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Krankenkassenbeitrag 2018: Geringe Entlastung für Kassenpatienten

Werden die Krankenkassenbeiträge 2018 steigen? Wahrscheinlich nicht. Da das Gesundheitsministerium den durchschnittlichen Zusatzbeitrag leicht nach unten angepasst hat, besteht sogar die Möglichkeit, dass die Beiträge sinken werden. Gleichwohl könnten einige Kassen an ihrem Beitragssatz schrauben . Derzeit zahlen bereits 30 Prozent der Mitglieder mehr als der Durchschnitt.
Krankenkassenbeitrag 2018: Zusatzbeitrag könnte sinken
Gesetzliche Krankenkassen: Beitrag soll 2018 nicht weiter steigen
  • Der durchschnittliche Krankenkassenbeitrag wird 2018 leicht sinken.
     
  • Gründe hierfür sind eine gute Beschäftigungslage und ein neuer Mitgliederrekord.
     
  • Einzelne Krankenkassen könnten dennoch ihren Beitrag anpassen, sodass für Versicherte ein genauer Preis-Leistungs-Vergleich wichtig bleibt.

Update 26. Oktober 2017: Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) teilte heute mit, dass der durchschnittliche Krankenkassen Zusatzbeitrag 2018 auf 1,0 Prozent abgesenkt wird. Der Krankenkassenbeitrag liegt damit ab dem 1. Januar 2018 im Schnitt bei 15,6 Prozent.

Update 12. Oktober 2017: Dem Schätzerkreis zufolge könnte der Zusatzbeitrag 2018 gesenkt werden. Möglich machen das eine gute Konjunktur und Rekordbeschäftigung. Dadurch besteht die Möglichkeit, den Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent auf 1,0 Prozent anzupassen.

Die meisten Kassenpatienten können für das kommende Jahr mit einem stabilen Krankenkassenbeitrag rechnen. Der GKV-Spitzenverband hat bereits Mitte des Jahres nicht damit gerechnet, dass sich der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2018 erhöhen wird. Dieser liegt derzeit bei 1,1 Prozent und fällt nun sogar auf 1,0 Prozent. Der Beitrag für die Krankenkasse beläuft sich somit künftig im Schnitt auf 15,6 Prozent, wovon Arbeitgeber 7,3 Prozent übernehmen.

Der GKV-Verband schließt nicht aus, dass einzelne Kassen dennoch an der Beitragsschraube drehen könnten. Zuletzt haben sowohl KKH und Schwenninger Krankenkasse als auch IKK Südwest sowie Securvita ihren Zusatzbeitrag erhöht. Etwa jedes dritte Kassenmitglied zahlt schon jetzt überdurchschnittlich viel für seinen Krankenversicherungsschutz.

 

Krankenkassenbeitrag 2018: Kassen profitieren von fast 800.000 neuen Versicherten

Es gibt verschiedene Gründe, warum sich der Krankenkassenbeitrag 2018 positiv aus Sicht der Kassenpatienten entwickelt. Dazu zählen die gute Beschäftigungslage in Deutschland und die Finanzspritze von 1,5 Milliarden Euro aus dem Gesundheitsfonds. Zudem haben die Krankenkassen viele neue Mitglieder gewonnen, die eher jünger sowie gesünder als andere Kassenpatienten sind. Laut Pfeiffer sind unter den neuen Versicherten beispielsweise junge Leute aus Spanien oder Griechenland, die zum Arbeiten in die Bundesrepublik gekommen sind, und ehemalige Privatversicherte. Die neuen Kassenpatienten verursachen „deutlich geringere Ausgaben als die Bestandsversicherten gleichen Alters“, da sie weniger Leistungen in Anspruch nehmen würden, so die Chefin des Krankenkassenverbands.

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Experten warnen vor steigendem Krankenkassenbeitrag

Trotz der guten Aussichten für gesetzlich Krankenversicherte sollten sie genau darauf achten, wie sich ihr Krankenkassenbeitrag entwickelt. Derzeit verlangen die Kassen zwischen 14,9 Prozent und 16,4 Prozent. Eine günstigere Absicherung als bisher ist daher für viele Mitglieder möglich. Darüber hinaus gehen viele Experten davon aus, dass der Krankenkassenbeitrag langfristig steigen wird. Ursache hierfür sind die vielen Reformen, die Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) auf den Weg gebracht hat. Sie werden Schätzungen zufolge bis 2020 rund 40 Milliarden Euro kosten.

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur gesetzlichen Krankenversicherung.