virtuellen Geldeinheiten zu Jahresbeginn noch unter 1.000 Euro wert waren, liegt der Kurs für einen einzigen Bitcoin inzwischen bei rund 2.210 Euro oder mehr als 2.470 Dollar. Innerhalb des letzten Monats hat der Wert der Bitcoins allein um rund 1.000 Dollar zugelegt.

Mittlerweile hat Japan das digitale Geld als offizielles Zahlungsmittel anerkannt und die US-Börsenaufsicht steht offenbar kurz davor, einen Bitcoin-basierten Indexfonds einzuführen. Beides dürfte einen Anteil daran haben, dass der Bitcoin-Kurs derzeit praktisch durch die Decke geht. Doch trotz der aktuell positiven Entwicklung lauern bei Bitcoins auch Gefahren für Anleger.

Update 10. August 2018: Auch nach der Spaltung in Bitcoins und Bitcoins Cash ist der Kurs auf Rekordniveau. Interessierte sollten sich davon jedoch nicht blenden lassen. Die Kryptowährung ist starken Kursschwankungen unterworfen und generell für Hacker-Angriffe anfällig. Wem eine gewisse Sicherheit bei der Anlage seines Geld wichtig ist, sollte besser Aktienfonds ins Auge fassen. Welche Renditen dabei möglich sind, zeigt der Kapitalanlage Vergleichsrechner.

 

Was sind eigentlich Bitcoins?

Einfach formuliert handelt es sich bei Bitcoins um virtuelles Geld. Die ersten Bitcoins entstanden bereits Anfang 2009. Damals wurden sie als Reaktion auf die weltweite Finanzkrise eingeführt. Die Grundidee der digitalen Währung besteht darin, ein Zahlungsmittel zu finden, dass unabhängig von Banken und Regierungen ist. Anders als bei Euro oder Dollar ist der Wert von Bitcoins nicht an andere Währungen und deren Kursentwicklung geknüpft, sondern richtet sich lediglich nach Angebot und Nachfrage. Dabei ist die Zahl der verfügbaren Bitcoins durch eine mathematische Formel begrenzt. Das bedeutet, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt keine neuen Bitcoins mehr generiert werden können, was die Nachfrage zusätzlich in die Höhe treiben dürfte.

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Wie können Nutzer Bitcoins kaufen?

Interessierte können Bitcoins entweder kaufen, indem sie diese online über spezielle Börsen gegen reales Geld tauschen, oder am eigenen Rechner selbst erschaffen beziehungsweise „schürfen“. Bitcoins werden über das Lösen hochkomplexer mathematischer Gleichungen erzeugt. Dafür benötigen Nutzer allerdings einen besonders leistungsstarken Computer. Die erstellten oder erworbenen Bitcoins stehen anschließend in einer Datenbank zur Verfügung, zu der Kunden über einen individuellen Sicherheitscode Zugang haben.

Um Bitcoins nutzen zu können, müssen sich Kunden eine bestimmte Software herunterladen, mit der das virtuelle Geld in eine digitale Geldbörse fließt. Hieraus können Produkte in verschiedenen Online-Shops letztlich virtuell bezahlt werden. Im „realen“ Handel vor Ort akzeptieren bisher nur wenige Geschäfte die digitale Währung.

Welche Risiken haben Bitcoins?

Ähnlich wie reales Geld können auch Bitcoins gestohlen werden, denn die entsprechenden Datenbanken lassen sich aufgrund von Sicherheitslücken hacken. Einer der Hauptkritikpunkte an der Internet-Währung ist außerdem, dass diese häufig für kriminelle Aktivitäten genutzt wird. So sind die Zahlungswege bei Bitcoins kaum nachvollziehbar. Für viele Kriminelle Grund genug, um Bitcoins im sogenannten Darknet zum Erwerb von illegalen Waren wie Waffen oder Drogen zu nutzen.

Finanzexperten warnen zudem vor starken Schwankungen beim Bitcoin-Kurs. So lag dieser zu Beginn des Jahres noch bei unter 800 Euro und ist nun in die Höhe geschnellt. Genauso rasant kann er jedoch auch wieder abstürzen, betont beispielsweise das Marktforschungsinstitut Sentix. Die Bundesbank bezeichnet den Handel mit Bitcoins als reines Spekulationsgeschäft, bei dem äußerste Vorsicht geboten ist. Denn eine Sicherheit haben Anleger beim Kauf von Bitcoins eher nicht. Sie sollten daher nicht allein auf den aktuell hohen Kurs vertrauen, sondern sich ihre Investition genau überlegen. Anleger, denen Bitcoins zu unsicher sind oder die nicht allein auf das schnelle Geld aus sind, sollten sich nach einer Geldanlage umsehen, die auch langfristig Erfolg verspricht und etwas mehr Sicherheit bietet.

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur Geldanlage.