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Stiftung Warentest: Nicht einmal jedes zehnte Girokonto ist kostenlos

Mindestens einmal im Jahr wirft die Stiftung Warentest einen Blick auf die Kosten für das Girokonto. Im aktuellen Test für die Finanztest (09/2017) wurden 231 Konten miteinander vergleichen. Nur noch 23 von ihnen sind kostenlos. Kontoinhaber, die zu einem günstigeren Konto wechseln wollen, werden seit vergangenem Jahr dabei von ihrer Bank unterstützt.
Stiftung Warentest: Diese Girokonten sind noch kostenlos zu haben
Girokonto Test von Stiftung Warentest: 23 von 231 Konten sind gratis
  • Stiftung Warentest hat 231 Girokonten hinsichtlich ihrer Kosten geprüft.
     
  • Nicht einmal jedes zehnte Konto ist für Kunden bedingungslos kostenlos.
     
  • Die Verbraucherorganisation rät zu einem Wechsel, wenn das Girokonto mehr als 60 Euro im Jahr kostet.

Im aktuellen Girokonto Test der Stiftung Warentest zeigt sich, dass sich die Zahl der kostenlosen Konten weiter reduziert hat. Während im Vorjahr noch 25 Angebote gratis für Bankkunden waren, sind es jetzt nur noch 23. Allerdings können bei vielen dieser Girokonten unnötige Kosten entstehen, wenn bestimmte Dienstleistungen nicht online genutzt werden, etwa das Ändern eines Dauerauftrags. Auch die Kreditkarte gibt es nicht immer kostenlos dazu. Entsprechend genau sollten Bankkunden, die ihr Girokonto wechseln wollen, auf die genauen Bedingungen achten.

Girokonto Test: 2017 können Bankkunden zwischen 23 kostenlosen Konten wählen

Von den 23 kostenlosen Girokonten sind 13 überregional verfügbar, wobei neun Kontomodelle von Online-Banken angeboten werden. Dazu zählen unter anderem:

  • DKB „Cash“
  • Comdirect Bank „Girokonto“
  • Norisbank „Top-Girokonto“
  • 1822direkt „GiroSkyline“
  • Wüstenrot Bank „Top Giro“

Bankkunden, die Wert auf eine Filiale mit persönlichem Ansprechpartner legen, finden bei der PSD Niederbayern-Oberpfalz, Santander Bank, Sparda Hessen und Santander Consumer Bank kostenlose Girokonten. Zudem gibt es eine Reihe von regionalen Geldinstituten, wo das Konto gratis ist.

Tipp: Ein seit 2016 geltendes Gesetz erleichtert Bankkunden den Girokontowechsel erheblich. Die alte Bank muss der neuen zum Beispiel alle bestehenden Überweisungen und Lastschriften übermitteln.

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Kostenloses Girokonto setzt teils Geldeingang voraus

Bei den 23 Konten ist es unerheblich, wie hoch der monatliche Geldeingang ist. Einige weitere Banken knüpfen die kostenlose Kontoführung dagegen an gewisse Bedingungen, etwa ein bestimmter Gehalts- beziehungsweise Renteneingang oder ein kontinuierliches Guthaben, das teilweise im fünfstelligen Bereich liegen muss. Zudem ist es sinnvoll, wenn Wechselinteressierte den Dispozins berücksichtigen. Bei den kostenlosen Angeboten ohne Wenn und Aber variiert der Zins für den Dispokredit zwischen 5,7 Prozent und 10,87 Prozent.

Stiftung Warentest warnt vor unnötigen Kosten beim Girokonto

Im Zuge ihres Girokonto Tests kritisiert die Stiftung Warentest, dass die von einigen Banken vorgenommenen Preiserhöhungen „absurde Züge“ haben. So müssen manche Kunden der Frankfurter Volksbank 35 Cent pro Abhebung am Automaten zahlen, wenn sie ihr Geld außerhalb der Öffnungszeiten der Bank vom Konto entnehmen. Auch bei der Girocard langen einzelne Geldinstitute zu. Während diese viele Banken kostenlos bieten, fallen beispielsweise bei der Kreissparkasse Kaiserslautern 16 Euro pro Jahr an, bei der Sparda Münster, Hannoversche Volksbank, Sparkasse Nürnberg, Dortmunder Volksbank und der Sparda Hannover sind es zwölf Euro jährlich.

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur Geldanlage.