0800 300 3009

Kostenlose Service-Hotline

finanzen.de Nachrichten immer gut informiert

Stiftung Warentest prüft Optionen zur Entlastung von PKV-Versicherten

Die Beiträge der privaten Krankenversicherung steigen mit dem Alter. Wer im Ruhestand nicht zu viel zahlen möchte, kann bereits im Berufsleben mit verschiedenen Möglichkeiten die künftigen Kosten reduzieren. Dazu gehören sogenannte Entlastungstarife, die nun von Stiftung Warentest getestet wurden. Diese sind allerdings nicht immer zu empfehlen.
Entlastungstarife der privaten Krankenversicherung
Geld für später investieren: Jetzt PKV-Beiträge im Alter reduzieren
  • Wer Beitragssteigerungen bei der privaten Krankenversicherung reduzieren möchte, kann auf spezielle Entlastungstarife zurückgreifen.
     
  • Diese bieten sich vor allem für Arbeitnehmer an, da sich der Arbeitgeber hierbei meist an den Kosten beteiligen muss.
     
  • Interessierte, die schon vor Abschluss der Versicherung sehr auf die Kosten bedacht sind, sollten sich individuell zur privaten Krankenversicherung beraten lassen.

Privat Krankenversicherte wissen, dass die persönlichen Krankenversicherungsbeiträge im Laufe der Zeit ansteigen. Das liegt daran, dass sich mit dem Alter der durchschnittliche Behandlungsbedarf erhöht – und damit auch die Kosten. Allerdings gibt es Möglichkeiten, die Beiträge für die private Krankenversicherung im Alter zu reduzieren. Dazu gehören Beitragsentlastungstarife. 32 dieser Tarife von 22 Versicherern hat die Stiftung Warentest nun getestet.

So funktioniert ein Entlastungstarif für die private Krankenversicherung

Ein Beitragsentlastungstarif wird als Ergänzung zur privaten Krankenversicherung abgeschlossen, um Beitragssteigerungen im Alter abzufedern. Zwar gibt es mit den obligatorischen Altersrückstellungen bereits einen Mechanismus, damit Beitragserhöhungen später geringer ausfallen. Jedoch möchten einige Versicherte zusätzlich vorsorgen.

Dazu wird mit dem Krankenversicherer vereinbart, um wie viel Euro der Beitrag im Alter reduziert werden soll. Abhängig vom Vertragsbeginn, der erwarteten Nettorendite und ob die Beiträge automatisch ansteigen, ergibt sich ein bestimmter Betrag, der auf den Krankenversicherungsbeitrag aufgeschlagen wird. Im Musterfall eines 40-jährigen Versicherten, der die spätere Prämie um 100 Euro reduzieren möchte, berechnen die Anbieter laut Stiftung Warentest einen Aufschlag zwischen 27 und 49 Euro monatlich.

 

Beim Arbeitnehmer zahlt der Chef mit

Da die Beitragsentlastung gemeinsam mit dem regulären Krankenversicherungsbeitrag erhoben wird, unterstützt der Arbeitgeber Arbeitnehmer mit rund der Hälfte des Entlastungsbeitrags. Dabei beträgt der Arbeitgeberzuschuss insgesamt jedoch maximal 317,55 Euro monatlich. 

Unser Service für Sie

Sichern Sie sich jetzt erstklassigen Schutz für Ihre Gesundheit.

Wie empfehlenswert sind Entlastungstarife für die private Krankenversicherung?

Die Experten von Stiftung Warentest bemängeln im Zuge der Untersuchung, dass die Vertragsbedingungen der Entlastungstarife nur schwer verständlich sind. Versicherungskunden können allerdings ohnehin nicht das beste Angebot auswählen. Schließlich muss der Tarif zur Beitragsentlastung beim Anbieter abgeschlossen werden, bei dem der Interessierte bereits krankenversichert ist. Daher bleibt Privatpatienten nichts anderes übrig, als den Tarif des eigenen Versicherers unter die Lupe zu nehmen.

Nicht zu empfehlen sind die Zusatztarife laut Stiftung Warentest für Menschen, die ein unregelmäßiges Einkommen haben. Das betrifft vor allem Selbstständige mit wechselnder Auftragslage. Ein weiteres Manko: Die Beiträge müssen auch im Alter weitergezahlt werden. Daher fällt die Ersparnis geringer aus, als es zunächst den Anschein hat.

Zwei der von Stiftung Warentest untersuchten Versicherer bieten eine Entlastung gegen einen Einmalbeitrag an. Die Tester raten von dieser Variante jedoch ab. Die Begründung: Wird nur ein Teil der Einzahlung in Anspruch genommen, gibt es für den Rest keine Möglichkeit der Rückzahlung.

Service: Sie wollen sich mit einer privaten Krankenversicherung absichern und gleichzeitig Beitragssteigerungen im Alter reduzieren? Fordern Sie ein unverbindliches Angebot zur privaten Krankenversicherung an und erfahren Sie, welche Möglichkeiten es für Sie gibt.

Andere Möglichkeiten zur Beitragsentlastung in der privaten Krankenversicherung

Nicht nur Entlastungstarife bieten sich zur Beitragsreduzierung an. Genauso gut können Privatversicherte beispielsweise mit einem Sparplan oder einer privaten Rentenversicherung monatlich Geld in den Kapitalaufbau stecken. Das bietet verschiedene Vorteile: Interessierte haben eine größere Auswahl, da sie nicht an einen bestimmten Anbieter gebunden sind. Zudem muss das angesparte Vermögen im Alter nicht zwingend zur Beitragsreduktion verwendet werden.

Darüber hinaus ist es möglich, auf Angebote mit höheren Renditechancen zu setzen. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten, denn mehr Rendite bedeutet in der Regel ein höheres Verlustrisiko. 

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur privaten Krankenversicherung.