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Pflege zu Hause: Betreuungsdienste greifen Angehörigen unter die Arme

Mit über zwei Millionen Menschen werden fast drei Viertel der Pflegebedürftigen zu Hause gepflegt. Das Engagement der Angehörigen kostet viel Zeit und ist körperlich wie emotional anstrengend, sodass sich viele Pflegende eine Entlastung wünschen. Diese können ambulante Pflegedienste nur selten bieten. Wichtig ist daher die Arbeit von Betreuungsdiensten, betont Home Instead-Geschäftsführer Jörg Veil.
Pflegende Angehörige bei Betreuung entlasten
Gerade im Alter sind Menschen auf Hilfe angewiesen

Pflegende Angehörige opfern viel Zeit, um sich um ihre Liebsten zu kümmern. Nicht wenige von ihnen treten im Job kürzer oder richten ihre gesamte Freizeit nach den Bedürfnissen der zu betreuenden Person aus. Auf Dauer stellt dies eine enorme Belastung für sie dar, sodass sich Angehörige oftmals nach Unterstützungsmöglichkeiten umschauen.

Eine Möglichkeit sind Betreuungsdienste, die sich stundenweise um Senioren und hilfsbedürftige Menschen kümmern. Zu den verschiedenen Anlaufstellen zählt Home Instead. Das Besondere: Hinter der Seniorenbetreuung steht ein Franchisesystem mit vielen verschiedenen Standorten in Deutschland. finanzen.de hat mit dem Geschäftsführer Jörg Veil unter anderem darüber gesprochen, wie sich der Betreuungsdienst von anderen Anbietern abgrenzt.

Herr Veil, wie kamen Sie auf die Idee, das Modell des Franchisings auf die Seniorenbetreuung zu übertragen?

Jörg Veil: Franchise gibt es in Deutschland in den verschiedensten Branchen, etwa im Einzelhandel und im Dienstleistungsbereich. Im Gesundheitswesen und in der Pflege ist Franchise jedoch eine neue Erscheinung. Ich selbst habe das System aus den USA kennengelernt, als ich auf der Suche nach Möglichkeiten war, mit denen ich in die Selbstständigkeit wechseln konnte. Als ich vor zehn Jahren auf das Angebot der Amerikaner aufmerksam geworden bin, fand ich die Dienstleistung sehr ansprechend und zukunftsträchtig. Zudem gab und gibt es einen Markt und Home Instead passte in das deutsche System der gesetzlichen Pflegeversicherung hinein.

Kunden erwarten bei Franchise-Unternehmen gleiche Qualität – unabhängig davon, wo sie die Leistungen beanspruchen. Wie garantieren Sie eine gleichbleibende Qualität an den unterschiedlichen Home Instead-Standorten?

Jörg Veil: Unabhängig davon, dass die Betreuung sehr persönlich ist und von der betreuenden Person abhängt, haben wir Qualitätsstandards und einheitliche Schulungen für die Mitarbeiter eingeführt. Das Schulungsprogramm beginnt beim Leiter des jeweiligen Betriebs und endet bei der einzelnen Betreuungskraft. Alle unsere knapp 3.000 Betreuungskräfte sind durch das gleiche Trainingsprogramm gegangen.

Darüber hinaus haben wir verschiedene Qualitätssicherungssysteme. Einerseits ist dies für jeden ambulanten Pflege- und Betreuungsdienst mit Pflegekassenzulassung vorgegeben und wird jährlich von der Pflegekasse überprüft. Andererseits hat sich Home Instead weltweit einheitliche Qualitätsstandards gesetzt, die wir regelmäßig überprüfen. Ab dem kommenden Jahr folgt eine jährliche Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheitsbefragung. Das sind alles Beispiele, mit denen wir eine einheitliche Qualität gewährleisten.

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Wie grenzt sich Home Instead von anderen Pflege- und Betreuungsdiensten ab?

Jörg Veil: Überall in Deutschland finden wir ambulante Pflegedienste, die Pflege im Minuteneinsatz erbringen, beispielsweise bei der medizinischen Versorgung oder bei der Unterstützung der Körperpflege. Was diese Pflegedienste meistens zeitlich jedoch nicht schaffen, ist die zeitintensive Betreuung von Pflegenden. Dazu bräuchten sie eigene Mitarbeiter, die stundenweise Betreuungseinsätze erbringen. In den allermeisten Pflegediensten gibt es dafür kein Personal oder die Ressourcen sind viel zu knapp. Genau hier setzt unser Service an. Unser Angebot richtet sich verstärkt an die pflegenden Angehörigen anstatt an die Pflegebedürftigen selbst, die stundenweise bei der Betreuung unterstützt oder entlastet werden wollen.

Werden die von Ihnen angebotenen Leistungen von der Pflegekasse übernommen oder bezahlen betreute Personen diese aus der eigenen Tasche?

Jörg Veil: Auch hier unterscheidet sich Home Instead von den meisten anderen Betreuungsdiensten. Da wir eine volle Pflegekassenzulassung haben, können die Pflegebedürftigen das Budget der gesetzlichen Pflegeversicherung nutzen, um unsere Leistungen zu finanzieren. Ohne diese Zulassung muss die Betreuung, die in der Regel zwischen 25 Euro und 30 Euro pro Stunde kostet, aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Alle Leistungen, die wir erbringen, zum Beispiel bei der Unterstützung der Haushaltsführung oder der Begleitung außer Haus, können unter anderem über den Topf der monatlichen Pflegesachleistungen, über die zusätzlichen Betreuungsleistungen oder über die jährlichen Mittel für die Verhinderungspflege abgerechnet werden.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Veil.

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur privaten Pflegeversicherung.