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„Sparen ist für viele junge Menschen eher unsexy“

Geldanlage und Sparen sind für viele junge Menschen eher leidige Themen, an die sie nur ungern denken. Wenn sie Geld zurücklegen, dann vor allem, um sich mit dem Ersparten einen Wunsch zu erfüllen, weiß Dr. Yassin Hankir, Gründer der Spar-App savedroid. Sein Ziel ist es, Nutzern das Sparen zu erleichtern und sie so mehr dafür zu begeistern.
Junge Menschen sollen Spaß am Sparen bekommen
Dr. Yassin Hankir von der Spar-App savedroid (Bildquelle: savedroid)

Das neueste Smartphone, den alten Kleiderschrank austauschen oder der lang ersehnte Traumurlaub – ohne etwas Geld zur Seite gelegt zu haben, sind solche Wünsche für einige Personen nur schwer zu erreichen. Doch nur die wenigsten beschäftigen sich gern mit verschiedenen Sparmodellen oder Geldanlagekonzepten.

Vor allem für junge Menschen sind diese Themen eher unsexy, hat Dr. Yassin Hankir von der Spar-App savedroid festgestellt. Die App soll ihnen nicht nur helfen, sich ihre Träume zu erfüllen, sondern auch Spaß am Sparen bieten. Dafür ist es laut Hankir wichtig, das Bilden von Rücklagen so einfach wie möglich zu machen und in den Lebensalltag miteinzubeziehen. Wie das funktioniert und welche Rolle sogenannte Smooves dabei spielen, erklärt er im Interview mit finanzen.de.

Ihre App richtet sich vor allem an junge Menschen, die sich eher ungern mit dem Thema Geld beziehungsweise Sparen beschäftigen. Wie unterstützen Sie Ihre Nutzer, Spaß am Sparen zu bekommen?

Dr. Yassin Hankir: Bevor wir uns entschieden haben, savedroid zu gründen, haben wir in der Tat festgestellt, dass das Thema Sparen für viele Menschen unsexy ist. Insbesondere in der Generation der 18- bis 40-Jährigen, die primär unsere Zielgruppe sind, zeigt sich, dass viele Menschen sprichwörtlich lieber zum Zahnarzt gehen, als sich mit Bankgeschäften zu beschäftigen. Dennoch möchten sie sich oftmals gewisse Dinge leisten, die sie nicht einfach aus der Portokasse zahlen können. Sparen ist für sie daher in erster Linie ein Mittel zum Zweck, um kurzfristig ein neues Handy oder eine teure Urlaubsreise finanzieren zu können.

Genau hier setzt unser Konzept an. Wir wollen jungen Menschen einen Weg bieten, sich ihre Wünsche schnell zu erfüllen. Ein wichtiger Grundgedanke dabei ist, dass Kunden Spaß daran haben, auf ihr Ziel hinzusparen. Daher basiert das Konzept auch nicht auf einer klassischen Banking-App, sondern eher auf einer Lifestyle-App, die Nutzer begeistern kann.

Eignet sich das Modell von savedroid auch als langfristige Geldanlage oder gibt es beispielsweise einen Maximalbetrag, der angespart werden kann?

Dr. Yassin Hankir: Prinzipiell gibt es für unsere Nutzer keine Vorgaben, wie viel Geld sie zurücklegen oder über welchen Zeitraum sie sparen dürfen. Allerdings haben wir bisher die Erfahrung gemacht, dass unsere Zielgruppe im ersten Schritt vor allem den Konsum im Blick hat, also möglichst schnell auf ein bestimmtes Ziel hinspart. Bei den meisten Kunden bewegt sich der Sparzeitraum zwischen sechs bis 18 Monaten. Natürlich haben einige Nutzer auch längerfristige Ziele. Unser Anliegen ist es, ihnen künftig ein noch breiteres Angebot für ihre Geldanlage zu liefern, auch um unsere Zielgruppe zu erweitern. Momentan ist das Konzept jedoch eher kurzfristig ausgerichtet.

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Ihre Nutzer können über sogenannte Smooves selbst entscheiden, wie sie sparen wollen. Was ist darunter zu verstehen und wie flexibel sind diese Smooves?

Dr. Yassin Hankir: Mit Smooves sind Sparregeln gemeint. Damit können Nutzer selbst entscheiden, in welcher Lebenssituation sie sparen wollen. Die Smooves lassen sich in drei große Bereiche einordnen:

  • Vorgänge beim Girokonto
  • Apps und alles rund um das Handy
  • Öffentlich verfügbare Informationen

Kunden können zum Beispiel immer dann sparen, wenn ihr Gehalt auf dem Girokonto eingeht oder wenn sie laut Fitness-Tracker ein bestimmtes Schrittziel erreicht haben und ebenso, wenn die Lieblingsfußballmannschaft gewinnt. Die Sparregeln lassen sich dabei je nach dem individuellen Lebensalltag festlegen und können jederzeit pausiert werden, falls Sparer zu einem bestimmten Zeitpunkt eben doch kein Geld zurücklegen wollen.

Die App hat Zugriff auf hochsensible Informationen wie die Kontodaten der Nutzer. Wie gewährleisten Sie, dass die Daten nicht in die falschen Hände geraten?

Dr. Yassin Hankir: Generell sehen wir keine großen Bedenken im Hinblick auf den Datenschutz. Denn wir haben uns beispielsweise ganz bewusst TÜV-datenschutzzertifizieren lassen, um die Datensicherheit gewährleisten und potentielle Zweifel direkt ausräumen zu können. Die Daten werden zum einen mit den Standards des Online-Banking verschlüsselt, zum anderen werden sie nur innerhalb von Europa gespeichert. Somit erfüllen wir die deutschlandweiten Datenschutzrechtlinien und stellen sicher, dass die Informationen Europa nicht verlassen.

Wie wird das Sparmodell von savedroid bisher angenommen?

Dr. Yassin Hankir: In nicht einmal einem Jahr seit dem Start der App konnten wir rund 200.000 Downloads verzeichnen. Zudem ist das Feedback unserer Nutzer generell sehr positiv, was natürlich besonders wichtig ist. Denn viele Downloads allein machen ja noch kein erfolgreiches Produkt. Dafür muss auch die Qualität stimmen. Aktuell scheinen wir die Erwartungen unserer Kunden gut zu erfüllen. Wir nutzen das Feedback jedoch auch, um unser Konzept kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu verbessern.

Vielen Dank für das Interview, Herr Dr. Hankir.

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