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Riester-Rente Test 2017: Mehr Risiko bringt oft keine höhere Rendite

Privat vorsorgen und dafür vom Staat belohnt werden: Das Konzept der Riester-Rente klingt vielversprechend. Doch die staatlich geförderte Vorsorge ist umstritten, vor allem aufgrund ihrer vermeintlich geringen Rendite. Der Riester-Rente Test 2017 vom Handelsblatt zeigt jedoch, dass Sparer beim Riestern eine höhere Rente als bei anderen Vorsorgeformen erzielen können.
Der Riester-Rente Test 2017 findet Angebote mit der größten Rendite
Bei der Riester-Rente bedeutet viel Risiko nicht gleich mehr Rendite
  • Im neuen Riester-Rente Test 2017 prüft das Handelsblatt unterschiedliche Formen der staatlich geförderten Altersvorsorge.
     
  • Neben den klassischen Verträgen gibt es dabei unterschiedliche Angebote, die durch höheres Risiko die Rendite steigern wollen.
     
  • Doch nicht jeder Sparer ist risikobereit. Um das passende Riester-Angebot zu finden, empfiehlt sich eine persönliche Beratung.

Für das Handelsblatt hat die Ratingagentur Franke und Bornberg im neuesten Riester-Rente Test 2017 verschiedene Optionen der staatlich geförderten Altersvorsorge unter die Lupe genommen. So gibt es beim Riestern unter anderem klassische Versicherungen, fondsorientierte Riester-Verträge oder Tarife der Neuen Klassik. Für die Untersuchung gingen die Experten von einem 32-jährigen Musterkunden aus, der monatlich 100 Euro in den Vertrag einzahlt und eine Laufzeit von 35 Jahren vereinbart. Jedes Jahr erhält der Versicherte 154 Euro als Zulage vom Staat, die 2018 auf 175 Euro steigt. Voraussetzung ist, dass mindestens vier Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens (abzüglich der Zulagen) in den Vertrag fließen.

Obwohl die geförderte Vorsorge insgesamt in der Kritik steht, finden sich zahlreiche sehr gute Angebote, wie der Riester-Rente Test 2017 zeigt. Der Vergleich offenbart zudem, dass die garantierte Rente einiger Riester-Angebote höher ausfällt als bei anderen privaten Vorsorgeprodukten.

Im Riester-Rente Test 2017 sind nur zwei klassische Verträge sehr gut

Für die Untersuchung haben die Analysten zunächst sogenannte Klassik-Verträge untersucht, bei denen Sparer von der Beitragsgarantie profitieren. Das bedeutet, der Versicherer legt ihr Geld so sicher an, dass sie im Rentenalter in jedem Fall ihre eingezahlten Beiträge bekommen. Hinzu kommt ein jährlicher Garantiezins auf den Sparanteil, der aktuell bei maximal 0,9 Prozent liegt.

Dem Riester-Rente Test zufolge beträgt die garantierte Rente der klassischen Riester-Verträge zwischen rund 145 bis 162 Euro pro Monat. Erzielen die Unternehmen große Überschüsse, an denen sie die Kunden beteiligen, kann sich die Rente auf bis zu 259 Euro erhöhen.

Von acht geprüften Angeboten hat das Handelsblatt zwei klassische Tarife mit sehr gut bewertet:

  • HanseMerkur24 „RiesterMeister Tarif RM“
  • Allianz „RiesterRente Klassik Tarif ARS1U (E 80)“

Service: Bei der Wahl der passenden Altersvorsorge kommt es in erste Linie auf Ihre Wünsche an. Je nachdem, wie viel Risiko Sie mit Ihrem Geld eingehen möchten, eignen sich unterschiedliche Formen der Riester-Rente. Ein unverbindliches Angebot hilft Ihnen, die wichtigsten Eckdaten für Ihre Vorsorge abzustecken.

 

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Riester-Rente Test 2017: Neue Klassik soll mehr Rendite bringen

Ähnlich wie bei der privaten Rentenversicherung gibt es auch bei der staatlich geförderten Vorsorge Verträge der sogenannten Neuen Klassik. Diese versprechen Sparern mehr Rendite. Sie bieten lediglich die Beitragsgarantie und verzichten auf den Garantiezins. Im Riester-Rente Test 2017 wurde jeweils ein Angebot von Allianz („RiesterRente Perspektive Tarif ARSK (E 219)“) und Neue Leben („aktivplan riester klassik“) geprüft.

Beide erhalten zwar eine sehr gute Bewertung. Doch die garantierte monatliche Rente beträgt lediglich knapp 144 Euro beziehungsweise rund 139 Euro und ist somit geringer als bei klassischen Produkten. Selbst mit Überschüssen bleibt die maximale Rentenzahlung bei den Tarifen der Neuen Klassik niedriger als bei vielen klassischen Verträgen.

Fondsgebundene Riester-Rente im Test: Lohnt sich das höhere Risiko?

Bei der fondsorientierten Riester-Rente gehen Sparer etwas mehr Risiko ein als bei klassischen Verträgen. So wird ein Teil ihrer Beiträge risikoreich angelegt, beispielsweise in Aktienfonds, um mehr Rendite zu erzielen. Die garantierte Rente ist daher niedriger als bei Klassik-Tarifen. Wollen Sparer ihr Geld mit voller Beitragsgarantie anlegen, schwankt die monatliche Mindestrente im Test zwischen etwa 120 Euro und 145 Euro.

Je nachdem, wie sich die Aktienkurse entwickeln, kann die Rente jedoch weitaus höher ausfallen. Beträgt die Rendite beispielsweise vier Prozent, sind bis zu 260 Euro Rente pro Monat möglich. Von 21 Tarifen wurden im Riester-Rente Test 2017 sechs fondsorientierte Angebote sehr gut beurteilt. Dabei garantieren alle von ihnen eine Rente zwischen rund 143 und 145 Euro im Monat:

  • HanseMerkur24 „RiesterMeister invest Tarif RM“
  • Continentale „Riester Rente Garant Tarif RRG“
  • HanseMerkur „Riester Care invest Tarif RA“
  • Allianz „RiesterRente KomfortDynamik Tarif ARFKU1 (E222)“ sowie „RiesterRente InvestFlex Tarif ARF1UMGD (E 202)“
  • Württembergische „Genius RiesterRente Plus Tarif FRRH+ (konventionelle Verrentung)“

Klassische Riester-Verträge sind rentabler als Privatrenten

Kritiker bemängeln an der Riester-Rente oft deren hohe Kosten, die oftmals nur einen geringen Ertrag bringen. Daher werden häufig andere Produkte für die private Vorsorge empfohlen. Allerdings sind diese nicht unbedingt besser als die staatlich geförderte Altersvorsorge. Wie ein aktueller Test zur privaten Rentenversicherung zeigt, beträgt die garantierte Rente bei klassischen Tarifen maximal 139 Euro. Bei Klassik-Verträgen der Riester-Rente sind es dagegen bis zu 23 Euro mehr pro Monat. Vorsorgeinteressierte sollten daher genau prüfen, welche Form der Altersvorsorge sich für sie am besten eignet.

 

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur Riester-Rente..