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Riester-Rente im Test: Klassisch riestern oder mit Fonds sparen?

Bei der Riester-Rente können Sparer auf Fonds oder auf eine garantierte Verzinsung setzen. Die fondsbasierten Angebote bieten dabei höhere Renditechancen als klassische Riester-Renten. Jedoch besteht das Risiko, zum Rentenbeginn nur so viel Geld zu erhalten wie eingezahlt wurde. Welche Versicherer die besten Tarife bieten, zeigt ein aktueller Test der Stiftung Warentest.
Riester-Rente im Test: Mit Fonds oder klassisch vorsorgen?
Riester-Rente: Auf Fonds setzen oder lieber klassisch vorsorgen?
  • Stiftung Warentest hat neben klassischen Riester-Renten auch fondsgebundene Tarife und Riester-Fondssparpläne untersucht.
     
  • Die Riester-Rente mit Garantieverzinsung überzeugt im Test kaum, bei den fondsbasierten Angeboten müssen Interessierte besonders auf die Kosten achten.
     
  • Um die individuell beste staatlich geförderte Altersvorsorge zu finden, empfiehlt sich ein maßgeschneidertes Angebot zur Riester-Rente.

Eine höhere Grundzulage und ein Freibetrag im Alter, falls Versicherte im Alter auf Sozialleistungen angewiesen sind – Bei der Riester-Rente wurde zuletzt einiges getan, damit die staatlich geförderte Altersvorsorge wieder attraktiver wird. Doch gegen den sinkenden Garantiezins kann selbst die Politik wenig ausrichten. Entsprechend gering sind die Rentenauszahlungen, die die Anbieter von klassischen Riester-Renten mit Garantieverzinsung ihren Kunden zusagen können.

Eine Riester-Rente, die auf Fonds basiert, bietet dagegen bessere Ertragschancen. Sparer wissen zwar zu Beginn nicht, wie hoch ihre private Rente im Ruhestand sein wird. Doch da zumindest die eingezahlten Beiträge garantiert sind, bietet diese Variante einen guten Mix aus Sicherheit und Chance.

Riester-Fondssparplan und fondgebundene Riester-Rente im Test

Stiftung Warentest hat für die neueste Ausgabe der Finanztest (10/2017) elf Riester-Fondsparpläne und 16 fondsgebundene Riester-Rentenversicherungen anhand der Kosten geprüft. Anders als bei den klassischen Tarifen, die ebenfalls Bestandteil des Riester-Rente Tests waren, vergab die Verbraucherorganisation allerdings keine Noten. Dennoch wird deutlich: Die Kosten für den Vertrag haben maßgeblich Einfluss darauf, wie gut oder schlecht ein Anbieter ist. Denn „die Strategie mag noch so ausgeklügelt sein – wenn das Produkt zu teuer ist, bleibt zu wenig übrig“, so Stiftung Warentest.

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Lassen Sie sich staatliche Zulagen und Steuervorteile nicht länger entgehen.

Riestern mit Fonds: Diese Anbieter sind laut Stiftung Warentest zu empfehlen

Interessierte, die bei der Riester-Rente auf Fonds setzen, haben verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl. Sollen die gesamten Sparbeiträge in Fonds fließen, empfiehlt sich ein Fondssparplan. Wohin das Geld genau geht, können Kunden jedoch selten bestimmen. Anders gestaltet sich dies bei einer fondsgebundenen Riester-Rente. Je nach Anbieter haben Versicherte die Wahl zwischen mehr als 100 Fonds. Allerdings werden nicht die gesamten Einzahlungen investiert. Der Großteil landet in einem Garantiefonds oder im Sicherungsvermögen des Versicherers.

Sowohl beim Riester-Fondssparplan als auch bei der fondsgebundenen Riester-Rente können Sparer unterschiedlich viel Risiko eingehen. Um ihnen eine Orientierung zu geben, wie das Verhältnis von Renditechance und Risiko ist, sind die Tarife in Chancen-Risiko-Klassen (CRK) 1 bis 5 eingeteilt. In Klasse 4 besteht beispielsweise eine höhere Chance auf Rendite als in Klasse 2. Allerdings ist das Risiko höher, am Ende nicht mehr als die eingezahlten Beiträge samt Zulagen zu erhalten.

Bei den Fondssparplänen kann Stiftung Warentest die Angebote UniProfiRente, UniProfiRente Select, Sutor Fairriester 2.0 sowie DWS TopRente Balance und DWS RiesterRente Premium Balance empfehlen. Bei den fondsgebundenen Tarifen überzeugen die folgenden Tarife mit den niedrigsten Effektivkosten. Die Übersicht zeigt zudem die beste Fondsalternative aus Sicht der Tester.

CRK 2

  • HanseMerkur „Riester Care Invest“ – ValueInvest Global (LU 013 559 050 4)
  • Allianz „RiesterRente InvestFlex“ – ComStage MSCI World (LU 039 249 456 2)

CRK 3

  • Volkswohl Bund „AWR“ – iShares MSCI Word (IE 00B 0M6 2Q5 8)
  • Stuttgarter „RiesterRente Performance Safe“ – iShares Core MSCI World (IE 00B 4L5 Y98 3)

Tipp: Sie können nicht nur mit der Riester-Rente für das Alter vorsorgen. Allerdings entgehen Ihnen bei anderen Optionen wie einer privaten Rentenversicherung die staatlichen Zulagen von jährlich 154 Euro (ab 2018 175 Euro). Welche private Altersvorsorge – ob gefördert oder ungefördert – am besten zu Ihren Wünschen und zu Ihrem Geldbeutel passt, finden Sie mit einem unverbindlichen Angebot zur Ihren Vorsorgemöglichkeiten heraus.

Klassische Riester-Rente im Test: Viel Sicherheit bei geringer Rentenauszahlung

Für die aktuelle Finanztest fühlte Stiftung Warentest auch der klassischen Riester-Rente auf den Zahn. Die Tester gingen dabei von einem 30-jährigen Modellkunden aus, der jeden Monat rund 87 Euro einzahlt. Zusammen mit der Grundzulage summiert sich der Betrag, der jährlich in den Vertrag fließt, auf 1.200 Euro.

Alle neun berücksichtigten Versicherer kommen nicht über eine befriedigende Bewertung hinaus. Am besten schneidet noch „RiesterRente Klassik (ARS1U)“ von Allianz vor „Riester Care (RA 2017S)“ von HanseMerkur ab. Beide garantieren eine Rente von 102 Euro beziehungsweise 106 Euro pro Monat. Allerdings beziehen sich die Angaben nur auf die eingezahlten Beiträge. Die erhaltenen Zulagen wurden von Stiftung Warentest nicht berücksichtigt. Daher erhöht sich die garantierte Rente noch. Verzichten Interessierte zudem auf Zusatzleistungen, wie sie im Test vorausgesetzt wurden, steigt die monatliche Auszahlung abermals.

Hier finden Sie Tipps und weitere Informationen zur Riester-Rente..