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Private Rentenversicherung im Test: Viel Auswahl, wenig Rente

Ein neuer private Rentenversicherung Test zeigt, dass es 2017 viele sehr gute Anbieter gibt. Doch in Anbetracht der Leistungen müssen sich Interessierte fragen, ob eine Privatrente die beste Möglichkeit ist, für das Alter vorzusorgen. Denn einige Versicherer zahlen kaum mehr aus, als Kunden eingezahlt haben.
Private Rentenversicherung im Test: Risiko wird kaum belohnt
Private Rentenversicherung im Test: Mit oder ohne Risiko vorsorgen?
  • Ein neuer private Rentenversicherung Test vom Handelsblatt nimmt verschiedene Formen der Privatrente unter die Lupe.
     
  • Der Vergleich liefert viele sehr gute Anbieter. Jedoch können Versicherte mit den Rentenleistungen kaum zufrieden sein.
     
  • Um das Beste aus der privaten Vorsorge zu holen, sollten Interessierte unbedingt individuelle Angebote zur Altersvorsorge berücksichtigen.

Für den neuesten private Rentenversicherung Test 2017 des Handelsblattes hat die Ratingagentur Franke und Bornberg verschiedene Varianten der Privatrente überprüft. Denn mittlerweile haben Interessierte eine große Auswahl. Sie können sich für einen klassischen Tarif entscheiden, bei dem sie von Beginn an wissen, wie hoch ihre monatliche private Rente in jedem Fall ausfällt. Bei Angeboten der sogenannten neuen Klassik verzichten sie auf gewisse Garantien. Im Gegenzug soll mehr Rendite möglich sein. Darüber hinaus gibt es Indexpolicen und fondsgebundene Rentenversicherungen. Letztere unterscheiden sich noch einmal in Privatrenten mit beziehungsweise ohne Beitragsgarantie.

Die gute Nachricht des aktuellen Vergleiches ist: Unabhängig davon, welche Form der privaten Rentenversicherung Vorsorgeinteressierte wählen, findet der Test sehr gute Anbieter. Allerdings fallen die Rentenauszahlungen eher bescheiden aus oder sind aufgrund zu hoher Renditeerwartungen unrealistisch.

Private Rentenversicherung im Test: So wurde 2017 getestet

Für den private Rentenversicherung Test gingen die Analysten von einem 32-jährigen Modellkunden aus. Er zahlt jeden Monat 100 Euro in den Vertrag ein und will mit 67 Jahren erstmals die Privatrente beziehen. Für den Fall seines Todes vereinbart er in der Ansparphase eine Beitragsrückgewähr und in der Rentenphase eine Rentengarantiezeit von zehn Jahren. Verstirbt der Versicherungsnehmer in dieser Zeit, wird die Rente weiter bis zum vereinbarten Zeitpunkt an Angehörige ausgezahlt. Beide Optionen führen allerdings in der Regel zu höheren Kosten.

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Klassische Rentenversicherung und Neue Klassik im Vergleich

Bei den klassischen Versicherern variieren die garantierten Renten von rund 112 Euro bis 139 Euro pro Monat. Durch Überschüsse kann sich die Auszahlung bis auf 242 Euro erhöhen. Von 25 Anbietern erhalten acht eine sehr gute Bewertung, darunter

  • Allianz „PrivatRente Klassik mit Beitragsrückgewähr Tarif R2 (E 70)“
  • Continentale „Rente Classic Tarif RC“
  • Stuttgarter „FlexRente classic Tarif 33oG“ und „Gesundheitskonto FlexRente classic Tarif 33oG“

Deutlich kleiner ist die Auswahl an Tarifen der neuen Klassik. Hier wurden nur drei Versicherer getestet, von denen Allianz („PrivatRente Perspektive RSK (E 170)“) und Neue Leben („aktivplan Tarif HRV2“) sehr gut sind. Interessierte, die hoffen, mit einem solchen Angebot mehr Rendite mit ihrer privaten Rentenversicherung zu erzielen, werden allerdings enttäuscht. Im Vergleich zu einigen klassischen Privatrenten schneiden die Tarife schlechter ab. Sie garantieren bestenfalls rund 126 Euro im Monat. Durch Überschüsse sind bis zu 215 Euro möglich.

Tipp: Bei der Wahl der passenden finanziellen Vorsorge für den Ruhestand ist es sinnvoll, sich zu möglichst vielen Optionen zu informieren. Fordern Sie daher noch heute ein unverbindliches Angebot für Ihre Altersvorsorge an und erfahren Sie, wie Sie optimal vorsorgen können.

Fondsgebundene Rentenversicherung im Test: Mit oder ohne Garantien?

Auch die fondsgebundenen Varianten schneiden im private Rentenversicherung Test nicht besonders gut ab. Zwar steht Interessierten wieder eine Reihe von sehr guten Versicherungen zur Auswahl. Doch die Höhe der Auszahlung kann aus Kundensicht nicht befriedigend sein. Dabei ist es unerheblich, auf wie viel Risiko Versicherte setzen. Egal ob sie eine Beitragsgarantie von 100 Prozent, 80 Prozent oder null Prozent vereinbaren, bei den besten Versicherern liegt die monatliche Rente mit einer dreiprozentigen Rendite bei höchstens 183 Euro (100 Prozent) beziehungsweise 185 Euro (80 Prozent) beziehungsweise 199 Euro (keine Garantie).

Zu den besten fondsgebundenen Rentenversicherungen ohne Beitragsgarantie zählen:

  • Debeka „Chance Invest Tarif CA6I“
  • Continentale „Rente Invest Tarif RI“
  • Alte Leipziger „AL_RenteFlex Tarif AR15 (Fonds)“

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Der Test weist darüber hinaus die zu erwartende Rente bei einer Rendite von sechs Prozent aus. Doch angesichts der derzeitigen Niedrigzinsphase ist kaum damit zu rechnen, dass die Anbieter diesen Wert erzielen können. Auszahlungen von rund 350 Euro sind daher eher unrealistisch.

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur Altersvorsorge.