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ZDF WISO: Pflegende durch Kurzzeit- und Verhinderungspflege entlasten

Viele Angehörige, die eine pflegebedürftige Person zu Hause versorgen, stehen körperlich und psychisch unter Druck. Um sie zu entlasten, gibt es die Kurzzeit- und Verhinderungspflege. Das Magazin ZDF WISO erklärt aktuell, unter welchen Voraussetzungen pflegende Angehörige diese Möglichkeiten nutzen können.
ZDF WISO zu Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege
Pflegende Angehörige haben Recht auf Erholung

Viele Ehepartner oder nahe Angehörige, die sich um einen auf Pflege angewiesenen Menschen kümmern, opfern häufig einen Großteil ihrer Zeit für den Pflegebedürftigen. Eine aktuelle Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung zeigt beispielsweise, dass jeder dritte Pflegende seine Arbeitszeit verringert hat. Zwei von fünf Personen sind gar nicht mehr erwerbstätig. Die Pflege zu Hause kann dabei je nach Pflegegrad des Pflegebedürftigen ein Fulltime-Job sein und stellt eine große körperliche und psychische Herausforderung dar. Pflegende Angehörige haben allerdings die Möglichkeit, durch die sogenannte Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege „Urlaub von der Pflege“ zu nehmen, wie aktuell ZDF WISO im Tipp erläutert.

Voraussetzungen für die Kurzzeit- und Verhinderungspflege

Rund 1,4 Millionen Pflegebedürftige werden von Angehörigen oder Verwandten versorgt. Doch nur ein kleiner Teil der Pflegepersonen nutzt die Kurzzeit- und Verhinderungspflege, um sich eine Auszeit von der täglichen Fürsorge zu nehmen, so ZDF WISO. Um die Leistungen der Pflegekasse in Anspruch nehmen zu können, muss der Pflegebedürftige mindestens Pflegegrad 2 haben.

Bei der Verhinderungspflege muss dieser zudem seit mindestens sechs Monaten zu Hause versorgt werden. Mit bis zu 1.612 Euro zahlt die Pflegekasse dann für einen Zeitraum von bis zu sechs Wochen die Kosten, die dem Pflegebedürftigen durch eine Ersatzpflegeperson entstehen. Das kann eine Privatperson oder ein Pflegedienst sein. Kümmert sich dagegen ein naher Verwandter um die Pflege, wird die Leistung auf das 1,5fache des Pflegegeldes beschränkt, erläutert ZDF WISO. Bei Pflegegrad 3 würde diese eine Summe von rund 817 Euro für die Verhinderungspflege in den eigenen vier Wänden bedeuten.

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ZDF WISO: Leistungen zur Entlastung Pflegender kombinieren

Bei der Kurzzeitpflege erstattet die Pflegekasse die reinen Pflegekosten für eine zeitweise Unterbringung in einem Pflegeheim, etwa wenn die pflegende Person für ein verlängertes Wochenende verreist. Für bis zu acht Wochen im Jahr werden bis zu 1.612 Euro gezahlt. Nicht inbegriffen sind dabei die Kosten für die Unterkunft und Verpflegung. Über den sogenannten Entlastungsbeitrag von 125 Euro monatlich können sich Pflegebedürftige die Ausgaben allerdings von der Pflegekasse zurückholen.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Leistungen aus der Verhinderungs- und Kurzzeitpflege zu kombinieren, sodass Pflegebedürftigen mehr als 1.612 Euro im Jahr zustehen. Um sich über die verschiedenen Optionen zur Entlastung pflegender Angehöriger genauer zu informieren, bieten sich Pflegestützpunkte oder die Pflegekasse als Anlaufstellen an, rät ZDF WISO.

Tipp: Es ist sinnvoll, sich frühzeitig um den Abschluss einer privaten Pflegeversicherung zu kümmern. Denn die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung reichen nicht aus, um die gesamten Kosten der Pflege zu decken. Informieren Sie sich noch heute mit einem unverbindlichen Angebot zur Pflegevorsorge zu Ihren Vorsorgeoptionen.

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur privaten Pflegeversicherung.