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Gesetzliche Krankenversicherung soll für Beamte günstiger werden

Ob Lehrer, Polizisten oder Ärzte − Während fast 90 Prozent der Deutschen gesetzlich versichert sind, sind viele Beamte Mitglied in der privaten Krankenversicherung (PKV). Denn die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung müssen sie im Gegensatz zur PKV komplett selbst tragen. Hamburg hat nun beschlossen, Beamte künftig bei den Krankenkassenbeiträgen finanziell zu unterstützen.
Die Hälfte der Kassenbeiträge für Beamte soll der Staat übernehmen
Hamburger Beamte sollen bei Kassenbeiträgen entlastet werden

Die Mehrheit der Beamten ist privat krankenversichert, denn eine gesetzliche Krankenkasse wäre für sie teurer.

Das Bundesland Hamburg will ab 2018 eine Neuregelung einführen, womit Beamte künftig Zuschüsse zur gesetzlichen Krankenversicherung bekommen.

Damit können Beamte zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung wählen, ohne finanzielle Nachteile zu fürchten, heißt es vom Senat.

Ein Großteil der Beamten in Deutschland entscheidet sich bei der gesundheitlichen Absicherung für eine Mitgliedschaft in der PKV. Denn dadurch genießen die sogenannten Staatsdiener Vorteile, die sie als Kassenpatienten nicht haben. So profitieren privat versicherte Beamte insbesondere von der Beihilfe ihres Dienstherrn. Die Kosten für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) müssen sie dagegen aus eigener Tasche decken. Anders als bei Angestellten übernimmt bei ihnen der Arbeitgeber nicht die Hälfte des Kassenbeitrags.

Das könnte sich jedoch bald ändern: Der Hamburger Senat hat beschlossen, dass Beamte ab August 2018 vom Staat einen Zuschuss für die GKV bekommen. Genauer gesagt soll der Krankenkassenbeitrag auch bei ihnen künftig paritätisch aufgeteilt werden. Nach Ansicht der zuständigen Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) schafft dies eine neue Wahlfreiheit für Beamte, wie sie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mitteilt.

Geplante Umstellung betrifft nicht alle Beamten

Die geplante Neuregelung soll ab 1. August 2018 erst einmal nur in Hamburg gelten. Ob sich das Konzept bundesweit durchsetzt, bleibt abzuwarten. Der Hamburger Senat beziffert die zusätzlich anfallenden Kosten auf 2,4 Millionen Euro im Jahr 2018. Für die folgenden Jahre werden jeweils rund 5,8 Millionen Euro angenommen.

Die Bestimmung betrifft vor allem Beamte, die bisher freiwillig in der GKV sind und den vollen Beitrag selbst zahlen, sowie Neu-Beamte. Privat versicherte Beamte werden dagegen kaum vom Hamburger Beschluss profitieren. Denn für sie ist ein Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung kaum möglich.

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Private Krankenversicherung bietet Beamten viel Flexibilität

Der Staat zahlt Beamten Beihilfe, um sie bei den Gesundheitskosten zu entlasten. Diese deckt oftmals einen Großteil der Ausgaben ab. Den Rest können Staatsdiener über die PKV absichern. Somit fallen die monatlichen Beiträge für privat Versicherte meist weitaus geringer aus als in der GKV. Zudem bekommen Privatpatienten häufig schneller einen Termin beim Arzt sowie eine umfassendere Behandlung als Kassenmitglieder.

Anders als bei den gesetzlichen Krankenkassen müssen Familienangehörige zwar eigenständig versichert werden und dafür Beiträge zahlen. Doch sie profitieren dabei ebenfalls von der Beihilfe und der oftmals besseren Versorgung.

Generell können Versicherte die Leistungen in der PKV nach ihren individuellen Wünschen festlegen. Dabei können sie je nach Tarif entscheiden, was ihnen bei der Absicherung ihrer Gesundheit besonders wichtig ist.

Krankenkassen punkten mit günstiger Absicherung für die Familie

Trotz der hohen Kosten sind mehrere zehntausend Beamte freiwillige Mitglieder in der GKV. Ein Anreiz, die höheren Beiträge in Kauf zu nehmen, dürfte für viele Staatsdiener die Familienversicherung sein. So besteht die Möglichkeit, Kinder und Ehepartner in der Krankenkasse beitragsfrei mitzuversichern.

Zwischen den über 100 Krankenkassen gibt es zum Teil große Preisunterschiede. Diese machen sich besonders bemerkbar, wenn Versicherte keine Unterstützung bei den Beiträgen bekommen. Obwohl sich viele Kassen in diesem Jahr verteuert haben, finden sich noch immer einige günstige Angebote. Mit der Wahl einer preiswerten Krankenkasse können Beamte somit bares Geld sparen.

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur gesetzlichen Krankenversicherung.